Ich habe heute Namenstag. Das ist mir keine Feier wert, aber ein paar Worte dazu. Erfahren habe ich das, oder sollte ich sagen, es wurde mir wieder ins Gedächtnis gerufen, durch eine Eintrag bei der Zitante.
Ich sage es mal ganz platt: Ich mag meinen Namen nicht. Ich mochte ihn noch nie und ich glaube auch nicht, dass ich ihn jemals mögen werde. Er war mir schon von Kindheit an sehr zuwider und daran konnte ich bislang nichts ändern.
Dank meiner, damals traditionellen, weiteren Vornamen der Paten, hätte ich nach heutigem Namensrecht die Möglichkeit, einen der anderen Namen auszuwählen und zu nutzen. Die sind aber, bis auf den einen Traditionsnamen, ebenfalls ausgesprochen doof. aber den Namen mag ich wegen einer für mich nicht gewollten Verwechslungsgefahr, einfach nicht benutzen.
Mein Name ist also ungeliebt. Jedenfalls von mir.
Allerdings habe ich auch keine Alternative. Ich wüsste nicht, wie ich mich nennen sollte. Herbert? Zu alt und für mich teilweise zu negativ behaftet. Edwin? Nee, zu dicht am Edgar, einem stinkenden Mitschüler von mir. Olaf? Örps, ich habe keine Glatze.
Ach, es ist ein Kreuz mit diesem Namen. Ich habe mich nie daran gewöhnt, auch wenn ich ihn sicher tausende von Male ausgesprochen habe und er überall notiert und publiziert ist. Es ist seltsam, wie fremd mir der „Carsten“ noch immer ist. Selbst nach bald 52 Jahren der Nutzung durch mich und andere Menschen.
Ich überlege weiter, wie ich denn „meinen“ Namen finden könnte. Wobei eine Namensänderung in Deutschland nicht nur begründet, sondern auch kräftig bezahlt werden muss. Und ich glaube, das ist es mir nun auch wieder nicht wert. Vielleicht mag ich den neuen Namen dann am Ende auch nicht?
Eduard? Theodor? Ludwig? Kevin? Karl-Friedrich? Ach, ich denke weiter und bis dahin nenne ich mich selbst weiterhin beim Nachnamen. Obwohl, der ist ja auch eher ein Sammelbegriff …
Also Herr Koch, wenn ich mich mal wieder zu Worte melden darf, dann hätte ich dazu nämlich was zu sagen.
Meinen Vornamen und ich habe nur einen und kann gar nicht wählen, den mochte ich früher auch nicht. Wie ich dann aus meinem Kuhkaff nach Frankfurt kam, nannte ich mich nur noch Rosi und fand das ganz toll. Doch heute, da stehe ich voll und ganz hinter meinem Vornamen, der doch so wohlklingend ist. Roswitha. *grins*
Nee, mal ganz im Ernst. Ich mag den Namen wirklich und möchte auch heute unbedingt damit angeredet werden. Nur im Internet habe ich meinen Nickname, hinter dem ich auch voll stehe, weil er mir unheimlich gut gefällt. menzeline.
Deinen Vornamen mag ich besonders gern, zum einen weil er nicht mit "K" geschrieben ist, das ist mir irgendwie zu altbackend und sieht blöde aus. Mit "C" finde ich ihn richtig klasse und darum heißt mein Sohn genauso wie du.
Carsten ist ein toller Name. Weil dahinter immer ein super toller Mensch steckt.
So, dass war nun das Wort zum Sonntag. Basta