Eine Bekannte bat mich um Hilfe. Sie kam nach dem Umzug nicht mehr ins Internet. Fernsehen geht, Telefon geht, Internet geht nicht.
Ich prüfe alle Kabelverbindungen, sehe am Router das grüne Lämpchen und schaue, ob ich mit dem eigenen Netbook ins Internet komme. Fehlanzeige. Klare Diagnose: Der Anbieter (und hier kann nun jeder Leser seinen eigenen oder einen beliebigen Anbieter von DSL einsetzen) hat alles freigeschaltet, nur das DSL nicht korrekt synchronisiert.
Also ruft die gute Frau auf mein Geheiß hin den Anbieter an und bekommt die folgende Aussage: „Ich habe eben die Leitung zu Ihnen überprüft und keine Fehlermeldung erhalten. Die Störung kann also nur am Modem oder an Ihrem PC liegen. Ich sende Ihnen gern einen Techniker, aber wenn es an Ihrem PC liegt, dann ist das kostenpflichtig.“
Natürlich möchte die Kundin den Techniker haben und legt im Geiste schon den Knüppel für mich doofen PC-Menschen bereit und natürlich die Brieftasche für das viele Geld, was der Fachmann kostet. Doch wie von einer dumpfen Ahnung getrieben, versucht sie es wenige Minuten nach dem Telefonat mit dem bis dato nicht funktionierenden Internet und *hups*, es geht. Der Zugang zum Internet funktioniert plötzlich und überraschend einwandfrei.
Selbstverständlich wird nun der Techniker abgesagt und sich gefragt, was denn da nun geschehen ist. Und ich kann wieder einmal sagen, dass die Standardaussage „Mit der Leitung ist alles in Ordnung!“ schlichtweg die Ausrede für „Hups, wir haben vergessen, die Leitung zu synchronisieren und Sie konnten leider nicht surfen. Dürfen wir Ihnen für die entgangenen Freuden eine kleine Gutschrift der viel zu hohen Gebühr geben?“ ist.
Somit der Rat für alle verhinderten Surfer nach einem Umzug (und wirklich, alle Anbieter machen das so!), fordert die Dame am anderen Ende der Leitung zu einer „Synchronisierung“ auf. Sie wird Euch fragen, wer das gesagt hat und Ihr könnt reinen Wissen behaupten, Ihr kennt den Spaß zur Genüge und es wäre mal Zeit für eine Gutschrift. Spätestens fünf Minuten danach funktioniert alles wieder.
Wir sind "schon ewig" beim Roten Riesen und haben die Situation 2 x erlebt, allerdings wurde beide Male beim 1. Hotline-Anruf die Leitung geprüft und als Folge direkt synchronisiert. Es gab dann noch mal einen Kontrollanruf, ob nun alles o. k. sei. Kann man nicht meckern …
LG
Maxxie
Stimmt — kenn ich auch so, sowohl von zuhause als auch vom Büro (verschiedene Anbieter).
Ich hatte es allerdings im Büro auch schon, dass man mich zwei Wochen (!) hinhielt, bis "mein" Sachbearbeiter dann Urlaub hatte und sein Vertreter die Sache innerhalb von 20 Minuten in Ordnung brachte – man musste zugeben, dass man vergessen hatte, die feste IP-Adresse "umzuziehen".
Das gab dann allerdings eine fette Gutschrift.
Allerdings besaß man dann zwei Tage später echt die Dreistigkeit, anzurufen und zu fragen, ob wir nicht komplett zu eben jenem Anbieter wechseln wollten??
Ich habe dann gesagt, wenn ich ganz ehrlich bin, nach dem Mist, den Ihre Firma da bei unserem DSL-Umzug gebaut hat, möchte ich meinem Chef gegenüber Ihren Namen lieber eine Weile nicht erwähnen, schon gar nicht im Zusammenhang mit einem Anbieterwechsel – was mir zum ersten Mal in meinem Leben einen stummen Callcenter-Mitarbeiter bescherte.
Das ist jetzt übrigens ein knappes Jahr her, und seitdem hat keiner von dem Laden mehr angerufen… 😀
Okay, sorry, jetzt hab‘ ich mehr rumgelabert, als ich eigentlich wollte.
ECHTES Reizthema für ich…
Liebe Grüße,
Inge K