Ich werde heute Nachmittag bis in den Abend wieder Sitzung halten. Ein Treffen der Vereinigung meines Arbeitgebers ist wieder angesagt und ich bin der Vertreter unseres Betriebes. Gestern fragte man mich im betrieb, warum denn ich dahin fahre und nicht die Chefetage. Die Antwort war recht einfach: Chefs können a) delegieren, wenn sie etwas nicht selbst machen wollen, b) bin ich in der Lage, auch eine dreistündige Sitzung in einem kurzen knackigen Bericht zusammen zu fassen und damit einen Haufen Zeitaufwand zu ersparen und letztlich c) weiß ich die Interessen unseres Betriebes würdig zu vertreten und alle Vorteile aus dem Engagement heraus zu holen.
Daß es für mich ein weiterer Arbeitstag hinter dem Arbeitstag ist, merkt nur das Stundenkonto. Da jedoch diese Vereinigung einen sehr guten Draht zum Vorstand der Bundesagentur für Arbeit hat, ist es mir sehr wichtig, alle Informationen in Bezug auf meine tägliche Arbeit für die Arbeitslosen dieses Landes aus erster Hand zu bekommen. Mal ganz abgesehen davon, daß die Leute dort auch noch recht freundlich sind. 🙂
Gesetzt hat sich soeben auch der Herr Kater. Nämlich in seinen Lieblingskarton.

Und ich setze mich jetzt auf´s Klo. Aber das brauche ich ja nicht zu erwähnen 
Ich belehre keineswegs eines Besseren. Vielmehr stelle ich fest, daß in diesem Lande die Zahl der schwarzen Schafe auf allen Seiten immer mehr werden.
Am Wochenende sagte mir jemand, Deutschland brauche wieder einen Krieg, um aus diesem ganzen Schlamassel wieder heraus zu kommen. Alle Zeichen sind wieder vorhanden und einzig eine fehlende Persönlichkeit rund um eine ausgeprägte Interessengruppe hindert uns daran, den gleichen Mist wie 1933 zu fabrizieren.
Was uns helfen könnte sind Vorbilder. Wir brauchen mehr weiße Schafe, die aus der Masse der Schwarzen herausragen. Das ist schwer, ich weiß.
Wir wenigen Vermittler, von denen ich heute wieder einen Teil gesprochen habe, versuchen es, weiß zu bleiben. Auch wenn die erdrückende Masse der Schwarzseher und Schwarzmaler uns gern mal zu schwarzen Schafen machen möchte.
Meine Tochter und ich werden demnächst eine Mitarbeiterin der ArGe Leipzig mit einem Blumenstrauß beglücken. Sie hat uns selten helfen können, war trotzdem stets hochmotiviert, hat nie gegängelt oder gemotzt, immer gesucht und nie sinnlose Angebote geschickt. Der Vermittlungsgutschein kam aller 3 Monate ohne Antrag frei Haus, auch seinerzeit beim Herzallerliebsten, auf Anruf. Irgendwie kommt es wirklich auf den Draht an und wie es in den Wald hineinschallt.
Einmal mit einer hilfreichen Quali für ein Jahr schon gepunktet und sich im Juli 2008 für eine ABM kurz vor Toresschluss sehr stark gemacht.
Die endet am 20.04. und morgen wird per 21.04 wird ein unbefristeter AV unterschrieben.
Passen tut es hier unbedingt nicht, aber es ist verdammt erhebend, dass Leistung sich auszahlt. Von der ABM sind morgen nämlich nur zwei von 15 zum Abschlussgespräch vorhanden !!!
Da kommt mir das Grübeln!
Und ich bin involviert, dass "mein Kind"über das geforderte Maß einsatzfähig war und andere Kräfte schon bei Dienstbeginn 6.00 h und Wechselschicht ab 14.00 h das Handtuch geworfen haben, dass dies nicht mit dem Lebensrhytmus vereinbar sei.
Und eins darf ich dir noch verraten, dass nunmehr ein Großteil der Firmen über die ArGe nur noch mittels Arbeitsvermittler erreichbar ist und der seinen Zoll fordert.
Als Nichtarbeitsloser, Veränderungswilliger NULL Chance!
Es sei denn, du schüttelst dann die KAUTION mal so aus der Hand.
Dieses System sinkt auf der ganzen Linie.
Belehre mich des Besseren!