Wir haben gestern den Wohnwagen gewaschen (also ich in der händischen Waschanlage mit viel zu kleiner Bühne, um gut auch das Dach zu waschen), das Vorzelt nach dem Weihnachts- und Silvesterurlaub endlich wieder in der Garage ordentlich zusammengelegt und verstaut, und letztlich dann auch noch den Wohnwagen wieder eingeräumt und dabei gleich unnötig angeschafften Kram beiseite gelegt. Zudem haben wir noch das geschafft, wovon ich nicht zu träumen gewagt hatte. Wir haben die neue Sackmarkise montiert. Nun ist der Wohnwagen wieder reisefertig, auch wenn noch das Wasser im Frischwassertank fehlt. Das allerdings hat seine Rechtfertigung, weil es ja durchaus noch Frost geben wird und eine gefrorene Warmwassertherme wird platzen. Das ding auszutauschen ist dann nicht nur teuer, sondern auch kein Spaß für dicke Menschen wie mich.
Jedenfalls war ich völlig körperlich erledigt nach dem gestrigen Tag. Die Fibromyalgie brüllte im Körper herum, der Rücken tat sein Übriges hinzu. So war ich gegen 20 Uhr im Bett und habe tatsächlich bis 5 Uhr heute früh durchgeschlafen. Aus purem Widerstand gegen die vermeintliche Wachheit bin ich noch im Bett geblieben und habe so meinen Gedanken halb träumend nachgehangen. Und so kamen mir schwuppdiwupp melodische Gedanken zu einem schon lange wieder einmal in der Schublade liegenden Songtext. Mithilfe meiner Softwares (öh … mehrere Software schreibt man wohl so, obwohl es sich komisch anhört) kombinierte ich dann heute diese Gedanken zu Ende, sampelte hier, packte dort zusammen, drehte hier noch an einer virtuellen Schraube und dort noch ein wenig am Text. Am Ende hatte ich dann doch mehrere Versionen eines Songs erzeugt, die mich alle zufrieden stellten.
Diese Energie, die durch Aufräumen, Leeren, Zufriedenheit und fiesen Schmerzen entsteht, scheine ich öfter zu brauchen, um kreativ produktiv zu werden. Das Gedicht, aus dem der Songtext entstand, existiert schon sehr lange. Wie so viele Texte, die in den virtuellen Schubladen, oder besser Ordnern auf der Festplatte lagern. Es braucht immer ein Herangehen, einen Moment der Idee und dann die Zeit, verbunden mit der Lust, es in diesem Moment zu tun.
Ok, das Video habe ich dahingemalt. Ich hatte keine Lust auf KI-generierte Videos, die entweder gut und kostenpflichtig oder einfach nur doof sind. Also bleibt es beim statischen Bild. Wie geschrieben, ich texte, denke mir eine Melodie aus, sample sie dann bis zum Treffer und am Ende kommt dann etwas heraus oder nicht. In diesem Falle nun das hier:
Ach so, das Vorgängerding in Sachen Texten und dann endlich nach nicht ganz 30 Jahren in der Schublade zu einem fertigen Song zu machen, ist „Colorful World“. Was eigentlich mal als ein Projekt gedacht war und mit der uralten Software „Dance eJay“ in den 90er Jahren versucht wurde, konnte dann 2024 in die Welt gesetzt werden. Allerdings mit KI-Video, was mich nicht so ganz befriedigt. Hier hätte ich mir lustige und viele verschiedene „Küsschen-Bilder“ von allen möglichen Menschen und den Konstellationen dazu gewünscht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Here we go: