Aktuelle Aufgaben- und Vorhabenliste

Ab und an erstelle ich mir auf meinen kleinen Notizklotzzetteln eine Liste. Immer dann, wenn ich das Gefühl habe, den Überblick zu verlieren oder vor Augen eine Liste benötige, um nichts zu vergessen. Heute gibt es also mal die Liste hier, also diejenige mit den mir aktuell selbst gestellten Aufgaben und Vorhaben.

  • Kontakte zu den Lego-Eisenbahnmitbauenden und den drei Raumgebenwollenden aufnehmen bzw. weiter ausbauen.
  • Klassentreffen Briefe schreiben und den Rest der Mitschüler/innen suchen.
  • Großcousine kontaktieren und Treffen vereinbaren, um die Ahnenforschung weiterzuführen und die Sache mit den Stolpersteinen zu klären.
  • Türbeleuchtungen am Auto installieren
  • Lied für die Enkeltocher vorstellen und ihre sicher vorhandenen Wünsche einarbeiten.
  • Wohnung suchen.
  • Urlaubsreise für den Fall der Nichtbeschäftigung planen und durchführen.
  • Jobsuche mit Bewerbungen schreiben.
  • Lesungsorte suchen.
  • Personenbeförderungsschein machen.
  • Rechtes Auge den Nach-Star lasern lassen (Termin habe ich schon).
  • Mindestens vier Konzerte in diesem Jahr besuchen.
  • Den Reha-Sport durchziehen.

Wenn mir noch etwas einfällt, ergänze ich. Das sind zumindest erst einmal die Dinge, die ich im Laufes der nächsten beiden Monate erledigt sehen möchte.

Zwischenzeugnis

9 Arbeitstage plus zweieinhalb Wochen Urlaub vor meinem Ausscheiden habe ich vom jetzigen Arbeitgeber mein Zwischenzeugnis erhalten. Angefordert im November, angekommen nach mehr als zwei Monaten und kurz vor dem ohnehin notwendigen Ausstellen des endgültigen Zeugnisses. Auf dem ich trotz Rentenbeginn bestanden habe. Ich suche ja nun einen Job ab dem 01.03.2026.

Das Zwischenzeugnis ist übrigens drei Seiten lang. Ebenso wie mein Lebenslauf.

Bssss – machten die Gedanken

Und dann war da schon wieder dieser Effekt, den ich von meiner größeren kleinen Schwester her kenne und nun auch von meiner Enkeltochter. Denn dass es da eine unerklärliche Gedanken- und Gefühlsverbindung gibt, ist uns bekannt und wird auch gelebt.

Die Kleine hat es jedoch gestern auf die Spitze getrieben. Kurz erzählt geht es darum, dass ich seit geraumer Zeit meine alten Texte und Gedichte zu Liedtexten umschreibe und alles nach und nach mit diversen Softwares versuche zu netten Liedern umzugestalten. Mal in deutscher und mal in englischer Sprache. Am Wochenende kam mir die Idee, ich könne ja mal meine Enkeltochter mit ihren zarten acht Lebensjahren und jeder Menge Schreibtalent (sie hat mir nun inzwischen schon zwei kleine Bücher geschrieben) um einen Liedtext zu bitten. Wie geschrieben, es war nur eine Idee, an die ich allerdings sehr oft gedacht habe.

Nun sehe ich die Kleine aber nur alle paar Wochen mal und gestern Abend sollte ich die Liebste bei den Kindern und Enkelkindern abholen, weil sie dort die beiden Kleinen ins Bett gebracht hat. Es gab noch etwas mit dem Schwiegersohn zu klären und ich sollte nicht wie üblich draußen warten, sondern hereinkommen. Meine liebste Enkeltochter war entgegen der sonstigen Gewohnheiten noch wach und ich nutze die Gelegenheit, sie um einen Liedtext zu bitten. Zur Antwort erhielt ich „Habe ich schon, gestern geschrieben. Hier, in einer Fantasiesprache.“ Zack! Fertiger Liedtext, Fantasiesprache, wunderbar wird es, damit zu arbeiten.

Und bsssss, die Gedanken flitzen wieder heimlich hin und her. Mal sehen, was sie zu dem (vorläufigen und vorgeschlagenen) Ergebnis sagt. Wollt ihr es dann auch hören, oder soll ich es euch vorenthalten?

Wenigstens ein netter Spamer

In der Spamkommentar-Liste dieses Blogs fand ich heute den Eintrag einer mir völlig unbekannten „Person“ mit Angabe der Url zu einer Pornoseite und dem Kommentar mit der Frage, wie es mir geht.

Immerhin nett und relativ unauffällig. Gegenüber dem sonstigen Spam auffallend minimalistisch und höflich.

Hat aber nicht geholfen.

Kleinanzeigen – auch mal positiv

So langsam habe ich den Eindruck einer Kausalität zwischen diesem Online-Kleinanzeigenportal und meinen Schmerzen beim Verkauf.

