Aktuelle Aufgaben- und Vorhabenliste

Ab und an erstelle ich mir auf meinen kleinen Notizklotzzetteln eine Liste. Immer dann, wenn ich das Gefühl habe, den Überblick zu verlieren oder vor Augen eine Liste benötige, um nichts zu vergessen. Heute gibt es also mal die Liste hier, also diejenige mit den mir aktuell selbst gestellten Aufgaben und Vorhaben.

  • Kontakte zu den Lego-Eisenbahnmitbauenden und den drei Raumgebenwollenden aufnehmen bzw. weiter ausbauen.
  • Klassentreffen Briefe schreiben und den Rest der Mitschüler/innen suchen.
  • Großcousine kontaktieren und Treffen vereinbaren, um die Ahnenforschung weiterzuführen und die Sache mit den Stolpersteinen zu klären.
  • Türbeleuchtungen am Auto installieren
  • Lied für die Enkeltocher vorstellen und ihre sicher vorhandenen Wünsche einarbeiten.
  • Wohnung suchen.
  • Urlaubsreise für den Fall der Nichtbeschäftigung planen und durchführen.
  • Jobsuche mit Bewerbungen schreiben.
  • Lesungsorte suchen.
  • Personenbeförderungsschein machen.
  • Rechtes Auge den Nach-Star lasern lassen (Termin habe ich schon).
  • Mindestens vier Konzerte in diesem Jahr besuchen.
  • Den Reha-Sport durchziehen.

Wenn mir noch etwas einfällt, ergänze ich. Das sind zumindest erst einmal die Dinge, die ich im Laufes der nächsten beiden Monate erledigt sehen möchte.

Bevor ich es vergesse

Bevor ich es vergesse, schreibe ich es lieber gleich an dieser Stelle auf.

Am 01.09.2026, also in etwas mehr als sieben Monaten, blogge ich offiziell seit 22 Jahren. In Computerjahren sind das dann 220 Jahre. Was mich dazu berechtigt mitzuteilen, dass das dann meinem eigenen, bisher gefühltem Alter schon sehr nahe kommt. Um es zu erklären, es sind immer noch nur 256 Jahre. Womit ich gefühlt seit 2003 nicht mehr älter geworden bin, was das Seelische angeht. Über den Körper will ich an dieser Stelle nicht schreiben. Das macht mich nur depressiv.

Also dann, ganz nebenbei erwähnt sei noch, dass ich dann auch gemäß dieses einst festgelegten Datums seit dann 27 Jahren Geschichten aufschreibe und mich an Musiktexten versuche. Relativ erfolglos, womit ich jedoch einwandfrei leben kann. Mit Berühmtheit kann ich nämlich nur temporär umgehen.

Von daher ist alles gut und der Chronistenpflicht ist Genügen getan.

Um es mit Jethro Tull zu sagen: „Too old to Roch´n´Roll, too young to die“.

Die Kleinigkeiten eines vollen Tages

Um 4.00 Uhr piepst der Wecker. Aufstehen, Toilette, Kaffee vom Automaten machen lassen und während zwei Becher Kaffee ohne sonst etwas darin den Weg in mich hinein finden, lese ich Mails, facebook, die wenigen Blogs und schreibe etwas.

Nach Bad und Toilette verlasse mit geschmiertem Brot und Getränkeflasche im Rucksack gegen 05.50 Uhr das Haus. Gegen 06.20 Uhr habe ich Fahr- und Fußweg hinter mir und checke mich im Haus des Arbeitsplatzes der Hauptarbeit ein. Gestern war es ereignislos, abgesehen von einem Selbstlern-Lehrgang über KI-Einsatz und meinen nachfolgenden eigenen Recherchen in Sachen KI und Urheberrecht. Natürlich war das eine Recherche ohne Einsatz von KI: Ich bin jetzt schlauer als vorher und habe bisher alles richtig gemacht.

Verabschiedung einer Kollegin, die gekündigt hat, um umzuziehen, ein Haus zu renovieren und noch keinen neuen Job hat. Bis auf den Umzug habe ich alle dieser Fehler auch schon gemacht. Ich wünsche ihr viel Glück und gutes Gelingen.

Interviewvorbereitung und Interview mit einem Moderator des WDR, der mich am Dienstag angerufen hatte, weil ich vor langer Zeit mal eine Bewerbung für eine Sendung abgesandt hatte. Ich wäre sensationell gut vorbereitet und ein perfekter Interviewpartner sprach man. Das freute mich dann doch sehr.

Meinen Praktikanten hatte ich ausgeliehen und dort blühte er auf. Er darf wohl in der nächsten Woche noch einmal dort hin.

Gegen 16.15 Uhr machte ich Feierabend, fuhr heimwärts und machte per Mail vorher noch einen Termin für Sonntag mit einem Käufer bei Kleinanzeigen klar. Ob das klappt, glaube ich aufgrund meiner Erfahrungen mit Kleinanzeigen erst, wenn es passiert ist. Kurz nach 17 Uhr war ich daheim, stellte mir den Eintopf in die Mikrowelle, sprach kurz mit der Liebsten, die erschöpft von ihrem Wandertag zurück war und hatte dann von 18.00 Uhr bis 20.20 Uhr eine Videokonferenz im Nebenjob. Ich konnte loben, trösten, helfen und mir neue Aufträge abholen.

