Fullfilled sagt man da wohl

Schon jetzt habe ich das Gefühl, der Tag war voll. Proppevoll und positiv.

Der Dachdecker hat heute den ihm zugewiesenen Weg auf das Dach ohne meine Türklingel geschafft. Dann habe ich heute einen kurzfristigen und spontanen Behördengang unternommen und bin von dort aus direkt in eine Anwaltskanzlei marschiert. Der kleine Umweg, um meine monatliche Abrechnung bei der JobAgentur abzugeben zählt ja schon fast garnicht mehr.

Mir wird nun eine weitere große Last von den Schultern genommen und ich bin froh für diesen Tritt in den Allerwertesten.

Dann bin ich zum Röntgen, meinen Termin um 09.30 Uhr wahrnehmen. Als sich bis kurz vor 10 Uhr nichts getan hatte, bin ich nach vorn, um einen neuen Termin zu vereinbaren. Das war für mich sonst recht geduldigen Menschen ein ganz neuer und selbstbewußter Schritt. Statt eines neuen Termins bin ich sofort drangekommen 🙂 Und das Arztgespräch ist dann am Montag nach der Infusion. Meinetwegen auch während. Dann kann er mich wenigstens gleich aufbauen, wenn ich abbauen sollte 🙂

Anschließend habe ich einen Probearbeitstag in einem kleinen Einzelhandel mit Versandabteilung abgeleistet und sozusagen eine steile Vorlage abgeliefert. Für ein angenehmes Netto-Gehalt bin ich ab 1.8. auf 400-Euro-Basis dort beschäftigt. Wunderbar für mein Selbstwertgefühl, gut für den Arbeitgeber und die JobAgentur. Es ändert sich dann zwar immer noch nichts am HartzIV, doch langsam nähern wir uns mit dem regelmäßigen Einkommen der Schallmauer. Eher bitter stößt es dann auf, daß vom gesamten Einkommen eines Monats nur 120 Euro übrig bleiben, die nicht angerechnet werden. Positiv ist auch, daß mein Arbeitsplatz nur einen Häuserblock entfernt ist. Auch wenn die Schwelmer Häuserblöcke recht groß sind *räusper*. Zumindest freut sich jetzt auch der Insolvenzanwalt und eben sicherlich auch der Staat über meine Arbeitsbereitschaft.

Mein Kind hat heute gekocht und die Wohnung steht noch und das Essen war lecker.

Ein wichtiger Brief ist genehmigt und geht nachher noch auf die Reise. Ein bißchen Spannung hängt schon daran, aber wir haben ja nichts zu verlieren. Wir können nur gewinnen!

Jetzt habe ich den Tag für mich ein wenig Revue passieren lassen und werde mich jetzt ein bißchen abspannen. Mein Kind geht nachher in den Mädchen-Club und bis dahin bin ich wohl wieder soweit, daß ich endlich weiter umräumen kann. Der Einschlag im Schlafzimmer muß langsam mal verschwinden.

Bis nachher dann, liebes Tagebuch :))

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert