Die Relevanz (Bedeutung) eines Blogs für die sogenannte Blogosphäre ermisst sich nach neuen Erkenntnissen am monatlichen „pageview“, den Seitenaufrufen. Ab 220.000 Aufrufen monatlich wäre ein Blog von Bedeutung.
Hübsch.
Dann könnte ich nun meine Relevanz mit dokumentierten 224.950 Aufrufen im März ins Licht stellen.
Allerdings sehe ich die Relevanz eines Blogs eher in der Anzahl seiner Kommentare. Und demnach bin ich gaaaaaaaanz weit unten in der Bedeutungslosigkeitszone beim Dümpeln angelangt.
Relevanz ist relativ, finde ich. Und wer legt das fest? Oder noch besser: Werden da irgendwo alle (und ich meine wirklich alle) Blogs erfasst? Stellt Euch mal den Alptraum eines Alpha-Bloggers vor, wenn plötzlich aus den Tiefen der Hausfrauenblogs ein bislang unbekannter Blog höhere Zahlen vorweist. Das kann zumindest die bloggenden Männer moralisch böse in die Tiefe stoßen 😉
Am Anfang meiner Bloggerzeit habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Heute bin ich der Meinung, daß Authentizität der Schlüssel zu dauerhafter Bedeutung ist.
Es macht die Mischung echter Beiträge aus allen Bereichen des Bloggerlebens, die einen Blog interessant halten. Davon ausgenommen sind natürlich die Fachblogs.
Früher oder später wird sich jeder interessante Blog herumsprechen und die Bedeutung wird steigen. Das Herumsprechen wiederum lässt sich jedoch vom Blogger selbst beeinflussen. Einzig nämlich durch herausragende authentische Kommentare in anderen Blogs.
Wieviel Bedeutung brauche ich? Das entscheidet bei der Vielzahl von Blog-Hitlisten jeder selbst. Ich bin in keiner Liste aufgeführt, weil ich zu unbedeutend für diese Listen bin. Bei anderen Bloggern stehe ich in der Blogroll, weil ich ein Teil ihrer täglichen Lektüre bin. Eine Bedeutung, die mir sehr gefällt.
Ich glaube, jeder Blogger hat seit einiger Zeit unter der "Kommentar-Unlust" seiner Leserschaft zu leiden. Es lohnt vielleicht, sich darüber Gedanken zu machen, warum das so ist. Leider bin ich noch zu keinem Ergebnis gekommen. Meine spontanen Gedanken zur Abhilfe dazu:
• vielleicht sollte ich mal eine Umfrage starten – was zwar etwas über das Verhalten der Leserschaft aussagt, aber dann doch keine Kommentare verschafft?
• vielleicht sollte ich selbst öfter woanders kommentieren – und damit den anderen Blogger "in die Pflicht" nehmen?
• vielleicht sollte ich mal einen sehr provokanten Beitrag schreiben – auf die Gefahr hin, damit evtl. jahrelange Leser zu vergraulen?
• vielleicht sollte ich mal mehr aus meinem Privatleben erzählen – und damit etwas auf die Mitleidsdrüse drücken und wenigstens ein paar "ach Du arme Du, mir ging es im letzten Jahr genau so…"-Kommentare erhaschen?
Hast Du ähnliche Gedanken, Carsten?
Viele Zitantengrüße von
Christa