Demnächst an dieser Stelle oder woanders: Der abgebildete (weibliche) Stecker ist Teil eines Projektes, das mich gedanklich wieder einmal herausgefordert hat.
Da gab es am Anfang einen Satz der Liebsten, der irgendwann irgendwo in einen dunklen Winterabend fiel. Es geschah dann, dass mich meine Lösungskompetenz antrieb, eine Lösung für das Problem, dass jener Satz erzeugte nicht nur zu finden, sondern auch zu bauen.
Dem gegenüber stand mein Wille, keine der üblichen Heimwerker-Pfuschlösungen zu erzeugen, sondern am Ende ein handwerklich gutes Produkt vorweisen zu können.
Doch dann kam der Hersteller der eigentlich perfekten und vor allen Dingen fast fertigen Lösung des Problems ins Spiel.
Das vorläufige Ende war wieder einmal, dass die deutsche Technik, made in China, nicht mit der chinesischen Technik, made in China, kompatibel war, weil zwischendurch auch noch Elektronik made in Taiwan und Chips made in USA dazwischen agierten.
Ich bereute zutiefst, mich zwar u.a. auch mit Elektrik auszukennen, jedoch den Lernzug in Richtung Elektronik verpasst zu haben. Es brauchte also mehrere elektrische Lösungsansätze und Tests. Auch galt es, die steuernde und überwachende Elektronik made in irgendwo around the world auszutricksen.
Das Ende war dann verblüffend einfach, mit wenigen Handgriffen konstruiert und fast so funktionierend, wie es erträumt war. Fast auch nur deshalb, weil statt der geplanten Automatik nun eine winzige manuelle Handlung erforderlich ist. Die allerdings auch Vorteile bietet.
Worum es geht? Später mehr, sobald ich aufgeräumt, alles gesäubert habe und mich den Fachfragen stellen kann.
Am 04.10.2025 findet Ihr mich auf der Buchmesse Recklinghausen in Herten.
Ich signiere natürlich gern, was Ihr mir abkauft oder mitbringt und selbstverständlich können wir ein wenig plaudern, lachen, mir die Langeweile vertreiben und gern auch zukünftige gemeinsame Unternehmungen planen.
Den Link zur Buchmesse und alle wichtigen Informationen dazu findet ihr HIER. Für kurzfristige Standbuchungen gibt es wohl noch einige wenige wieder frei gewordene Stände.
Aufgrund der Erfahrungen aus der letzten Teilnahme an einer Buchmesse erspare ich mir dieses Mal das Drama einer unbesuchten Lesung. Ich bin lieber an meinem Stand und plaudere mit den Menschen.
Bei mir kann man übrigens auch mit Karte zahlen. Bargeld ist nicht nötig!
Ihr Lieben, es sind nur noch 90 Tage bis zum Einsendeschluss für den 14. Akustischen Weihnachtskalender.
Für einen gut gefüllten Kalender fehlen aktuell noch 19 Beiträge.
Da schon überall herumgeweint wird, dass nun mit einem der ersten bundesweiten Regentage der Sommer vorüber ist und die Albernheiten über den verregneten Sommer beginnen, könntet Ihr jetzt durchaus in Eure Kleiderschrank-Studios, Gäste-Toiletten und Unterbett-Kommoden gehen und Eure Geschichten und Gedichte einsprechen und an mich senden.
Für alle Neuen und Euch gibt es HIER den Link zur Website mit allen Erklärungen zum Wie, Wann und Wo, sowie die bisherigen Weihnachtskalender.
Status-Update zur gesundheitlichen Situation: Ich darf inzwischen alles machen, was die Genesung des Rückens nicht beeinträchtigt. Also alles, was nicht schmerzt.
Es bleibt somit beim stetigen Wechsel zwischen gehen, stehen und sitzen. Kurze Wege sind inzwischen möglich, einige Minuten stehen ebenfalls.
