Lesungsbesuch in Schwelm

Eine wirklich bezaubernde Lokalität ist diese kleine Kapelle in der Nähe des Schwelmer Schlosses. Und ebenso bezaubernd waren die Texte der lesenden Autorinnen und Autoren. Knappe eineinhalb Stunden lang wechselten sich die Teilnehmer eines Volkshochschulkurses der Volkshochschule in Gevelsberg ab. Mit einer sehr guten Moderation versehen, bot das Programm alles, von der Lyrik bis zur gesungenen Moritat.

Kurzgeschichten, kleine Gedichte, Gedanken in Versform und muntere Beschreibungen aus ungewöhnlichen Blickwinkel waren zu hören. So stelle ich es mir vor, so muss es sein, um das Publikum zu fesseln und zu begeistern.

Ich habe wohlwollend bemerkt, dass offenbar nicht nur am Schreiben selbst geübt wurde, sondern auch auf die Vortragstechnik hingearbeitet sein musste. Individuell ist jede/r Vortragende dennoch geblieben und hier gibt es ein großes Lob von mir! Es ist nicht leicht, als Autor seine eigenen Texte mit der Stimmung herüber zu bringen, die man sich in Gedanken ausgemalt hat. Wenn es jedoch gelingt, ist das Publikum verzaubert.

Ich habe heute das Gegenteil von einer anderen Veranstaltung erlebt. Und dafür bin ich sehr dankbar, weiß ich doch nun, dass ich mit meinen Ansprüchen an eine Lesung nicht allein bin. Kein verstaubtes Moderieren, kein Lesen im Sitzen, keine leisen Stimmen, die schon in der zweiten Reihe unverständlich sind. So soll es sein und mich haben die Damen und Herren nicht das letzte Mal gesehen.

Ich konnte in der Hektik des Aufbruchs noch einige Autoren sprechen und habe sie auf die Gemeinschaftslesung am 02.07.2010 in Essen aufmerksam gemacht. Das Echo war positiv und ich würde mich freuen, den einen oder anderen Autoren von heute in einer der Folgeveranstaltungen auf der Bühne begrüßen zu dürfen.

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