Kleinanzeigen – auch mal positiv

So langsam habe ich den Eindruck einer Kausalität zwischen diesem Online-Kleinanzeigenportal und meinen Schmerzen beim Verkauf.

Ist es mir völlig egal, ob ich das angebotene Ding verkaufe oder nicht, gehen mir die Vollidioten von Käufern rasant auf den Geist und rauben mir den letzten Geduldsfaden. Ab und an verschenke ich dann den Kram über eine örtliche Sperrmüllrettergruppe oder werfe es dem Recyclinghof in die Container. Einfach weil ich mich nicht mehr diesem Stress aussetzen will.

Verkaufe ich etwas, woran mein Herz hängt, wo ich leide, dann liegt das Zeug wie Blei über fünf oder sechs Kleinanzeigenveröffentlichungszeiträume im virtuellen Regal. Sehr viele haben sich die Anzeige gemerkt, wie ich sehe. Niemand reagiert auf Preissenkungen oder fragt mal etwas an. Nicht einmal die oben benannten Vollidioten. Die andere Variante ist dann die, die heute passiert ist. Ich habe meine Sammlung von Lego Technic-Modellen als geballte Ladung angeboten. Es meldet sich genau ein Interessent, fragt, ob am Preis etwas zu machen wäre und macht einen Vorschlag. Gerade, klare Mail, kein Schnickschnack und er stellt mir zur Auswahl PayPal friends (niemals, nienichtniemals machen!) oder Barzahlung bei Abholung, was ohnehin meine einzige Zahlweise im Angebot war. Ich nenne Barzahlung, denke mir meinen Teil und wir verabreden eine Abholzeit. Ich bleibe skeptisch, ob der Wagen kaputt, die Frau krank ist oder der Geldautomat keine Scheine mehr hat. Der Käufer bittet zwei Stunden vor dem Termin um Verschiebung um eine halbe Stunde später. Auch das habe ich erwartet und bleibe skeptisch.

Was soll ich sagen? Der Käufer ist pünktlich, zahlt anstandslos in bar den vereinbarten Preis, ist begeistert und alles ist gut. Bis auf mein trauriges Herz, weil ich wieder ein Stück Leben von mir weggebe. In gute Hände, wie mir scheint.

Was lerne ich daraus? Verschenke, was Du nicht brauchst und bleibe beim Verkauf geliebter Dinge offenherzig und wachsam. Ich hasse Kleinanzeigen wegen dieser Masse an Vollidioten dennoch. So!

Ihr habt doch nen Knall

Wir sind aus diversen Gründen wieder auf der Suche nach einer anderen Wohnung. Etwas dichter zu den Kindern und Enkelkindern und gern 3 Zimmer, Küche, Bad mit Dusche, Balkon oder Terrasse. Stellplatz oder Garage darf auch sein, ebenso wie Erdgeschoss oder erste Etage. Also nichts Ungewöhnliches. Leisten könnten wir uns Vieles, wollen aber nicht.

Es gibt hier in der Region kaum noch eine andere Plattform für die Wohnungssuche als Immobilienscout und Kleinanzeigen. Und es gibt leider einen Mietspiegel. Leider deshalb, weil ich in den vielen Jahren der Erfahrungen mit Vermietern und Mietspiegeln leider erkennen musste, dass sich Vermietende immer gern an dem orientieren, was als höchste Miete im Mietspiegel aufgezeichnet ist. Auch hier gibt es also die Preissteigerungsspirale, ohne dass überhaupt an den Wohnungen irgendetwas wertsteigerndes getan wird.

Und dann gibt es die Ausreißer, die echt einen weg haben und vermutlich in ihrer Eigenschaft als Immobilienschaffungsgesellschaft die Preise in den Kleinstädten bewusst nach oben treiben. Denn irgendein Blödi wird schon mieten, weil er es sich leisten kann. Denn in einer Kleinstadt, wo der Mietpreis sonst bei 7,00 € bis 9,00 € pro Quadratmeter incl. Nebenkosten liegt, satte 14,00 € bis 15,00 € zu kassieren, ist nicht nur unverschämt, sondern tödlich für den gesamten Mietmarkt. Da kann noch so sehr auf eine vermeintliche Luxusausstattung mit Vinylboden und Fußbodenheizung hingewiesen werden. Nein, das haben auch andere Wohnungen, die wesentlich günstiger und im Rahmen geblieben sind. Auch die verkehrsgünstige Lage (mitten in der lauten und Dauerpartybehafteten Innenstadt) macht es nicht wertvoller.