Die beiden mittendrin von mir geplanten und durchgeführten Augen-Operationen sind gut gelaufen. Hier soll ich einige Wochen nicht schwer heben, darf jedoch aufgrund des guten Verlaufs ab morgen wieder Autofahren. Ich brauche für die Nahsicht eine Brille mit 1,0 Dioptrin Ausgleich und für die Fernsicht nichts mehr. Die Brille trage ich also beim Autofahren nur, weil sie in den Führerschein eingetragen ist. Sonst kostet es nämlich Geld, sollte ich doch mal ohne Brille erwischt werden. Das wären dann immerhin 25 € und man könnte seitens der Polizei verfügen, dass ich das Auto stehen lassen und mit dem Bus heimfahren müsste. Die Umschreibung des Führerscheins ist bei mir aufgrund der vorhandenen Klassen mit einem augenärztlichen Gutachten verbunden, das ich erst in etwa sechs Wochen beauftragen kann. Die Umschreibung selbst kostet mich ein neues Passbild, die Kosten für das Gutachten und 34,70 € an Gebühren der Führerscheinstelle.
Ich mache fleißig morgens, mittags und abends komische Beckenbewegungen, die an liegendes Lambada-Tanzen erinnern. Dabei überlege ich, ob das nicht mal eine eigene Show wert wäre.
Der Humor ist geblieben, auch wenn ich noch unter Schmerzmitteln stehe.
Ich stöbere gern in den diversen Facebook-Gruppen und Kleinanzeigenportalen. Oft aus einfachem Interesse, wie die Marktlage für Gegenstände ist, die ich daheim aufbewahre. Ich lese Texte, schaue mir die Bilder an und wenn ich gebrauchte Dinge suche, geht es auch schon mal gezielt auf die Reise durch diese Angebotsportale. So auch kürzlich für unseren benötigten Fahrradträger für die Anhängerkupplung und aktuell mal wieder für eine andere Wohnung. Wobei Letzteres ein anderes Thema ist.
Was ich in vielen Anzeigen sehe, sind maßlos überzogene Preisvorstellungen. Gerade bei Fahrzeugen wie Anhängern und so ziemlich allem, was mit Fahrzeugen zu tun hat, werden Preise aufgerufen, die fernab von Gut und Böse sind. So sah ich heute einen mehr als 20 Jahre alten, verrosteten Anhänger einer Marke, die es nicht mehr gibt, verranzt, verbeult, mit Rostflecken in allen Ecken und mit dem Hinweis, dass er etwas Liebe benötigen würde, für 1.100 € Festpreis. Da hilft auch die Begründung eines historisch wertvollen Fahrzeugs nichts mehr. Der Verkäufer hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, das Teil wenigstens noch vorher vom Garagenstaub zu befreien.
Stichwort Mühe geben ist auch noch so eine Sache. Liebe Leute, wenn ihr euren Wohnwagen verkauft, räumt die Kiste wenigstens auf und fotografiert erst dann, wenn es nicht mehr aussieht, als hättet ihr euch kurz nach einer Orgie dazu entschlossen, den Müllhaufen zu verscherbeln. Da hilft auch nicht der niedliche nasse Vierbeiner auf dem Bett und das Spiegelbild des Fotografen mit freiem Oberkörper und in Unterhose beim fotografieren des vergilbten Bades mit auftapezierten Blümchen.
Auch wenn ich schon lese, dass „liebevoll selbst ausgebaut“ wurde und dann die blanken OSB-Platten-Selbstbauschränke schon das zulässige Gesamtgewicht in Gefahr bringen, fällt mir nichts mehr ein. Dagegen sind überdekorierte Wohnmobile, die voller Stolz ebenfalls als „liebevoll und aufwändig renoviert“ präsentiert werden, mit normalen Tapeten und rosa Anstrichen der ursprünglich mit Buchenholz laminierten Möbel schon fast normal. Da wird die Toilette aus dem Camper rausgerupft, um aus dem Raum eine Rumpelkammer, Verzeihung einen Kleiderschrank zu machen. Das selbst gebaute Festbett wird als praktisch in den Maßen 180 cm mal 140 cm angepriesen und als Raumsparwunder dargestellt. Natürlich ist der Wohnwagen trocken und bis auf den behobenen Wasserschaden im Heck, der nur noch etwas Farbe braucht, sofort reisebereit.
