Am Donnerstag Abend bringe ich mein Auto in die Werkstatt und bekomme einen Leihwagen zur Verfügung gestellt. Den ich am Samstag wieder abgeben darf, um mein Auto repariert wieder zu bekommen.
Der Leihwagen wird ein Auto mit Schaltgetriebe sein. Das wird wieder eine kleine Umstellung für mich, der leidenschaftlich gern seinen Automatik fährt. Ich habe keine Sorge, aber es wird am Anfang wohl wieder etwas mehr Konzentration in den Kurven erfordern. Schließlich flitze ich derzeit einfach hindurch, ohne mich um den Schaltknüppel zu kümmern.
Was ich nicht so ganz verstehe, ist die seltsame Sache, dass wir in Europa so vehement unser Schaltgetriebe verteidigen. Automatik ist bequem, sicherer, erheblich verschleißfreier, schonender für den Rest des Fahrzeugs und keineswegs schuldig an einem höheren Verbrauch, wenn man richtig damit fährt.
Höre ich andere Autofahrer, hauptsächlich Männer und männerhörende Frauen, dann gibt es als Gegenargumente nicht mehr als „Da fehlt mir etwas am linken Fuß.“ und „Das ist mir zu langweilig.“, also keine echten Gegenstimmen. Weil es, außer dem höheren Anschaffungspreis beim Neuwagen, einfach keine echten Argumente gibt. Einzig des Deutschen Gewohnheit steht der flächendeckenden Einführung des Automatik entgegen. Abgesehen von der Freude der Autoindustrie über zwei bis drei ausgewechselte Kupplungen im Leben eines Autos.
Ich mag Automatik-Fahren sehr und genieße es, manchmal sogar schneller vom Fleck zu kommen, als andere Autofahrer. Im Winter bietet der Automatik unschätzbare Vorteile, die ebenfalls unerkannt bleiben.
Doch egal wie, ich fahre am Donnerstag wieder eine Schaltwagen und darauf freue ich mich ein bisschen. Schließlich gehöre ich zu den Kerlen, die alles fahren (können), was nicht schnell genug vor ihnen die Türen zuhaut.
*…was nicht schnell genug vor ihnen die Türen zuhaut*
lach 😀
na dann wünsche ich dir viiiiiiel spass 😉