Hier braucht es eine Bremse. Für diese Haie und für die Doofen, die sich sich so etwas aus irgendeiner Blödheit oder Not heraus anmieten. Denn schaue ich in die Großstädte rundherum, sind da gerade in den letzten Jahren die Mieten explodiert. Und somit kaum noch bezahlbar. Nicht umsonst steigen die Zahlen der Zwangsräumungen und Obdachlosen stetig.

Lasst euch nur Zeit, ihr Pappnasen

Ich möchte vorweg schreiben, dass ich es absolut nicht leiden kann, in ein Kaufhaus zu gehen und dort Bekleidung für mich einzukaufen. Das ist die Hölle, was diese Suche, die Anproben und dieses Nichtfinden angeht. Nicht umsonst kaufe ich als zufriedener Kunde meine Schuhe schon seit sehr vielen Jahren in der JVA Remscheid, meine Jeans und die Meerschweinchen-Zelte, die als Unterhosen bezeichnet werden, bestelle ich bei einem bekannten Bekleidungshandel und die Hemden, wie auch die Unterhemden kauft die Liebste.

Doch nun stand nach weit mehr als 10 Jahren des dauerhaften Tragens der Kauf einer wasser- und windfesten Funktionsjacke an. Das Geschäft, in dem die aktuelle Jacke damals gekauft wurde, ist nicht mehr. Meine in Norwegen spontan gekaufte Ersatzjacke ist schön, befriedigt jedoch nicht ganz die gewünschte Windfestigkeit für den Winter. Also suchte ich online nach einer passenden Jacke.

Was mich richtig aufregt, sind die verschiedenen Auffassungen von Bekleidungsgrößen. Wo laut Maßtabelle eine 3XL passen sollte, lachte ich mich halb tot, weil ich nach der Lieferung und der folgenden Anprobe wie eine Wurst in praller Pelle aussah. Jacke Nr. 2 in 4XL eines anderen Herstellers bot den gleichen Anblick, nur mit viel zu langen Ärmeln. Wobei mir diese Jacke aufgrund ihrer Funktionalität, Dichtigkeit und der Reflektoren sehr gut gefiel. Also schickte ich beide Jacken an die unterschiedlichen Vertriebe wieder zurück und bestellte bei einem dritten Versandhändler die schöne Jacke in 5XL. Weil der Händler mit der 4XL-Jacke keine in 5XL auf Lager hatte. Bei beiden zurück gesandten Jacken bat ich um Erstattung des Kaufpreises.

So erhielt ich dann von einem der beiden Händler die Nachricht über den Eingang und die nun folgende Bearbeitung der Retoure. Eine Erstattung des Kaufpreises würde baldigst, jedoch frühestens binnen 14 Tagen erfolgen. Der zweite Händler bog die Palme noch viel weiter nach unten, indem er eine Rückerstattung des Kaufpreises, abzüglich von 5 € Gebühren, nach spätestens 30 Tagen versprach. Beides sind übrigens gestandene deutsche Unternehmen und keine Fake-Shops. Zudem kaufe ich nie in diesen Black-Irgendetwas-Wochen.

Ja sage mal, geht es noch? Nun verhungere ich nicht gleich wegen insgesamt 350 € für zwei Jacken. Aber es ist nun einmal ein Haufen Geld von mir, den andere in den Händen behalten, um damit was genau zu machen? Im Zeitalter der Online-Shops und digitalen Kontoführung sollte doch eine Rückerstattung binnen einiger weniger Tage möglich sein.

Man mag über Amazon schimpfen wie man will. Doch hier bringe ich eine Reklamation in die Packstation und wenn ich wieder daheim bin, ist mein Geld auf dem Konto, spätestens jedoch am anderen Tag. So geht Retourenbearbeitung, Ihr Pappnasen.

Ich scheue mich allerdings auch nicht, nach einigen Tagen die Rückzahlung anzumahnen. Auch wenn das sicher gegen alle AGB, Gewohnheiten und die angekündigte Bearbeitungszeit spricht. Und es mag vielleicht wenig tolerant sein, wenn ich keine Rücksicht auf vielleicht kleine Betriebe nehme, die sich gegen die Großen durchsetzen müssen. Alles gut, doch eine so lange Zeit der Rückerstattung von vorn herein auch anzukündigen, zeugt für mich von mangelnder Organisationsbereitschaft. Abgesehen davon war ich lange genug selbständig und bei Retouren und Reklamationen gab es sofort das Geld zurück. Denn auch das gehört zur Kundenbindung.

Übersetzungen von Kleinanzeigen-Codes

Ich sollte Übersetzer für Anzeigen-Codes werden. Mit echter Erfahrung und Intelligenz. Nicht mit KI.

„Charmante Wohnung“ = Bruchbude in schlechter Lage, frisch geweißt, um den Schimmel zu verdecken.

