Blumengefühl

Wenn die Liebst keine Idee hat, was nacktschneckensicher ins Hochbeet gepflanzt werden könnte und ein freundlicher Mensch einen großen Haufen Tulpenzwiebeln verschenkt hatte, kommt ein kleines Stückchen holländisches Gefühl von Keukenhof auf das Grundstück.

Das Einpflanzen in das Hochbeet hat aber noch einen weiteren Zweck, den ich hier gern an die gärtnernden Leser/innen weitergebe.

Über unser Grundstück fegt häufiger ein mehr oder minder heftiger Wind, der meist zur Zeit der Tulpenblüte die langstieligen Blumen umknickt. Daher ist die Liebste dazu übergegangen, nur noch kurzstielige Tulpen und andere niedrig wachsende Blumen zu setzen. Einzig die Stauden können den Winden vom oder zum Berg hin widerstehen, sobald sie groß genug sind. Doch auch die Stauden, die nicht ganz so starke „Äste“ haben, brauchen dann dauerhaft Stützen.

Wir wohnen ja bekanntermaßen nicht an der Nordsee, haben aber dennoch durch die Lage des Grundstücks auf rund 300 bis 400 Meter Höhe über NN und freien Blick über den Osten Wuppertals die Stürme im Herbst und Frühjahr recht heftig zu spüren. Da schiebt es im Innenhof schon mal die Sitzbänke durch die Gegend und lässt alles fliegen, was nicht befestigt ist. Oder Nacktschnecke heißt.

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