Danach noch den Flüssigkeitsstand im Körper wieder auffüllen, ein kleines Spiel am Tablet vor dem Fernseher und um 21.00 Uhr lag ich schlafend im Bett.

Wenn ich mir diesen ganz normalen Tag ansehe, wundert es mich nicht, wenn man von einem schnellen Zeitablauf spricht und davon, dass einem die Zeit davonrennen würde. Aber hej, besser so als nichts zu haben und nichts zu tun. Ich bin es zufrieden und das ist wichtig.

Sport ist noch immer nicht meins

Ich habe Reha-Sport verordnet bekommen. Wegen der üblen Rücken-Operation gab es für mich nach der Physiotherapie und der Akupunktur dann eben auch Sport für Menschen mit Rückenproblemen. Sportler würden über einmal wöchentliches Armekreisen, Beinheben, Dehnen und Körperraufundrunterdrücken lachen. Ich könnte vor Schmerzen schreien und komme nach drei Minuten schon ins Schwitzen.

denke ich an den alten Nazi zurück, der mir in der Realschule in seiner Eigenschaft als Sportlehrer den Sport und das Leben vermiest hat, werde ich wütend. Mein Leben wäre sicher anders verlaufen, hätte man damals schon meinen vermurksten Körper anders zu Aktivitäten gebracht, als mit Anschreien und Beleidigungen, ja sogar mal einer Ohrfeige.

Nun gut, mein Sport bestand dann als Kind und Jugendlicher aus Radfahren, Schwimmen und Judo. Als Erwachsener sanierte ich dann Häuser und fällte Bäume, schleppte die Baumstämme, hackte tagelang Holz und saß zum Ausgleich im Büro.

Heute muss ich mich zu diesem Reha-Sport zwingen, auch wenn es mir letztendlich doch ein klein wenig Spaß macht. Glückshormone habe ich nicht, aber immerhin Adrenalin. Und das ist ja auch etwas, das in Schwung halten kann.

Keine Zeit, keine Lust und dennoch …

… fehlt mir das tägliche Bloggen.

In den Anfangszeiten dieses Blogs, damals noch unter der Url tagesblog.de ohne Bindestrich, schrieb ich täglich auf, was ich den Tag über erlebt habe oder was mich bewegte.

Dann rannte mir die Zeit davon, ich begann die intensive Vollzeittätigkeit mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Ich hätte genügend blogbares Material, doch der Datenschutz, Schutz der Persönlichkeit und all diese Dinge hemmten mich. Na klar, es hätten auch weiterhin die Mahlzeiten sein können, Urlaubsberichte und das ganze Blablabla des Lebens drumherum. Doch irgendwie war die Luft raus und, Blogger kennen das, es stellte sich die Frage für wen und aus welchem Grund überhaupt noch bloggen.

Irgendwann im vorletzte Jahr habe ich dann meine ganzen facebook-Äußerungen hier ins Blog übertragen und in täglicher Kleinarbeit zumindest mit vernünftigen Überschriften versehen. Und nun, so kurz vor der erzwungenen und nicht gewollten Rente, habe ich mir überlegt, dass ich doch noch einmal den Versuch starten werde, wieder täglich etwas zu schreiben. Denn immerhin habe ich dieses, diesen Blog einst auch als Tagebuch und Erinnerungsbuch für mich genutzt. Als Rechtfertigung für mein Leben, als geschriebene, erlebte Geschichte für mich und am Ende für die kurze Zeit zwischen dem Moment meines Todes und dem des Löschens, weil mein Provider kein Geld mehr für den Serverplatz bekommt.

Dabei fällt mir die absichtliche oder unabsichtliche Weisheit eines früheren Freundes ein, der seinem Provider in einer Zeit, als es ihm finanziell gut ging, derart viel Geld überwiesen hat, dass er vermutlich noch 20 Jahre nach seinem Tod noch virtuell am Leben bleibt. Es sei denn, der Provider geht pleite. Das digitale Erbe ist so eine Sache, die bei uns hier im echten Leben ungeklärt und in Gesprächen unerwünscht ist. Tod bedeutet gleich Abschaltung des digitalen Seins, abgesehen von den laufenden (kostenlosen) Accounts. Die werden dann sicher irgendwann gelöscht.

Ich gehe da sehr pragmatisch an die Sache heran. Wo ich mir früher ein Grab mit Grabstein, eine ewige Erinnerungsseite und mehr gewünscht hatte, ist es mir inzwischen egal, was von mir übrig bleibt. Die Erinnerung an mich wird bleiben. Und zwar bei denen, die sich gern an mich erinnern. Mehr braucht es nicht. Und für das digitale Leben gibt es letztendlich auch die wayback machine des Internets. Und die NSA vermutlich. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nun, wir werden lesen, was aus meinem Vorhaben geworden ist.