*ironiemodusan*
Vielen herzlichen Dank für die Erhöhung meiner Zusatzrente durch die gesetzlich festgelegte Rentenanpassung in Höhe von 1 Prozent. Diese macht nach Abzug der dann ebenfalls höheren Steuern eine kaum noch zu überschauende Rentenerhöhung von 94 Cent im Monat aus.
Das reicht immerhin für ein besonderes Bäckerbrötchen pro Monat.
Bei wem darf ich mich jetzt persönlich bedanken? Bin ja Neurentner und kenne mich noch nicht so aus mit diesem ganzen Erhöhungsgedöns.
*ironiemodusaus*
Schlagwort: St. Bürokratius
Stichwort Versorgungsausgleich
So langsam werde ich zum Rentenexperten aus eigenen und von anderen nachgewiesenen Erfahrungen.
Heute das Stichwort „Versorgungsausgleich“, der bekanntlich bei Scheidungen stattfindet.
Hinreichend bekannt ist es ja vermutlich, dass die Rentenanwartschaftspunkte bei einer bevorstehenden Scheidung gegeneinander aufgerechnet und die Differenz der in der Ehezeit erworbenen Punkte halbiert und ausgleichend verteilt wird. Das bedeutet im günstigsten oder ungünstigsten Falle, je nach Betrachtungsposition, einen Rentenzugewinn im Alter oder einen Rentenverlust.
Stirbt der ehemalige Partnermensch mit bekommenen Punkten vor Bezug seiner Rente oder kurz danach, können die einst abgegebenen Rentenpunkte wieder zurückgeholt werden. Angeblich soll das automatisch passieren, doch aus eigener Erfahrung empfehle ich einen formlosen Antrag an die Deutsche Rentenversicherung bei Kenntnis des Todes des Ex-Partners/der Ex-Partnerin. So weit, so gut und so einfach.
Das gilt nicht für eventuelle Zusatzrenten wie die aus dem öffentlichen Dienst, eigene Rentenrücklagen, Riestergedöns, Betriebsrenten uvm., von denen im Scheidungsverfahren das Gericht erfahren hat. Für die gibt es nämlich diesen Rückausgleich nicht. Weg ist also weg, bzw. mit ins Grab genommen.
Aber: Zu meiner heutigen Verblüffung musste ich herausfinden, dass bei meinen beiden Scheidungen nur ein Gericht die damals noch ruhende Zusatzrente berücksichtigt hat. Das andere Gericht hat sie im Versorgungsausgleich nicht berücksichtigt, warum auch immer. Vielleicht hat jemand einen Fehler gemacht oder eine Auskunft wurde zu spät erteilt, oder was auch immer. Mir war damals egal, mit welchem Wortgetöse gescheiden wurde, Hauptsache ein Ende war gesprochen und ich konnte wieder neu anfangen.
Was in diesem Falle des Einen Glück und des Anderen Pech ist, da das Urteil schon lange rechtskräftig ist. Auch wenn es nur um den Wert einer Kiste Bier pro Monat geht (einschließlich Pfand).
Also dann Ihr Lieben in Beziehungen: Die Folgen einer Scheidung holen Euch auch nach Jahrzehnten der scheinbaren Ruhe danach immer wieder ein. Entweder als Plus einer zusätzlichen Rente auf Eurem Konto, die Euch immer an das ehemalige Drama erinnert oder als fehlende Kiste Bier am Monatsende.
Tja, Herr Bundeskanzler Merz
In vier Arbeitstagen werde ich meinen Arbeitgeber mit Abgeltung von Resturlaub verlassen müssen. Da kann der Bundeskanzler und all seine Parteimitglieder noch so viel über die Verlängerung der Lebensarbeitszeit krakelen und Gesetze ankündigen, Forderungen stellen und Ermahnungen aussprechen. Die Arbeitgeberschaft ist einfach nicht bereit, ältere Mitarbeitende über das Renteneintrittsalter hinaus zu beschäftigen. Und ganz besonders ist hier der Öffentliche Dienst als ausführendes Organ der Bundesregierung an erster Stelle angeführt.
Klar, nicht jeder ist so irre und will einfach weitermachen. Da bin ich jedoch keine Ausnahme, wie ich aus Kollegenkreisen vernommen habe. Doch „die Haushaltslage“ wird als übermächtige Ausrede angeführt, wenn es um den zart verpackten Rausschmiss der Leistungsträger aus der Boomer-Generation geht. Verbunden mit der stets gleichen Absage der älteren Neubewerber auf ausgeschriebene Stellen (übrigens der gleichen Art wie sie vorher freigegeben wurden), dass man „besser passende Mitarbeitende gefunden habe“. Und ja, wer sich das Lohhn- und Gehaltsgefüge angestellter Mitarbeitender im öffentlichen Dienst anschaut, der wird feststellen, dass neu Eingestellte deutlich weniger verdienen (weil geringere Erfahrungsstufe und somit weniger Bruttogehalt) als die erfahrenen Mitarbeitenden mit eben höherer Einstufung.
Wie auch immer, Herr Bundeskanzler, Ihr lauthals in die Welt gesandten Worte stoßen auf taube Ohren in ihrer eigenen Verwaltung. Da sehe ich deutlichen Aufklärungs- und Handlungsbedarf.
Ich bewerbe ich nun fleißig weiter und werde mal eine Bewerbung mit gelöschten Angaben zum Vornamen, Alter, den Beschäftigungsdaten und ohne Bild versenden. Sodass niemand vor einem Gespräch mit mir mein Alter und mein Geschlecht erfährt. Ich bin gespannt, ob ich tatsächlich eingeladen werde. Das ginge übrigens auch über das Kontaktformular des Bundeskanzler.
Klarer Fall
„Schön, dass Sie über das Renteneintrittsdatum weiterarbeiten möchten.“
„Sehr gern, geht ja auch mit dem Wunsch der Regierung konform und Sie wissen ja, Wissenstransfer, Behalten von Leistungsträgern im Beruf und so weiter.“
„Wir können Sie jedoch nicht weiter beschäftigen.“
„Aus welchem Grund?“
„Wir beschäftigen grundsätzlich keine Rentner.“
„Ich gehe nicht in Rente, ich werde weiterarbeiten.“
„Das macht keinen Unterschied.“
„Sie suchen seit Jahren erfolglos Mitarbeitende in genau meiner Tätigkeit und lassen mich gehen?“
„Wir beschäftigen grundsätzlich keine Rentner.“
„Dann bewerbe ich mich eben auf die ausgeschriebenen Stellen. Ich erfülle ja dank meiner Berufserfahrung in diesem Fachgebiet alle Voraussetzungen perfekt.“
„Wir müssen Sie ja nicht zum Vorstellungsgespräch einladen.“
Das nennt man dann wohl mal die perfekte Altersdiskriminierung. Klage zwecklos, da nichts gerichtsfest nachweisbar. Ich suche ab dem 01.03.2026 oder früher einen neuen Job.
Es ist zum Kotzen, Herr Bundeskanzler Merz, wie weit Sie mit Ihren Forderungen weg von der Realität sind. Denn dieses obige Gespräch fand kürzlich im öffentlichen Dienst statt, also in einer Behörde, die im Auftrag der Bundesregierung Dienste am Bürger leistet und somit eigentlich eine Vorbildfunktion haben sollte.
Da ich es gewohnt bin, mein Leben um die wirklich wichtigen Dinge kämpfen zu müssen, werde ich also wieder einmal wehrhaft. Ich werde Bewerbungen versenden müssen und wünsche mir wieder einmal, dass wir auch in Deutschland lernen könnten, auf das Foto, das Geschlecht und die Altersangabe verzichten zu können. Denn Diskriminierung jeglicher Art ist zwar verboten, jedoch alltäglich und nicht nachweisbare Praxis. Ebenso wie Rassismus.
Die Kernfrage für mich als hoffnungslos „überqualifizierte“ und „multifunktional einsetzbarer“ Mitarbeitender ist jetzt: „Wer stellt mich in meinem Alter noch ein?“ ergänzt mit „Und hegt nicht die üblichen Vorurteile gegen Alte wie zu kaputt, zu teuer, zu langsam?“.
Keine 95, aber ein paar
Anlässlich des Gedenktages der Reformation der damaligen Kirche, immerhin vor 507 Jahren, wenn ich richtig gerechnet habe, könnte ich mir wieder einmal vorstellen, dass Thesen an die Kirchentüren genagelt würden.
Vermutlich wäre dieses Treiben folgenlos und bliebe bis auf Anzeigen wegen Sachbeschädigung auch ohne Konsequenzen. Die Sturheit der katholischen Kirche ist ja hinreichend bekannt.
Meine Vorschläge wären jedoch:
- Straftaten von Kirchenmitarbeitenden unterliegen dem gesetzlichen Straf- und Ermittlungsrecht.
- Das kirchliche Vermögen ist bis auf das für den Erhalt des notwendigen Betriebs aufzulösen und zur Beseitigung der Armut weltweit einzusetzen. Dazu gehören insbesondere die gehorteten Schätze, vergoldete Figuren und Bekleidungen.
- Zulassung von nicht männlichen Menschen in alle Ämter und Funktionen.
- Einführung der Demokratie mit Beendigung der Alleinherrschaft eines Papstes.
- Anpassung der Glaubensregeln an die freiheitliche Grundordnung und das Recht auf Gleichbehandlung aller Menschen.
- Direkte Einwirkung auf die Friedensbemühungen der Politik durch zusätzliche Aktivitäten.
- Schaffung und Einhaltung des Grundsatzes „Nicht vorbeten, sondern vorleben.“, insbesondere durch Würdenträger und Mitarbeitende.
- Öffnung der Kirchen für gesellschaftliche Veranstaltungen zur Schaffung neuer Kulturräume.
- Offenlegung aller Vermögenswerte und Bilanzierungspflicht, verbunden mit der Nachweispflicht in Form von Verwendungsnachweisen der Einnahmen und Ausgaben.
