Wir haben vorhin unsere fällige Probefahrt auf die Autobahn nach der Reparatur des Autos gemacht. Gemacht sind alle Stoßdämpfer, die Bremsen vorn, die Radlager vorn, die Öldruckschalter. Was noch fehlt sind die Hinterachsbuchsen und die beiden Bremsschläuche hinten, sowie die unsägliche abgedrehte Schraube am Auspuffkrümmer direkt am Motorblock, sowie ein Massefehler in den Rückleuchten, der beseitigt werden muß, bevor der TÜV das Auto sehen will.
Die Probefahrt ergab ein erheblich strafferes Fahrwerk, ein deutlich festeres Lenken und kein einziges Klappern oder Ölalarmpiepen mehr. Letzteres hat mich zum Ende hin fast in den Wahnsinn getrieben. Beim Gaswegnehmen und warmen Motor gab der Golf III Ölalarm. Sobald man Gas gab, verschwand der Alarm. Runterschalten z.B. in Autobahnbaustellen half auch, solange bis man auch im niedrigen Gang das Gas wegnahm. Dann gab es sofort wieder Alarm. Die Fachwerkstatt, die den Wagen in der Garantie betreute, hatte schon Düsen ausgetauscht und wollte am Ende auf meine Kosten das gesamte Kombiinstrument, also alles, was man hinter dem Lenkrad sieht, austauschen. Man meinte damals, es wäre ein Elektronikfehler. Die Foren sind voll mit diesen Fehler und es werden Tipps in gleicher Weise gegeben und ein Ölwechsel in Richtung synthetischem Öl für runde 30 € pro halbem Liter empfohlen.
Wir haben jetzt die beiden Öldruckschalter ausgetauscht, weil offenbar derjenige für den warmen hochtourigen Motor fehlerhaft schaltet. Heute gab es nun keinen Alarm mehr. Ich werde den Wagen morgen wie üblich nach Köln jagen und dann bin ich sehr gespannt.
Am Donnerstag geht das Auto wieder in die Werkstatt und dann habe ich hoffentlich erst einmal Ruhe. Der Monat wird finanziell sehr eng. Andererseits läuft der Wagen wieder ordentlich. Denn die Radlager sind dem Mechaniker beim Ausbau sozusagen zerbröselt. Die hinteren Stoßdämpfer hatten kein Öl mehr. Ich ärgere mich nur darüber, dass mich die Firma, die mir den Wagen verkauft hat, offensichtlich beschissen hat. Nächstes Mal bin ich schlauer.