Ich bin in einem christlichen Verein tätig. Zu einer ordentlichen deutschen Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung eines Vereins) gehören sowohl eine Kinderbetreuung für die Kleinsten außerhalb des Saales, als auch die Berichte der einzelnen Ressorts. In einem christlichen Verein gehören selbstverständlich auch ein paar Andachtsworte und ein Gebet mit in jede Versammlung. Das ist normal und soll die Hand Gottes über dieser Zusammenkunft erbitten. Soweit so gut. Und so normal.
Ich berichte dann wie alle anderen Ressorts über unsere Arbeit und insbesondere über meine Arbeit in der „Offenen Tür“. Gerade noch sprach ich über das gemeinsame Miteinander von Moslems und Christen, gerade noch lauscht man meinen Worten
„…. Essen und Trinken sind ein großes Thema. Unsere Kinder in der OT kommen überwiegend aus kinderreichen Familien, in denen der Vater Alleinernährer ist oder HarztIV ein Thema ist. Der finanzielle Hintergrund ist teilweise sehr eng und wir merken sehr genau, wann Zahltag war. Dann steigen die Einnahmen im Süßwarenverkauf rapide. Kurz darauf kommen die Kinder hier hungrig und durstig an…..“
Da öffnet sich die Tür des Saales und eines der kleinen Mitgliederkinder stürzt herein und ruft
„Mama, ich habe Hunger und Durst!“
Das Gelächter war unglaublich und nahm meinem Vortrag alle Spannung 
Und wieder einmal erfuhr ich, daß der Große Cheffe auch mal zwinkert 😉
Als meine Mädels klein waren, habe ich mit ihnen immer zum MIttagessen gebetet.
Dieses Gebet wurde mit Amen abgeschlossen, danach folgte Guten Appetit.
Johanna war, glaub ich im Kindergartenalter und mit großen Hauptgottesdienst.
Nach dem Gebet spricht der Pfarrer und die Gemeinde Amen und Johanna fügt noch ein lautes Guten Appetit hintendran.
Da war die ganze Gemeine am Lachen und der Pfarrer musste sich erstmal sammeln.