Ich neige gerade bei den vielen Anfragen von Neulingen in der Camperwelt dazu, ihnen meine Hilfe bei der Besichtigung ihres Objekt der Begierde anzubieten. Mich beschleicht das Gefühl, dass momentan derart viele Bekloppte und Betrüger inserieren, dass man nur noch mit viel Erfahrung davor bewahrt wird, auf solche Leute reinzufallen und viel Geld für Müll auszugeben. Und damit meine ich keineswegs die offensichtlichen Betrüger, die Vorkasse per PayPal friends verlangen oder ein Wohnmobil mit 35.000 km Tachostand und vier Jahren auf dem Buckel für 20.000 € anbieten. Wo dann das gute Stück zufällig gerade in Finnland steht und für die Überführung 500 € Vorschuss an eine Transportfirma nötig sind. Wer darauf reinfällt, hat es nicht anders verdient.
Nein, vielmehr sind es die Leute mit der festen Überzeugung, dass mit gebrauchten Dingen ein derart gutes Geschäft zu machen ist, dass eine Aufwertung durch die Anbringung von LED-Stripes vom Lidl automatisch zu einer Aufwertung von 1.000 € wegen des „stylischen Upgrades“ führen muss. Ich wünsche diesen Menschen keinen Verkauf. Obwohl sich leider immer wieder ein Dummer findet. Aber das ist ja ohnehin meine Theorie zum Untergang der Menschheit. Wir werden uns aus purer Blödheit selbst vernichten, weil irgendjemand irgendwann den falschen Knopf drückt oder statt einer Flasche Cola das Tor zur Hölle öffnet. Die Kleinanzeigen sind nur die Vorstufe dazu.
Ich konnte gestern bereits 750 Meter Strecke zart bergauf und bergab mit zwei Unterbrechungen (einmal stehen bleiben und einmal zwei Minuten hinsetzen) gehen. 15 Minuten an der Bushaltestelle stehen, um auf den Bus zu warten, war dann doch noch nicht drin und ich musste mich immer wieder mit dem dicken Pummelhintern anlehnen.
Um nicht allzu sehr die Nerven meines Arbeitgebers und der Kollegen zu strapazieren und mich nicht so überaus stark zu langweilen, habe ich letzte Woche dann auch die erste von zwei Operationen zur Entfernung des Grauens Stars hinter mich gebracht. Wenn ich sowieso krankgeschrieben bin und nutzlos in der Gegend herumrekonvalesziere, kann ich auch diese Operationen gleich mitmachen lassen.
Ich bin jetzt also langsam, atemlos wie immer und habe ein Auge wie ein Bernhardiner. Nicht so plüschig umrahmt, aber so blutig unterlaufen.
Fast jeden Tag ist aktuell irgendein Arzt- oder Therapietermin und ich mache drei Kreuze, wenn ich das alles hinter mir habe.
Nach der erfolgten Katarakt-Operation (Entfernung Grauer Star im rechten Auge) erlebe ich Dinge, über die mir vorher niemand Auskunft geben konnte. Ich bin bekanntlich Brillenträger und trage schon sehr lange eine Gleitsichtbrille. Das heißt, ich bin ich der Weite kurzsichtig und in der Nähe weitsichtig.
Nun habe ich bei der Wahl der künstlichen Linse im rechten (und bald auch im linken) Auge eine solche mit scharfer Sicht in der Ferne gewählt, damit ich im günstigsten Falle nur noch eine Lesebrille oder eine Gleitsichtbrille mit dem Nachsichtbereich unten und Fensterglas oben benötige.
Nach den Messungen am Dienstag dieser Woche habe ich auf dem rechten Auge bereits eine Sehkraft von 60 Prozent ohne Brille. Damit liege ich schon jetzt über der Sehkraft, die ich vorher hatte und die durch die Brille ausgeglichen wurde. Und hier beginnt die seltsame Sache.
