Seit jetzt knapp 2,5 Stunden reinigen 6 Arbeiter der Technischen Betriebe den Parkplatz vor dem Haus. Das sind rund 300 Meter Länge und 30 Meter Breite.
Diesen Parkplatz voller Autos befreien die Herren in leuchtgrün und blau mit Laubbläsern auf Benzinmotorbasis. Seit nunmehr 2,5 Stunden!
Das sind, neben den sicherlich nicht unerheblichen Schadstoffausstößen auch 2,5 Stunden Lärm ohne Ende. Akustische Umweltverschmutzung.
Anschließend fährt die Kehrmaschine über die zusammen geblasenen Haufen und dann ist der Lärm nach ca. 5 Stunden vorbei. Sinnigerweise stürmt es hier grad ein wenig und das Laub verteilt sich hinter den Arbeitern wieder aufs Neue.
9.000 Quadratmeter Fläche. Mein Kind und ich befreien mit jeweils einem Besen bewaffnet regelmäßig eine Fläche von rund 500 Quadratmetern in 1 Stunde. Das wären 18 Stunden Arbeit für 2 Leute mit Besen in der Hand für diesen Parkplatz. Oder auch Arbeit für 6 Stunden bei 6 Menschen. Und wir sind keine Profis.
Nun frage ich mich, was effizienter ist, wenn ich meine wenigen BLW-Kenntnisse anwende und mal Benzin, Stundenlohn und Umweltschutzmaßnahmen gegeneinander rechne. Für 1 Stunde Mehrarbeit wird hier Lärm und Benzin in die Luft gepestet.
Und dabei haben wir jetzt nur einen einfachen Parkplatz, der im Grunde garnicht vom Laub befreit werden müßte. Schließlich sammelt sich der ganze Mist sowieso an den Bordsteinen und die werden einmal wöchentlich von der Kehrmaschine gereinigt.
Was ebenfalls nicht berechnet ist, ist der Wahnsinn, der jeden Morgen in der Fußgängerzone stattfindet. Da fährt nämlich jeden Morgen eine Kehrmaschine der kleinsten Sorte hindurch und vorher gehen die Arbeiter ab 6 Uhr mit den Laubbläsern durch die Straßen und pusten alles in die Mitte. Für die Kehrmaschine.
Lösungsansatz:
Ich nehme gern die brutto 11,80 Euro und fege dafür das ganze hindurch die Stadt. Leise und deutlich umweltfreundlicher.