Gestern früh hatte ich noch nichts für diesen einen der letzten Urlaubstage vor. Perspektivlosigkeit hätte man es nennen können. Zumindest am Morgen, wie es aussah. Rückblickend wurde es anders.
Die Liebste war nun nach einer knappen Woche der Elendigkeit durch eine nicht näher zu identifizierende Krankheit wieder auf dem Wege der Besserung. Aus ebenso unerfindlichen Gründen behielt sie nun das moderate Essen bei sich und kam langsam wieder zu Kräften. Die Ursache der kurzfristigen Erkrankung bleibt ungeklärt. Der Hausarzt stellte eine Ungewöhnlichkeit im Blutbild fest, die für uns jedoch aufgrund ihrer fiesen Grunderkrankung normal ist. Das muss er erst noch verstehen, doch den Termin mit ihm in der kommenden Woche nimmt sie wahr. Zumindest ist meine Sorge um sie deutlich weniger geworden.
So sind wir dann gegen späten Vormittag mit dem Auto unterwegs gewesen, um dem Navi ein längst fälliges Kartenupdate zu verpassen. Das soll beim eingebauten Gerät für die mitgelieferte Software blöderweise bei eingeschalteter Zündung passieren. Da das Update jedoch eine gute dreiviertel Stunde dauert, fahre ich dann lieber irgendwo hin und erledige Nützliches. So fuhren wir also zur Garage des Wohnwagens, lieferten eine elektronische Wasserwaage dort ab und testeten sie sogleich. Eine leere Gasflasche sollte gegen eine volle getauscht werden, was dann auch punktgenau zum Ende des Updates gut funktionierte. Leider hatte ich beim Tausch nicht aufgepasst und mir fiel erst hinterher ein, dass ich für die 5 kg-Füllung den Preis einer 11 kg-Füllung bezahlt hatte. Mein Hirn hatte vermutlich eine Auszeit genommen. Reklamation unnötig, da ich dazu immer noch zu sozial und schüchtern bin.
Am Nachmittag begann ich ein altes Taschenbuch zu lesen, dass meine Schwester mir für einen Freund mitgegeben hatte. Bis gestern Abend hatte ich mehr als die Hälfte der rund 360 Seiten durch. Was auch mal wieder gut war, nur nicht für meinen Rücken. Aber irgendetwas ist ja immer.
Der vom Schwiegersohn zu Weihnachten hergestellte Eierlikör musste weg und war mir allerdings zu wenig alkoholisiert und schon zu verfestigt. Nach zwei Gläschen war es dann Schluss damit.
Den schlechtesten Film aller Zeiten haben wir dann um 20.15 Uhr auf irgendeinem Sender im Magenta TV begonnen und zu unserer Überraschung festgestellt, dass er aus dem Jahre 2024 stammte. Da hat der Sender wohl so eine geballte Ladung an schrottigen Billigproduktionen an Z-Movies aufgekauft. Sowohl das Schauspielen als auch die Tricks entsprachen eher den 70er Jahren und erinnerten stark an „Als die Frauen noch Schwänze trugen (oder hatten)“. Furchtbar.
Jedenfalls war der Tag dann doch gefüllt und heute sortiere ich meine Unterlagen ein, die sich ein Jahr lang angesammelt haben. Ziel ist die zeitnahe Abgabe der Steuererklärung, sobald die letzten Bescheinigungen eingetroffen sind.