Ich hatte mir ja vor einiger Zeit vorgenommen, wieder täglich etwas aufzuschreiben, in den Blog zu bringen. Um es vorweg zu nehmen, es hat nicht geklappt.
Die Gründe sind vielfältig wie das Leben. Manchmal vergesse ich es, häufig geht niemanden an, was in meinem Leben gerade passiert und meistens passiert so viel, dass es ein irre langer Beitrag werden würde.
Ich könnte über den Besuch mit den Enkelkindern und ihrem Vater in der Show der Ehrlich Brothers in Dortmund berichten. Mit dem Schwiegersohn deshalb, weil die Liebste übelst erkrankt ist. Auch das allein wäre schon bloggenswert, gerade meine Sorge um sie. Dann die Sache mit einem neuen Arbeitsplatz ab dem 01.05.2026 und damit dem Ende des vollen Rentnerdasein, das am 01.03.2026 begann. Die weiteren Experimente mit der Musik unter Mithilfe der KI und einem erstaunlichen Ergebnis zu meiner Lebensgeschichte mit diesem missratenen Konstrukt Körper, in dem ich lebe.
Es gibt also viele Themen, die ich sehr ausführlich behandeln könnte. Es fehlt die Zeit zum Schreiben und eigentlich sollte ich mir überlegen, nicht doch das Projekt Bloggen als Podcast mal ernsthaft anzugehen. Ich könnte lieber erzählen als schreiben. Doch dann wäre wieder mein Anspruch an die Qualität der Aufnahme und das war es dann wohl. Und eigentlich kann man sich Sätze mit dem Wort „eigentlich“ sparen.
Nun ist doch noch ein Beitrag darüber entstanden, weshalb keine Beiträge kommen. Oder zumindest weniger als geplant.
Ach, da sagst du was. Täglich einen Artikel zu publizieren, das hatte ich mir auch mal vorgenommen. Warum eigentlich, weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht, um mich selbst zu disziplinieren, wenngleich auch nur in einer eigentlich eher unwichtigen Sache.
Heute denke ich: Ist doch egal. Wenn ich was schreibe, weil ich es einfach »loswerden« will oder weil ich denke, dass andere Leute vielleicht Interesse daran haben könnten, ist es gut. Wenn es nichts mitzuteilen gibt oder ich schlicht und ergreifend keinen Bock habe, ist es auch in Ordnung.
So, ich leg mich jetzt erst mal wieder hin.
Vielen Dank. Ich glaube, dass nur eine gewisse Offenheit andere dazu bewegen kann, selbst etwas anzupacken und zu ändern. Es war ein unglaublich langer und schwieriger Weg bis zum heutigen Leben.
Hallo Carsten,
Es macht gar nichts, auch mal mitzuteilen, dass man nichts mitzuteilen hat. Das war aber der Grund, warum dein Blog in meinem Feed Reader gelandet ist.
Und ich habe deine Bio gelesen. Beeindruckend, wie offen du das erzählst. Ich bin gespannt, was es sonst so zu lesen geben wird.