Ich bin tot, erledigt, aus, Schluß.
Actionpainting mit der Jugendgruppe und das bedeutet: Darauf achten, daß möglichst wenig Farbe auf die Umwelt gerät, obwohl wir schon draußen im Freien „gemalt“ haben. Was allerdings schwierig ist, weil auch der 10 Meter entfernte Holzzaun nun farbig ist. Und die Klamotten der Kinder. Und der Rasen. Und natürlich das alte Bettlaken. Zum Schluß malten sie mit Händen und allem, was nur irgendwie zum Malen, Farbenverschmieren und Wegkratzen geeignet war. Die letzten 15 Minuten hat sich dann meine Mitarbeiterin um einen langsamen Ausklang bemüht, während ich schon mal angefangen habe, die Gerätschaften zu reinigen. Die Waschbecken habe dann nach dem Händewaschen der Kinder wiederum ich geputzt. Ich vermute mal, die Reinigungskraft hätte mich ermordert, wenn ich die Becken so hinterlassen hätte, wie sie von den Kindern vollmundig als „alles wieder sauber“ gepriesen wurden. 😀
Unmittelbar danach „Offene Tür“ und dort hatten heute entweder alle etwas im Trinkwasser oder hatten „Hormone“. Lediglich die letzte halbe Stunde wurde dann ruhig. Vorher pendelte ich zwischen einem gebrüllten „Ey!!“ und Käsetoastmachen hin und her. Ich hätte heute 20 Arme gebraucht und 8 Augen, verbunden mit 12 Stimmen. Die lieben Kleinen eben in Hochform 😀
Jetzt habe ich dicke Beine, bin platt und mag nicht mehr. Eben habe ich mir noch einen Salat gemacht, den ich gleich genüßlich in mich reinschieben werde. Warum eigentlich müssen heutzutage die alten Männer Jugendgruppen leiten. Wo sind die 25-Jährigen, denen das besser zu Gesicht stehen würde?
@Heike:
Wo bitte steht hier jemals irgendetwas davon, daß CeKaDo nicht mit seiner Tochter zurechtkommt *wunder* Ich les eigentlich nur von "normalem" Teenie-Eltern Problemen und habe durchaus den Eindruck, daß die Beiden prima miteinander klarkommen…
@CeKaDo
Das mit dem "durchziehen" hab ich wohl ein bißchen zu flapsig getippt… Es ist wirklich nicht so, daß es da ein fixes Programm gibt und das wird "auf-Teufel-komm-raus" durchgezogen.. nein nein…
@ Jeanie: "Programm durchziehen" finde ich gräßlich. Ich bin fortwährend gefordert, meinen Gesamtauftrag nicht aus den Augen zu verlieren und finde es jedesmal spannend, daß ich es bei aller Flexibilität schaffe, den zu erfüllen. Andererseits ist es Tradition in Jugendgruppen, daß es immer wieder Überraschungen im geplanten Ablauf gibt. Das ist ja grad das Spannende daran.
@ Heike: Hatte ich etwas von "nicht zurecht kommen" geschrieben?
Im Gegenteil: Die Arbeit macht mir Spaß und die Kinder kommen gern immer wieder.
Tipp von mir: Beitrag nochmals lesen. Auch den mit der Tochter.
Mich wundert das gar nicht. Wenn man schon nicht mit einer einzigen Tochter zurecht kommt, warum sollte man dann mit einer Jugendgruppe zurecht kommen?
Du hast mein vollstes Mitgefühl und auch meine absolute Hochachtung, daß Du das machst!!!!
Meine Schwägerin leitet die Jugendgruppe der Großen – nur 5 – 6 Mädels zwischen 12 und 14. Man sollte meinen, ein total leichter Job! Ich höre Woche für Woche Gruselstories wie es da zugeht, welch ein Gezicke, fast nie kann sie das geplante Programm ganz duchziehen…
Oder auch, wenn ich mal zu den Kindern in die Schule komme, weil ich mit der Lehrerin was besprechen muß – ich würde mit dieser Meute keine Viertelstunde klarkommen! (2. und 4. Klasse – zur 6. komme ich nie)
Chapeau!