„Lichtdurchflutet“ = Im Sommer brütend heiß, dafür geht die Heizung im Winter nicht.

„Verkehrsgünstige Lage“ = Mitten in der Partymeile, Autoposer ab Einbruch der Dunkelheit direkt vor dem Schlafzimmerfenster.

„Einkaufsmöglichkeiten fußläufig erreichbar“ = Ein Tankstellenshop in fünf Kilometern bergauf.

„Kindergarten, Schule, Ärzte in nächster Umgebung“ = Hahaha, alle nehmen aber niemanden mehr auf, ihr Trottel.

„Freundliche Mietergemeinschaft“ = Ein „ehrenwertes Haus“, wie es Udo Jürgens einst besang.

„Gemeinschaftsgarten“ = Keiner mäht den Rasen und eine der Familien feiert an jedem Wochenende darin bis zum Morgengrauen.

„Liebevoll ausgebaut“ = Der Wohnwagen/das Wohnmobil ist mit Material aus dem Baumarkt zusammengefrickelt und mit unnützer Deko von Temu überladen.

„Treues Fahrzeug“ = Hat nie eine Werkstatt gesehen, keine Inspektionen bekommen und über die Defekte wurde großzügig hinweg gesehen. Lief ja immer, wozu auch reparieren?

„Gern genutztes Familienvehikel“ = Kühlschrank dient als Schuhschrank, den Stauraum unter den Betten haben sich die Hunde und alte Socken geteilt, Wände bemalt und Wartung war Glückssache.

„Sofort reisebereit“ = Du kannst die alten Socken und das restliche Abwasser behalten, das noch irgendwo herumgammelt. Und wir haben leider das Putzen in der Eile nicht mehr geschafft. Aber hej, dafür hast du eine Liste der Werkstätten in ganz Europa im Handschuhfach liegen, weil das Fahrzeug vermutlich nach 100 Kilometern wieder die üblichen Macken auslebt.

„Kleiner Wasserschaden behoben“ = Wir haben das Leck nicht gefunden, aber wozu gibt es Silikon und Wandfarbe aus dem Baumarkt?

„Keine üblen Gerüche“ = Wir haben keine Investitionen gescheut und jede Menge Febreze gegen die jahrelang mit uns im Fahrzeug schlafenden nassen Hunde versprüht.

Fortsetzung folgt.

Alphabet des Schicksals

Nächste Woche beginnt die erste Physiotherapie meines Lebens. Um die erste Reha-Kur-Dings meines Lebens bin ich ja mal wieder elegant drumherum gekommen worden.
Irgendwie schleicht sich bei mir rückblickend auf mein Leben das dunkelblau marmorierte Gefühl ein, dass ich für egal was es ist
a) zu alt bin
b) zu jung bin
c) nicht kaputt genug bin
d) zu kaputt bin
e) noch zu früh bin
f) zu spät bin
g) nicht qualifiziert genug bin
h) überqualifiziert bin
i) zu männlich bin
j) nicht männlich genug auftrete
k) die Frage nicht verstanden habe
l) zu viel auf die Frage geantwortet habe.

Ich könnte das auflistende Alphabet vollständig füllen. Doch vermutlich bin ich

m) zu langatmig erklärend
n) nicht ausführlich genug erklärend.

Wer es bis hierhin durchgehalten hat, wird vermutlich Gleiches denken und fühlen. Herzlich willkommen.

Betrüger ohne Ende

Gerade eben wieder getestet und zum wiederholten Mal Betrug aufgedeckt.
Meine daraus schon lange resultierenden Facebook Marketplace-Regeln aus Erfahrung:
1. Ist der Preis sehr günstig, sei wachsam!
2. Nutze die Google Bildersuche und prüfe, ob dieses Bild auch woanders auftaucht.
3. Kaufe NIEMALS per Vorkasse oder paypal friends. Spende das Geld lieber gleich an Leute, die es gebrauchen können. Oder verbrenne es, was der Vorkasse oder paypal friends gleichkommt.
4. Bestehe auf persönlicher Übergabe gegen Barzahlung. Findet der Verkäufer Ausreden, ist es Betrug.
5. Auch wenn es schwerfällt, frage niemals nach Versand bei weit entfernt angebotenen Artikeln. Wenn du nicht hinfahren kannst, vergiss es!
6. Auch Käuferschutz lässt sich inzwischen anscheinend übergehen. Vergiss den Versand! Auch wenn ich mich wiederhole.
7. Melde alle betrügerischen Artikel und die Betrüger als Betrug. Facebook wird sie nicht löschen oder manchmal sehr verspätet. Ist doof, aber mehr kannst du nicht machen.