Gehe ich momentan ohne Brille durch mein Leben, sehe ich mit dem rechten Auge in der Ferne alles scharf und mit dem linken alles unscharf. Setze ich die Brille auf, erblicke ich mit dem rechten Auge alles unscharf und mit dem linken Auge scharf. Das ist nur ein vorübergehender Zustand, denn die Sehkraft des operierten rechten Auges soll sich stetig verbessern. Dieser Prozess soll ca. 6 Wochen dauern, es braucht also Geduld. Der scharfe Sichtbereich beginnt bei etwa 40 cm Entfernung vom rechten Auge, wobei der scharfe Sichtbereich des linken Auges bereits bei 30 cm Entfernung endet. Es gibt also einen Bereich, der aktuell nicht scharf abgebildet wird. Das sorgt im Hirn für etwas Verwirrung, wird sich jedoch irgendwann von allein erledigen.
Durch die Einblutungen in die Bindehaut des rechten Auges (was vorher auch niemand erzählt hat, obwohl ich dadurch aussehe wie mit den Augen eines Bernhardiners versehen) habe ich ab und an noch im äußeren Sichtfeld Effekte wie den Blick durch Wellen. Insbesondere schnelle Augenbewegungen sind noch nicht so perfekt wie vorher und schmerzen etwas. Doch auch das wird von Tag zu Tag besser.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ganz besonders, was das rechte Auge macht, wenn das linke Auge in der übernächsten Woche operiert ist. Das wird noch eine spannende Angelegenheit. Ich werde berichten.
Ich darf aktuell nicht – mich bücken – Lesen – etwas tragen – Autofahren – lange durch die Gegend laufen (bergauf tut ohnehin weh und nach bergab kommt bergauf) – Staubsaugen – Basteln – mehr als vom Hals ab duschen – Schwimmen (höhö, kommt mir gelegen) – viel vor dem Bildschirm sitzen.
Ich darf vielmehr – alle 2,5 Stunden Augentropfen einträufeln – Fernsehen – mit Augenklappe schlafen – Essen – Trinken – Telefonieren
Ich fühle mich etwas nutzlos und ausgebremst. Und wenn mir jetzt noch einmal jemand sagt, dass das alles ja auch wieder vorbeigeht, dann schreie ich. Wobei das den Augendruck erhöhen könnte und wohl ebenfalls verboten ist.
Ich überlege, ob ich mir Geschichten ausdenke und in Text-to-speech einspreche. Mir fällt außer langweilig aber nichts ein. Immerhin darf ich heute zur Physiotherapie fahren. Mit dem Bus, was ich überhaupt nicht leiden kann. Ich hoffe auf neue Übungen und weitere Schritte zu mehr Beweglichkeit des Rückens. Fahrzeit sonst: 20 Minuten mit dem Auto. Fahrzeit mit dem Bus: 58 Minuten oder 25 Minuten mit 26 Minuten Wartezeit. Yeah, gelobt sei der ÖPNV.
Gestern war „der große Tag“ mit der Durchführung der geplanten Operation meines Grauen Stars im rechten Auge. Vorweg sei gesagt, dass alles gut verlaufen ist, glaube ich meinen heutigen Eindrücken und den Worten der untersuchenden Augenärzte.
Vor der gestrigen Abfahrt von zuhause musste ich mit vorher ausgehändigte Augentropfen in das zu operierende Auge geben. Kurz nach dem erfolgreichen Einträufeln sah ich auf dem rechten Auge alles doppelt und etwas verschoben übereinander liegend. Das ist eine Herausforderung an Bordsteinkanten und Treppenstufen. Ich bin mit dem Bus zur Augenarztpraxis gefahren und wurde zum Termin in den OP-Bereich hineingerufen. Nach kurzem Abgleich der Daten musste ich meine Wertsachen in ein Schließfach legen und den Schlüssel einstecken. Meine Jacke konnte in einem Garderobenmöbel aufgehängt werden. Noch am Tresen erhielt ich sitzend eine Salbe an das untere Augenlid, weitere Tropfen in das Auge und einen farbigen Klebepunkt über das Auge. Letzterer dient zur Sicherheit, dass auch wirklich das richtige Auge operiert wird. Nebenbei erwähnt: Bei den letzten beiden Operationen erhielt ich ebenfalls Markierungen als Zeichen, welche Seite betroffen, bzw. dass ich das letzte Aufklärungsgespräch erhalten und meine Identität geklärt ist.
