Heute vor 31 Jahren Jahren war ein ganz normaler Tag. Bis zu diesem Zeitpunkt, wo das Wechselbad der Gefühle damit begann, dass er einer der schönsten Tage in meinem Leben werden sollte und einer der schlimmsten Alpträume eintrat. Der Tag der Geburt meines ersten Kindes entwickelte sich zu einem der schrecklichsten Ereignisse für mich, die ich je erlebt habe. Mit einem Apgar von 0-0-1 geholt, im Brutkasten zwischen Leben und Tod liegend, nachträglich gefälschte Eintragungen in der Dokumentation und völlig allein gelassen mit dem Kümmern und der Sorge um mein Kind, war ich selbst krank am Körper und wie im Rausch funktionierend. Ich werde diesen Tag nie vergessen und befinde mich heute noch zwischen Entsetzen, Wut und ein Stückchen Dankbarkeit, dass dieses Kind noch lebt. Für meine Verhältnisse nicht gut, doch es lag dann auch zu einem großen Teil an den späteren Umständen der nachfolgenden Scheidung von der Mutter, dem getrennt voneinander leben und den vielen nachfolgenden Schlägen des Lebens hüben wie drüben. Es hätte sicher vieles anders laufen können. Doch ich hätte auch mein erstes Kind schon an diesem Tag vor 31 Jahren verlieren können. Und es ist unnötig, über das „was wäre wenn“ zu spekulieren. Wichtig ist es für mein Leben, dass dieser Tag einer der Wendepunkte in meinem Leben wurde. Ich kann ihn bis heute nicht so wirklich feiern. Wegen dieser Ereignisse und wegen der vielen schlechten Ereignisse im Leben dieses Kindes im späteren Lauf seines Lebens. Positiv ist und bleibt, dass es lebt und sein Leben lebt, wie es das gern möchte. Möge es auch so bleiben.