Heute Abend ist es soweit. Die Veranstaltung „Weihnachten? Da gehe ich nicht hin!“, sozusagen mein Baby, meine Idee, wird stattfinden.

Tausend Gedanken und Befürchtungen gehen mir durch den Kopf. Tausend Dinge sind organisiert, geregelt und doppelt wie dreifach kontrolliert. Der Rest wird Flexibilität sein und nur durch Erfahrung und Frechheit gerettet werden können. Wenn etwas schiefgeht. Doch warum sollte es das?
Autorinnen und Autoren sind meinem Ruf gefolgt und verlassen sich auf meine Führung und Organisation. Das ist viel Verantwortung und bringt viel Spaß. Ab und an brauche ich das.
Es ist also soweit. Die Veranstaltung braucht Besucher und ich habe nicht die geringste Ahnung, wie viele es sein werden. Der Eintritt ist frei, die Besucher zahlen nur für eine Getränkeflatrate im Haus. Es gibt keine Voranmeldung, keine Fragen, nur die Werbung in den Medien und durch die Autoren. Es können zwei oder zweihundert Besucher werden. Das ist die Angst, die mitfährt. Die Angst vor Enttäuschung.
Doch ich begebe mich in diese Fügung und vertraue darauf, was in Köln üblich ist. „Es ist schon immer gut gegangen“, lautet der übersetzte Spruch und so wird es sein. Es wird gut laufen, wie auch immer man es betrachtet.
Ich bin aufgeregt. Gut so. Wäre das nicht, müsste ich aufhören, solche Dinge zu tun. Zumal das Ganze vollkommen ehrenamtlich und ohne jeden Cent Gewinn vonstatten geht.
Drücke dir ganz fest die Daumen, das du guten Erfolg hast.