Britische Forscher wollen ja festgestellt haben, daß Kolibaktierien aus dem Klo beim Betätigen der Klospülung bis zu 3 Meter weit in den Raum geschleudert werden. Also solle man Zahn- und Haarputzdinge am besten hinter verschlossenen Türen unterbringen.
Nun stelle ich mir seitdem jeden Morgen vor, wie diese Millionenschaft meiner hausgemachten Kolibakterien beim Betätigen der Spülung mit voller Wucht gegen die ca. 1,5 m entfernte Wand klatschen. Da der Dreimeterschwung ja nicht voll ausgenutzt wird, dürfte der Effekt recht dramatisch sein.
Wenn ich nun wüßte, ob diese Bakterien weich und gummiartig oder eher fest und zerbrechlich sind, dann wüßte ich ja, ob meine Zahnbürste in Gefahr ist oder nicht. Denn beim Bakterien-PingPong von Wand zu Wand könnten diese kleinen Biester ja durchaus noch eine Weile von Wand zu Wand donnern und irgendwann entweder mich beim Händewaschen erlegen oder eben im Geflecht der Zahnbürste landen.
Wobei das ja dann durchaus eine Erklärung für Mundgeruch sein könnte. "Du stinkst aus dem Mund wie eine Kuh aus dem Ar…." hat jetzt, dank englischer Forscher, endlich eine simple Erklärung gefunden. Es sind keine faulen Zähne oder ein kaputter Magen, es sind ganz einfach die vermeindlich runtergespülten Kolis.
Also ich drücke jetzt künftig in meinem kleinen Bad mit einem langen Stock von der Tür aus die bewußte Taste und schließe blitzschnell die Tür. Dann warte ich, bis das zarte "tong" und "klatsch" der zerschmetternden Bakterien vorüber ist. Durch das Schlüsselloch führe ich dann Desinfektionsspray ein und nach der Wartezeit von einigen Minuten betrete ich dann das Bad zum Händewaschen.
Einzig blöde ist es, daß ich mit ungeputztem Hinterteil und demzufolge runtergelassener Hose im Flur stehen muß. Irgendwie ist die Sache mit der Forschung wohl doch nicht ganz ausgereift, oder?