Sport ist noch immer nicht meins

Ich habe Reha-Sport verordnet bekommen. Wegen der üblen Rücken-Operation gab es für mich nach der Physiotherapie und der Akupunktur dann eben auch Sport für Menschen mit Rückenproblemen. Sportler würden über einmal wöchentliches Armekreisen, Beinheben, Dehnen und Körperraufundrunterdrücken lachen. Ich könnte vor Schmerzen schreien und komme nach drei Minuten schon ins Schwitzen.

denke ich an den alten Nazi zurück, der mir in der Realschule in seiner Eigenschaft als Sportlehrer den Sport und das Leben vermiest hat, werde ich wütend. Mein Leben wäre sicher anders verlaufen, hätte man damals schon meinen vermurksten Körper anders zu Aktivitäten gebracht, als mit Anschreien und Beleidigungen, ja sogar mal einer Ohrfeige.

Nun gut, mein Sport bestand dann als Kind und Jugendlicher aus Radfahren, Schwimmen und Judo. Als Erwachsener sanierte ich dann Häuser und fällte Bäume, schleppte die Baumstämme, hackte tagelang Holz und saß zum Ausgleich im Büro.

Heute muss ich mich zu diesem Reha-Sport zwingen, auch wenn es mir letztendlich doch ein klein wenig Spaß macht. Glückshormone habe ich nicht, aber immerhin Adrenalin. Und das ist ja auch etwas, das in Schwung halten kann.

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