Die Liste lässt sich beliebig ergänzen. Bitte gern erweitern.
Umgang mit Geflüchteten
Mich kotzt gerade die unglaubliche Art und Weise der CDU-Politiker (ja, Männer!) an, wie sie wieder einmal wie die Drecks-AfD populistisch und pauschal auf geflüchteten Menschen herumkloppen. Ebenso wie dieser Kindergartenverein, der sich FDP nennt.
Ich lade diese Dummbratzen ein, mich eine Woche lang am Arbeitsplatz zu begleiten.
Danach merkt ihr vermutlich zum ersten Mal, wie Scheiße wir in diesem Land geflüchtete Menschen Kraft Gesetzes und eigenen Behördenregelungen behandeln.
Die Herren Politiker sind gern aufgefordert, mich um eine Hospitation zu ersuchen.
Steuererklärungsfreiheit
Ich wollte dann meiner kleinen Freundeswelt nur mal mitteilen, dass ich vor einigen Tagen dem zuständigen Finanzamt unsere Steuererklärung übermittelt habe.
Bisher wurden wir von einem der schnellsten Finanzämter Deutschlands mit einem Bescheid und der passenden Erstattung nach spätestens sechs Wochen belohnt.
Ich bin sehr gespannt, wie sich das nach dem Zuständigkeitswechsel durch unseren Umzug gestaltet. Denn die Steuererstattung ist bei uns traditionell das Urlaubsgeld für den ersten Jahresurlaub. 🙂
Gelobt sei auch in diesem Falle mein Arbeitgeber, der überpünktlich die Jahresbescheinigung zur Verfügung stellt und unsere doch offenbar hervorragende Ordnung in unseren (wenigen) Unterlagen.
In 2023 hatten wir übrigens unsere Spenden auf ein Maß unter 1.000 € gesenkt. Das liegt sicher zu einem großen teil daran, dass wir dem hauptsächlichen Verein gekündigt und auf weitere Spenden verzichtet haben.
Gassaurei
Die WSW Wuppertal als Gaslieferant torpediert jegliche Bemühungen zum Energiesparen damit, dass der Gaspreis ab einem Verbrauch von mehr als 6.136 kwh um rund 15 Prozent billiger ist als darunter. Gleiches übrigens auch beim Strom.
Wer also weniger verbraucht wird nicht nur mit einer kalten Wohnung bestraft sondern auch mit weniger Geld in der Tasche.
Und ich vermute mal, dass dieses Gebaren kein Einzelfall unter den Energieversorgern ist.
Wir liegen mit unserem Haushalt übrigens bei rund 12.000 kwh im Jahr. Es trifft also auch noch ausgerechnet die Armen.
Das hat doch Methode
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Seit der nahezu wöchentlich angekündigten Preiserhöhungen beim Gas kann ich bei meinem Gasversorger die Zählerstände nicht mehr eingeben, um die sonst übliche Schätzung zum Erhöhungsdatum in der Jahresabrechnung zu vermeiden. Die fand ich nämlich schon immer überaus anrüchig und keineswegs plausibel. Gleiches Verhalten wird übrigens bei angekündigten Strompreiserhöhungen an den Tag gelegt. Das hat doch Methode, oder?
Ich schicke denen das nun immer per Mail und überwache die Übertragung in meinen Account.
Impftermine vereinbaren
Es ist schon ein Kreuz mit dieser Organisation rund um die Impfungen gegen das Corona-Virus. Ich bin ja als „Behördenpflanze“ groß geworden und verstehe öffentlich-rechtliche Denk-, Schreib- und Handlungsweisen sehr gut. Für gewisse Vorgänge habe ich sogar Verständnis und übersetze den von mir betreuten Menschen häufig sogar Behördendeutsch in verständliches Deutsch.
Was aber derzeit in NRW und in Wuppertal an Chaos und von außen wahrnehmbarer Inkompetenz und Bürokratie gezeigt wird, macht mich so richtig wütend. Das würde anders gehen, wenn nicht das vom derzeitigen Ministerpräsidenten vorgelebte und lehrerhaft vorgebetete Dauerschlängeln zum Mantra geworden wäre. Es ist für mich überaus gruselig mit anzusehen, wie nach und nach die Bevölkerung des Landes desorientiert und mit den Ängsten und der Wut allein gelassen wird. Ich befürchte ein Wahlergebnis in Richtung neuer Nationalsozialisten, was nicht gut für uns wäre.
Meine Großeltern und Eltern haben die Nazis miterlebt und davon berichtet. Ich möchte eine solche Zeit nicht erleben und erst recht nicht für meine kleinen Enkelkinder!
Inzwischen ist es mir gelungen, für die Liebste und mich Impftermine zu bekommen. Mir ist schon ein wenig mulmig dabei, doch ich will nicht an meine früheren Alptraumvisionen denken, die durchaus als Dystopie in einem Roman durchgehen könnten. Ich habe keine Lust auf Schläuche im Hals. Weder bei mir noch bei meinen Angehörigen. Deshalb die Termine, die ich endlich bestätigt bekommen habe.
Ich werde berichten.