Endlich sind Depressionen mal im öffentlichen Gespräch. Es musste wohl erst dieser Selbstmord eines Prominenten geschehen, damit sich das Land einmal mit Depressionen beschäftigt. Damit Menschen wach werden und die Gefährlichkeit dieser Krankheit erkennen, brauchte es wohl einen solchen öffentlichen Schlag.
Hoffentlich ändert sich das Verhalten wenigstens einiger Nichtbetroffener. Denn bislang hatte ich den Eindruck, daß Depression oft verächtlich als Schwäche oder Charakterfehler und mangelnde Härte in den Köpfen umher geistert.
Dieser Selbstmord des Fußballers hat gestern sogar meine Teilnehmer dazu gebracht, ernsthaft über das Thema Depression und Suizid zu diskutieren. Hoffentlich waren diese zwei handvoll Menschen nicht die einzigen, die sich nun Gedanken machen.
Depression ist ein Krankheit, die tödlich verlaufen kann und schleichend verläuft.
Ich meine, daß niemand, der nicht selbst unter Depressionen leidet oder gelitten hat, sich ein umfassendes Bild über die Wirkung und das "Anfühlen" der Depressionen machen kann. Aus Sicht der Angehörigen ergibt sich ein völlig anderes Bild.
Und erst recht darf sich niemand anmaßen, sich in einen Selbstmörder einzufühlen, der nicht selbst schon einmal einen oder mehrere Versuche unternommen hat, sein Leben zu beenden.
Ich weiß, daß eine unendliche Menge Verzweiflung und tiefste Aussichtslosigkeit dazu gehören, alles um sich herum zu vergessen und seinem Leben ein Ende zu bereiten. Der Mensch ist nicht mehr das, was die anderen von ihm erwarten. Und was den Glauben angeht: den kann ein Mensch durchaus auch wieder verlieren.
Das wird leider immer wieder vergessen.
Sicher ist die Presse jetzt erstmal für eine Weile "gefüttert". Eine kurze Weile, wie ich vermute. Immerhin ist jedoch diese Krankheit, und dabei bleibe ich, für einen Moment im Gespräch. Damit hat der Tote etwas erreicht, was ich nicht erreicht habe.
Depressionen können Menschen regelrecht zerstören. Die Mutter einer Freundin litt unter Depressionen und sie war auch in Behandlung. Aber es hat leider nichts genutzt. Sie hat sich von einer Brücke gestürzt. Sie hinterließ 3 Kinder und einen Mann. Ich konnte das damals überhaupt nicht verstehen, weil ich diese Frau immer als nette, warmherzige und gläubige Christin erlebt habe. Aber bei Depressionen muss der "normale Verstand" völlig außer Gefecht gesetzt sein.
Jeder Mensch leidet mal unter Depressionen, aber man sollte es wirklich ernst nehmen und beobachten, denn es kann tatsächlich zu einer Krankheit führen, die auch tödlich enden kann, wie wir ja jetzt gesehen haben.
Aber auch schon vorher sind einige Prominente daran zugrunde gegangen und es hat keinen interessiert.
Und in der heutigen Zeit sind sowieso viele Menschen daran erkrankt, teils durch die Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, oder durch die Gleichgültigkeit der Umwelt. Es ist traurig zu sehen, wie viele Menschen bei den Psychologen u.s.w. sitzen, aber die haben es noch gut, denn sie waren mutig sich Hilfe zu holen. Ich möchte nicht wissen, wieviele Leute sich nicht trauen, oder meinen sie kämen mit dem Problem selber klar.
Ich habe z. B. eine Freundin, die ist total psychisch krank und leidet schon seit Jahren unter Depressionen, aber sie will sich einfach nicht helfen lassen, da kann man leider nur zusehen, wie sie so dahin vegitiert. Schade.
???
Es gibt doch viele Prominente mit Depressionen , denke ich nur mal an Mich*el*le als ziemlich zeitnah – die Medien sind voll von verzweifelten Menschen.
Wenn es die Lebenden nicht hinbekommen, dass dem Aufmerksamkeit entgegengebracht wird, dann wird das hier mal eine Spitzenzeile, die ab morgen wieder "weggeschwiegen" wird.
Es interessiert nicht, weil man es nicht sehen kann.
Ein Gipsbein wäre fantastisch gewesen, am besten ein schlecht heilender, das kann man sehen, erklären und damit kann man Zeit gewinnen für eine Therapie 👿