Nach diesen ersten Vorbereitungen wurde ich in den Warteraum geleitet und nahm als dritter Patient in der Wartereihe Platz. Wenige Minuten später bekam ich einen Einwegkittel, eine Haube für die Haare und Überzieher für die Schuhe angezogen. Ich musste mich erstmals nicht für eine Operation entkleiden. Die beiden Patienten vor mir wurde abgeholt und währenddessen erschienen immer wieder Patienten mit Augenverband in Begleitung von Personal aus dem OP-Bereich in den Wartebereich hinein. Ich habe in der kurzen Wartezeit die Aufklärung für das Verhalten nach der OP viermal mit angehört.
Dann war ich dran und wurde vom Anästhesisten zu einem der beiden fahrbaren OP-Stühle geleitet, die aussehen wie Frisörstühle ohne Waschbecken. Mit wurde der Blutdruck gemessen, ein Zugang für die Injektion des Narkosemittels gelegt und auch kurz darauf eingespritzt. Ich habe absolut nichts von einer fehlenden Zeit gemerkt. Für mich verging die Zeit in Narkose ohne jeden Bruch im Übergang und ohne jede Wahrnehmung. In dieser Zeit wurde mir rechts unter das Auge ein Medikament gespritzt, dass das Auge lähmt, ohne das andere Auge zu beeinflussen. Wie gesagt, von der Spritze weiß ich absolut nichts und sehe nur heute den kleinen Bluterguss unter dem Auge.
Mitsamt dem Stuhl fuhr man mich in den Operationssaal und mein Gesicht wurde abgedeckt. Ich konnte mit dem linken Auge nur noch durch die Gaze hell und dunkel unterscheiden. Das rechte Auge war blind und gefühlt einfach nicht da. Witzig war, dass der operierende Arzt Anweisungen gab, die Augen auf und zu zu machen und ich den Befehl vom Gehirn gab, das linke Auge auch gehorchte und das rechte es offenbar auch tat. Es fehlte nur die optische und sensorische Rückmeldung, die man so gewohnt ist. Da war ja rein gefühlsmäßig kein Auge mehr.
Ich fühlte an der Wange eine Flüssigkeit laufen und der Operateur erklärte mir, dass nun die alte Linse entfernt sei. Dann berichtete er, dass die neue Linse eingefügt sei und kurze Zeit darauf, dass alles gut gelaufen wäre und ich jetzt wieder zurückgebracht würde. Während dieser recht kurzen Zeit hörte ich nur die leise Musik im Operationsraum und ein leises Sirren des Lasers. Ich spürte keine Manipulationen, sah nichts und fühlte lediglich Flüssigkeit an der Wange.
Im Raum mit den Frisörstühlen durfte ich wieder aufstehen, wurde in den Warteraum geführt und bekam die Aufklärung zu hören und ein Medikament zur sofortigen Einnahme, den OP-Bericht für Hausarzt und entsendenden Augenarzt, eine Notfallnummer der Operateurs („Anrufen, wenn etwas Schlimmes ist“) und ein Rezept für Augentropfen, sowie eine weitere Tablette für die Einnahme am Abend (Antibiotikum zur Verhinderung einer Infektion).
Mit Augenverband und einem Kunststoffschutz darüber bin ich in Begleitung der Liebsten mit dem Bus nach Hause gefahren. Ich war etwas platt, mir liefen die Tränen aus dem rechten Auge und ich hatte oben rechts ein Fremdkörpergefühl, dass mich im Normalfalle zum Herausreiben gezwungen hätte. Das ging nun nicht und war auch absolut verboten. So schaute ich noch etwas Fernsehen, was erlaubt war , hatte keinen Appetit und ging um 19.00 Uhr schlafen. Gegen 01.00 Uhr wurde ich wach, musste zur Toilette und öffnete unwillkürlich das rechte Auge und konnte durch den Verband zwischen hell und dunkel unterscheiden. Ich konnte also sehen. Beruhigt und mit Fremdkörpergefühl ging ich wieder schlafen und habe auch bis 05.00 Uhr zum Weckerklingeln gut geschlafen. Der Verband war durch die Tränen völlig durchnässt und der Augenschutz aus Kunststoff voller Kondenswasser. Den Schutz soll ich mir die nächsten Wochen noch vor dem Schlafengehen über das Auge kleben, damit ich mich nicht unwillkürlich verletze oder das Auge reiben kann.