Ist es mir völlig egal, ob ich das angebotene Ding verkaufe oder nicht, gehen mir die Vollidioten von Käufern rasant auf den Geist und rauben mir den letzten Geduldsfaden. Ab und an verschenke ich dann den Kram über eine örtliche Sperrmüllrettergruppe oder werfe es dem Recyclinghof in die Container. Einfach weil ich mich nicht mehr diesem Stress aussetzen will.

Verkaufe ich etwas, woran mein Herz hängt, wo ich leide, dann liegt das Zeug wie Blei über fünf oder sechs Kleinanzeigenveröffentlichungszeiträume im virtuellen Regal. Sehr viele haben sich die Anzeige gemerkt, wie ich sehe. Niemand reagiert auf Preissenkungen oder fragt mal etwas an. Nicht einmal die oben benannten Vollidioten. Die andere Variante ist dann die, die heute passiert ist. Ich habe meine Sammlung von Lego Technic-Modellen als geballte Ladung angeboten. Es meldet sich genau ein Interessent, fragt, ob am Preis etwas zu machen wäre und macht einen Vorschlag. Gerade, klare Mail, kein Schnickschnack und er stellt mir zur Auswahl PayPal friends (niemals, nienichtniemals machen!) oder Barzahlung bei Abholung, was ohnehin meine einzige Zahlweise im Angebot war. Ich nenne Barzahlung, denke mir meinen Teil und wir verabreden eine Abholzeit. Ich bleibe skeptisch, ob der Wagen kaputt, die Frau krank ist oder der Geldautomat keine Scheine mehr hat. Der Käufer bittet zwei Stunden vor dem Termin um Verschiebung um eine halbe Stunde später. Auch das habe ich erwartet und bleibe skeptisch.

Was soll ich sagen? Der Käufer ist pünktlich, zahlt anstandslos in bar den vereinbarten Preis, ist begeistert und alles ist gut. Bis auf mein trauriges Herz, weil ich wieder ein Stück Leben von mir weggebe. In gute Hände, wie mir scheint.

Was lerne ich daraus? Verschenke, was Du nicht brauchst und bleibe beim Verkauf geliebter Dinge offenherzig und wachsam. Ich hasse Kleinanzeigen wegen dieser Masse an Vollidioten dennoch. So!

Bevor ich es vergesse

Bevor ich es vergesse, schreibe ich es lieber gleich an dieser Stelle auf.

Am 01.09.2026, also in etwas mehr als sieben Monaten, blogge ich offiziell seit 22 Jahren. In Computerjahren sind das dann 220 Jahre. Was mich dazu berechtigt mitzuteilen, dass das dann meinem eigenen, bisher gefühltem Alter schon sehr nahe kommt. Um es zu erklären, es sind immer noch nur 256 Jahre. Womit ich gefühlt seit 2003 nicht mehr älter geworden bin, was das Seelische angeht. Über den Körper will ich an dieser Stelle nicht schreiben. Das macht mich nur depressiv.

Also dann, ganz nebenbei erwähnt sei noch, dass ich dann auch gemäß dieses einst festgelegten Datums seit dann 27 Jahren Geschichten aufschreibe und mich an Musiktexten versuche. Relativ erfolglos, womit ich jedoch einwandfrei leben kann. Mit Berühmtheit kann ich nämlich nur temporär umgehen.

Von daher ist alles gut und der Chronistenpflicht ist Genügen getan.

Um es mit Jethro Tull zu sagen: „Too old to Roch´n´Roll, too young to die“.

Aufarbeitung eines alten Textes

Ich habe einen meiner sehr, sehr alten Texte zu einem Liedtext umgeschrieben. Das war keineswegs einfach und brauchte etwas Übersetzungshilfe. Nur um es dann doch wieder in die deutsche Sprache zurückzubringen. Der Text selbst stammt aus den Zeiten vor diesem Blog, also noch deutlich vor 2003. Er war geschrieben aus der Depression heraus und zugleich für den Gedanken, dennoch weiterzuleben, weiterzumachen und aus jedem noch so beschissenen Tag etwas Gutes zu machen. Bei meinen Lesungen ist er der letzte Text, den ich lese. Und für den es immer unglaublich viel Beifall gibt. Obwohl er anfangs schockiert und später erleichtert und motiviert. Im Liedtext habe ich das verändert. Sonst schalten die Hörenden nach 90 Sekunden ab.

Und ich habe ihn meiner liebsten Sample-Software als Futter angeboten.

Nach einigem Herumschrauben und Ausprobieren hat mich das Ergebnis gefreut und heute, nach ein paar Tagen des Ruhenlassen dann doch zu kleinen Tränen gerührt.

Ich mag nun den Text auch als Song. Mal schauen, ob ich irgendwie noch die Noten erzeugt bekomme. Die virtuelle Software-Schublade ist ja noch älter als meine Texte.

