2025, uff.
Da war ja mal gut etwas los, wenn ich mich anhand der Fotos in meinem Handy so richtig erinnere.
Es begann mit dem Jahreswechsel an der Nordsee mit guten Bekannten gemeinsam in einer Ferienwohnung. Deren Vermieterin habe ich dann fairerweise bei der Rückgabe der Wohnung gezeigt, wo sie nachbessern müsste, damit es zukünftig bei booking.com keine miesen Bewertungen gibt. So bin ich und ich fühle mich besser dabei, als wegen irgendwelcher eigenen Blödheiten schlechte Bewertungen zu schreiben. Immerhin war es schön an der Nordsee, auch wenn wir damals nicht ahnen konnten, dass zu Ostern die Bekannte urplötzlich übelst verreckt ist (tut mir leid, anders kann ich es nicht ausdrücken).
Im Januar habe ich das VW Discover Media aus unserem Tiguan rausgeschmissen und ein China-Gerät mit Android testweise eingebaut. Nachdem der Verkäufer jedoch einige technische Mängel bei der Anbindung an das Fahrzeugmenü nicht regeln konnte, bekam ich mein Geld zurück und habe das Teil noch immer im Schrank liegen. Das Gerät braucht einen Golf 7, den der Schwiegersohn hat, das Gerät aber nicht will.
Im Januar waren wir auch im Miniaturwunderland in Hamburg, gemeinsam mit den Kindern und Enkelkindern. Das war wundervoll und ich Opa freue mich riesig über die Freude und das Staunen der Kleinen. Die Enkeltochter hat beim Gang durch die Mönckebergstraße erstmals „Stolpersteine“ gesehen und über die böse Vergangenheit Deutschlands erfahren.
Auch noch im Januar haben wir ein Konzert mit Max Raabe und dem Palastorchester gesehen, was einfach wunderbar war. Seitdem will ich auch mit Hummeln bummeln.
Im Februar hatte ich einen Stand auf einer Buchmesse in Solingen und wenn ich nicht schon damals eine weitere Buchmesse schon gebucht und bezahlt hätte, wäre es auch die erste und letzte gewesen. Ich habe zwar Spaß gehabt aber sozusagen mein Geld verbrannt.
Im März begann der „graue Star“ im rechten Auge unglaublich schnell Einschränkungen zu erzeugen. Ich vereinbarte einen Operationstermin und schob meine Angst vor mir her wie eine Bugwelle. Dennoch besuchten wir Helge Schneider und hatten durchgehend von der ersten bis zur letzten Minute mächtig viel Spaß dabei.
Es kam der April und mit ihm eine eskalierte Schleimbeutelentzündung des linken Ellenbogens. Sofortige Operation nach wochenlangem Salben und dann musste alles schnell gehen. Ich bin dann mit Gipsarm noch fahrfähig gewesen und so ging es in den Spreewald zu sauren Gurken und leckerem Essen.
Im Mai genas der Arm wieder und es ging auf die lange Reise nach Norwegen. Dazu braucht es sicher noch einen besonderen Bericht, doch die Reise hat sich absolut gelohnt. Sowohl von den Erfahrungen her als auch vom Gefühl, „völlig überlandschaftet“ zurückzukommen.
Im Juni wurde ich berühmt. Zumindest lokal und als Stimme für ein vorgelesenes Schild zu einer früheren Zecheneingang in der Region. Immerhin kann man mich nun jederzeit überall hören, wo ich nicht nur Kurzgeschichten erzähle. Ebenfalls im Juni landete ich geplant für viereinhalb Stunden auf dem Operationstisch und ließ mir den verschlossenen Wirbelkanal in der Lendenwirbelsäule wieder befreien. Der Erfolg lässt auf sich warten, das eingesetzte Stück Plastik anstelle der dort auch verlaufenden und leider verletzten Hirnhauthält immerhin die Hirnflüssigkeit, wo sie sein soll.
Den Juli über war ich schwer schmerzhaft daheim und habe überflüssigen Kram aus Schänken und Keller verkauft. Ich machte erste Erfahrungen mit dem Krankengeld.
Der August brachte mir zunächst etwas Mobilität und dann die beiden Augenoperationen. Ich bin nun mit insgesamt sechs künstlichen Dingen im Körper versehen. Drei Brücken in den Zähnen, die beiden künstlichen Linsen in den Augen und das Stück Duraplast in der Wirbelsäule. Der Androidenstatus rückt näher.
Im September habe ich das Auto etwas modifiziert und für die dunkle Jahreszeit Flutlicht für den Kofferraum eingebaut. Großer Spaß, als alles funktionierte. Eine Reise nach Wien musste dann als Härtetest für den Rücken herhalten. Leider kein Bestehen der Belastungsprobe, wie man ärztlicher- und therapeutenseits hinterher feststellte.
Im Oktober dann die zweite und diesmal wirklich letzte Buchmesse. Auch hier wieder viele Kontakte, aus denen nichts geworden ist und verbranntes Geld. Ich entschloss mich, meine Sammlung von 39 Kg Lego Technic-Bausätzen zu verkaufen. Beim Beschluss und den Inseraten ist es auch geblieben. 39 kg sehr gut erhaltenes und vollständiges Material für 200 € zu verkaufen, nein, so schlimm drückt es mich dann doch nicht. wir fuhren kurz an die Nordsee, um für Dezember alles zu erkunden und Tische in Restaurants zu reservieren. Macht man ja auch mal offline, nicht wahr?
Der November brachte mir die Kündigung der bisherigen Wohnwagengarage und die Anmietung einer neuen Garage in gleicher Größe, näher am Wohnort und mit besseren Konditionen. Wir führen nach Venlo, Weihnachtsdekoration einkaufen und müde Füße und schmerzenden Rücken abholen. Wir hatten außerdem das Vergnügen, Jürgen von der Lippe zu erleben. Das war auch schön.
Der Dezember bescherte mir die Aufgabe des Hintergrund-Supports für die Weltrekord-Teilnahme von Liebster, Tochter und Enkeltochter an der längsten Polonäse in Weihnachtsklamotten der Welt. Wir hatten sehr viel Spaß und Opa war im wahrsten Sinne des Wortes die feste Bank für Taschenablage, Kuscheln und Anfeuern. Außerdem fuhren wir an die Nordsee, ich trank heißen Apfelpunsch, aß jede Menge Fischbrötchen und heizte mehrmals täglich den Wohnwagen. Außerdem bekam ich eine Absage zu einer Bewerbung um einen neuen Job und aufgrund meiner sehr zufriedenstellenden Leistungen im Nebenjob eine Gehaltserhöhung. Aber nur im Nebenjob, versteht sich.
Außerdem kauften wir einen neuen Fernseher, der sich nicht mit dem alten Receiver vertrug und der neue Receiver vertrug sich nicht mit dem alten TV-Tarif. Somit ist nun alles neu und den alten Fernseher haben wir an jemanden verschenkt, der sich jetzt über ein riesiges Bild freut, wo vorher nur ein kleiner Bildschirm war. Der alte Receiver ist bei den Kleinanzeigen abgetaucht. Hatte ich erwähnt, dass ich Kleinanzeigen hasse? Entweder tut sich nicht oder die Leute sind doof. Hier ist nun der erstere Fall eingetreten.