Heute fuhr ich mit dem Bus zu meinen Augenarzt, der Verband wurde entfernt und die ersten Tests ergaben schon jetzt eine Sehkraft von 60 Prozent auf dem rechten Auge. Das reicht noch nicht zum Autofahren, lässt mich aber mit meiner Brille schon extrem scharf und hell sehen, was vorher nicht mehr möglich war. Decke ich jetzt das rechte Auge ab, ist die Sicht mit dem linken Auge allein deutlich dunkler als mit rechts allein.
Ich habe aktuell noch einen kleinen Bluterguss neben der Pupille, wie bei einer Bindehautentzündung. Das wird sich jedoch nach Angabe der Ärzte schnell wieder geben. Der Bluterguss unter dem Auge, von der Spritze verursacht, wird sicher auch in den nächsten Tagen verschwinden.
Insgesamt ist jetzt meine Angst weg und ich brauche nur noch Ruhe, darf mich nicht bücken oder schwer heben, kein Fitness machen und nicht Radfahren, da mir etwas ins Auge fliegen könnte. Ich darf keine Seife oder Shampoo ins Auge bekommen und muss eben den Augenschutz in der Nacht tragen. Das ist alles erträglich, vergleiche ich es mit dem Zustand vorher, wo der dicke Fettfleck im Sehbereich des rechten Auges zu starken Einschränkungen führte und ich auch erst jetzt bemerke, wie auch schon die Sehkraft des linken Auges beeinträchtigt ist. Die Erblindung ist schleichend und nur der Fettfleck hat mich davor bewahrt, dass ich irgendwann durch die Gewöhnung an das schlechte Sehen große Fehler gemacht hätte.
In einer Woche wird noch einmal kontrolliert, ob alles gut ist und in zwei Wochen ist das linke Auge dran. Dann wieder Nachkontrolle, erneute Kontrolle beider Augen, danach wieder links und nach insgesamt etwa sechs Wochen kann ich mir eine passende Brille machen lassen. Oder ich benötige nur noch eine Lesebrille. Das wird sich zeigen.
Ich schreibe diesen Bericht für mich und für alle diejenigen Lesenden, denen eine solche Operation empfohlen wurde und die Angst davor haben. Denn die hatte ich auch. Nun nicht mehr.
Sieht schlimm aus und Bilder mit der Selfie-Cam des Handys ja sowieso.
Und ich bin rechts nicht rasiert, weil da heute früh noch zwei Pflasterstreifen zur Fixierung des Augenschutzes klebten. Immerhin bin ich ja auch schon ein alter Mann und gehe heute nicht mehr aus dem Haus. 🙂
Ich habe mich getraut, nun endlich diesen Song in die Welt zu lassen, den ich mir schon im Jahre 1999 ausgedacht hatte. Der Text wurde von mir im vergangenen Jahr noch einmal überarbeitet und die damals entstandene Musik durch eine von mir beauftragte und bezahlte AI (im Volksmund KI abgekürzt) überarbeitet. Dieser Prozess war keineswegs so einfach, wie man sich die Arbeit mit einer KI so vorstellt. Zumal ich den Song genau so behalten wollte, wie ich ihn mir damals ausdachte.
Das Bild habe ich dann doch mangels wirklich guter Vorlagen aus meinem eigenen Fundus entsprechend meiner Vorgaben von einer schnöden und unbezahlten KI machen lassen.
Und da ist er nun, 26 Jahre nach den ersten Versuchen ist er in der Welt. Schauen wir mal, was daraus wird.
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