Facebook Marketplace-Albernheiten

Da willlste was im Facebook Marketplace kaufen und schreibst die Anbieter (in diesem Falle nacheinander vier) per Nachrichtenfunktion an und was passiert? Keine Reaktion über Tage hinweg.
Da frage ich mich doch allen Ernstes, ob ich
a) zu höflich bin und in ganzen Sätzen geschriebene Anfragen die Leute überfordern,
b) all die hübschen Anzeigen ein Fake sind,
c) die Menschen doch nicht so häufig in den (a)sozialen Medien abhängen wie gedacht,
d) die Menschen einfach nur zu doof sind, die Nachrichten als solche zu erkennen.

Bitte ergänzt gern die Liste.

Der ewige Quell der Freude

Und wieder einmal Kleinanzeigen, dieses Mal als Kaufender.
Ich: Günstiges Angebot gefunden und selbstverständlich die anderen Angebote des Verkäufers angesehen. Alle sind günstig, schöne Bilder, Verkäufername ist „Privat“, also nicht offen sichtbar.

Ich: Höfliche Nachricht mit meinem Interesse am Artikel und wie wir das regeln, da wir rund 300 km voneinander entfernt sind.

Verkäufer: Schlägt Vorkasse mit PayPal Friends vor.

Ich: Erkläre, dass ich dann keinerlei Garantie für den tatsächlichen Versand habe und schlage das geschützte System von Kleinanzeigen zur Zahlung vor (Käuferschutz), alternativ normales PayPal mit Käuferschutz.

Verkäufer: Erklärt, dass er das nicht macht, weil er damit schlechte Erfahrungen habe. Bietet eine Kopie seines Ausweises an.

Ich: Lache herzlich, da der Trick sehr bekannt ist. Schlage vor, den Artikel am kommenden Wochenende persönlich gegen Barzahlung abzuholen.

Verkäufer: Das ist nicht möglich, weil der Artikel bis dahin bestimmt verkauft sei und er überhaupt keine Zeit für Übergaben hätte.

Ich: Meldung an Kleinanzeigen über offensichtlichen Betrugsversuch.

Schnauze voll vom Seriengerät

So, ich habe jetzt die Nase voll mit diesem Discover Media in unserem VW Tiguan und werde demnächst das Projekt „Austausch gegen ein Android-Gerät“ angehen.

Nachdem auch der Support bei VW die Sache mit dem CarNet-Dienst nicht mehr auf die Reihe bekommen hat und ich trotz TMC dreimal im Stau gelandet bin, wird jetzt gehandelt. Hinzu kamen so einige Dinge, die mich immer unbefriedigt ließen, zumal ich nicht bereit bin, auf Apple-Geräte zu wechseln, weil irgendwie auf Reisen immer der eine USB-Anschluss anders benötigt wird.

Der Kostenvoranschlag für den Austausch des Discover Media gegen ein Dynavin-Gerät betrug stolze 1.500 € in einer örtlichen Car Media-Werkstatt. Das Problem dort war die Beschaffung des neuen Rahmens und die Anbindung an den CanBus, wo angeblich auch Kabel durchtrennt und somit ein Rückbau bei einem möglichen Verkauf sehr aufwändig gewesen wären.

Nun hat AliExpress geliefert und in zwei Paketen wurde das neue Infotainment-System mitsamt eigenem Slot für die Simkarte, Sprachsteuerung, Anschlüssen für die zusätzliche Frontkamera, eine alternative Rückfahrkamera und vielen hübschen Dingen mehr geliefert. Mit dabei ist der CanBus-Adapter und der Rahmen. Kosten waren zum Zeitpunkt der Bestellung: 257,99 € incl. Versand. Kein Zoll. Ich werde das Gerät in Kürze verbauen und dann berichten.

Rahmen VW Tiguan für Android-Infotainer und CanBus-Adapter

Sammelort der Doofen

Inseriere etwas auf kleinanzeigen Punkt de und du erfährst binnen Sekunden, womit die Dümmsten der Verblödeten ihre Freizeit verbringen.

Meine Güte, weder lesen noch schreiben, geschweige denn Geschriebenes verstehen, scheint möglich zu sein.

Von insgesamt 80 Anfragen innerhalb von 30 Minuten sind zwei aufgrund ihrer Lesbarkeit und des offensichtlichen Verstehens des Angebots übrig geblieben.

Den Rest der Menschen hinter den Nachrichten mit teilweise nur einem Wort oder sogar nur einem Zeichen musste ich blockieren. Dabei waren Anfragen wie diese hier:
„intresse“
„halo“
„?“
„??“
„???“
„wieso antworten sie nicht“

Das erzeugt in mir Aggressionen und ich bin dankbar für die Funktion „Nutzer blockieren“.