Extrawurst

Wir haben gestern im Kino den Film „Extrawurst“ mit u.a. Hape Kerkeling in der Hauptrollen gesehen.

Abgesehen vom großen Spaß, den mir dieser Film mit seinen wunderbaren Schauspielenden gemacht hat, trifft er die bittere Wahrheit des Alltags-Rassismus und des ständigen Schwanzvergleichs genau auf den Punkt.

Schade ist nur, dass vermutlich niemand den Film sehen wird, der diese Form von schlechtem Miteinander aus Dummheit oder Überzeugung lebt.

Die Kleinigkeiten eines vollen Tages

Um 4.00 Uhr piepst der Wecker. Aufstehen, Toilette, Kaffee vom Automaten machen lassen und während zwei Becher Kaffee ohne sonst etwas darin den Weg in mich hinein finden, lese ich Mails, facebook, die wenigen Blogs und schreibe etwas.

Nach Bad und Toilette verlasse mit geschmiertem Brot und Getränkeflasche im Rucksack gegen 05.50 Uhr das Haus. Gegen 06.20 Uhr habe ich Fahr- und Fußweg hinter mir und checke mich im Haus des Arbeitsplatzes der Hauptarbeit ein. Gestern war es ereignislos, abgesehen von einem Selbstlern-Lehrgang über KI-Einsatz und meinen nachfolgenden eigenen Recherchen in Sachen KI und Urheberrecht. Natürlich war das eine Recherche ohne Einsatz von KI: Ich bin jetzt schlauer als vorher und habe bisher alles richtig gemacht.

Verabschiedung einer Kollegin, die gekündigt hat, um umzuziehen, ein Haus zu renovieren und noch keinen neuen Job hat. Bis auf den Umzug habe ich alle dieser Fehler auch schon gemacht. Ich wünsche ihr viel Glück und gutes Gelingen.

Interviewvorbereitung und Interview mit einem Moderator des WDR, der mich am Dienstag angerufen hatte, weil ich vor langer Zeit mal eine Bewerbung für eine Sendung abgesandt hatte. Ich wäre sensationell gut vorbereitet und ein perfekter Interviewpartner sprach man. Das freute mich dann doch sehr.

Meinen Praktikanten hatte ich ausgeliehen und dort blühte er auf. Er darf wohl in der nächsten Woche noch einmal dort hin.

Gegen 16.15 Uhr machte ich Feierabend, fuhr heimwärts und machte per Mail vorher noch einen Termin für Sonntag mit einem Käufer bei Kleinanzeigen klar. Ob das klappt, glaube ich aufgrund meiner Erfahrungen mit Kleinanzeigen erst, wenn es passiert ist. Kurz nach 17 Uhr war ich daheim, stellte mir den Eintopf in die Mikrowelle, sprach kurz mit der Liebsten, die erschöpft von ihrem Wandertag zurück war und hatte dann von 18.00 Uhr bis 20.20 Uhr eine Videokonferenz im Nebenjob. Ich konnte loben, trösten, helfen und mir neue Aufträge abholen.

Danach noch den Flüssigkeitsstand im Körper wieder auffüllen, ein kleines Spiel am Tablet vor dem Fernseher und um 21.00 Uhr lag ich schlafend im Bett.

Wenn ich mir diesen ganz normalen Tag ansehe, wundert es mich nicht, wenn man von einem schnellen Zeitablauf spricht und davon, dass einem die Zeit davonrennen würde. Aber hej, besser so als nichts zu haben und nichts zu tun. Ich bin es zufrieden und das ist wichtig.

Was bleibt ist Unsicherheit

Ich hatte gestern ein Vorstellungsgespräch. Beworben hatte ich mich für eine Tätigkeit als Arbeitsvermittler in einer Maßnahme bei einem sozialen Bildungsträger. Teilzeit, ab sofort, kirchlicher Tarifvertrag, gute Maßnahme und für mich ein bekannter, solider Träger.

Im Gespräch stellte ich fest, dass die Entscheiderinnen für dieses Projekt voller Begeisterung sind und für ihre Arbeit brennen. Ich hingegen habe mich aller gebotenen Begeisterung für meine Arbeit dargestellt und meines Erachtens gut verkauft.

Ich habe noch weitere Bewerbungen laufen, es steht nun seit gestern doch noch ein Gespräch mit der Chefetage an und ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich nahtlos für 1.100 €uro brutto weniger im Monat für 6 Monate und danach für weitere 12 Monate befristet angestellt sein möchte. Im schlimmsten Falle bin ich dann fast 68, wenn ich wieder einen Job suchen müsste. Leichter wird es mit den Jahren sicher nicht.

Nun, man führt jetzt weitere Bewerbergespräche und wird sich melden. Was in mir zurückbleibt, ist die Unsicherheit.