Kreativkonferenz mit einer Achtjährigen

Gestern Telefonkonferenz zwischen Komponistin und Produzent, sprich Enkeltochter (8) und Opa (66). Wir besprechen ihren Text und ihre Melodievorstellungen, klären die Anweisungen an die Software (Prompts) und die weiteren Schritte bis zur ersten Herstellung der Enwwürfe des gemeinsamen Projekts. Insgesamt dauerte die Konferenz rund 45 Minuten und am Ende erklärt die Achtjährige, dass sie sehr begeistert wäre, wie gut wir gearbeitet hätten und weitergekommen wären.

Mein Eindruck war, dass wir störungsfrei sehr fokussiert miteinander sprechen konnten und damit für das Kind einen erschreckend frühen Schritt in die spätere Arbeitswelt geleistet haben.

Andererseits ist es wunderbar zu erleben, wie schnell sie verstanden hat, dass es keineswegs damit getan ist, einige Worte einer KI zu fressen zu geben und dann das Ergebnis widerspruchslos zu akzeptieren. Vielmehr will und kann sie den überwiegenden Einfluss darauf nehmen, wie das Ergebnis ihren eigenen Vorstellungen entsprechen soll. Und ich schule sie darin, wie sie das technisch mit den entsprechenden Befehlen umsetzen kann.

Wir haben mächtig viel Spaß dabei, ohne ihre zur Verfügung stehende, geringe Bildschirmzeit zu überziehen.

Cover Bitro Ewentino


Das Bild zeigt das Cover ihres ersten Liedes, das sich unter ihren Freundinnen zum kleinen Hit entwickelt hat.

Die Sache mit der KI in der Musik

Aktuell wird sehr hitzig über die Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Musik diskutiert. Es scheint mir, als würden sich erneut die Fronten aufbauen und verstärken. Ja, sogar vielleicht schon bekämpfen. Denn erste Berichte von Ausschlüssen aus den Charts bei „Feststellung einer KI-Nutzung bei einer Chart-Platzierung“ gehen schon die Runde.

Das erinnert mich doch sehr an die Ablehnung der Beatles, die vehemente Ablehnung deutscher Coversongs von internationalen Hits, die Nutzung westlicher Musik durch das Amiga-Label der DDR, das Verbot von durch Synthesizer erzeugten Klängen in der britischen Popmusik durch die Gewerkschaft, die anfängliche Verachtung von Samples der DJs und DJanes, und so weiter und so weiter. Da geht es letztendlich immer darum, dass bisherige Musiker und Künstler ihre Arbeit nicht geschätzt und bezahlt sehen. Und es geht darum, dass junge Menschen den alteingesessenen Künstlern einen neuen Weg zeigen, Kunst zu erzeugen und unter die Leute zu bringen. Es ist also der ewig schon bekannte Konflikt zwischen Alt und Jung, so scheint es mir.

Doch was genau macht denn nun die KI in der Musik? Macht sie etwas anderes als der Künstler, der stets vollmundig erklärt, seine Kindheitsidole wären die Rolling Stones und Deep Purple gewesen? Oder macht sie etwas anderes als der DJ, der aus vielen Soundschnipseln und seinem wenigen Text einen Chart-Hit baut? Nein, sie macht es ebenso, denn die KI greift auf „Erfahrungen“ zu und baut daraus entsprechend der Befehle des Menschens, der vor der Software sitzt, etwas Neues zusammen. Das ist wie ein großer Haufen LEGO-Steine, aus dem man sicher entsprechend einer mit Copyright geschützten Anleitung genau das dort gezeigte Modell oder etwas eigenes aus eigener Fantasie, Gesehenem oder Erlernten schaffen kann. Habe ich viel Erfahrung, viel Erlerntes und viele Steine, kann ich viel Neues schaffen, obwohl ein grauer Vierer immer ein grauer Vierer bleibt.

Es kommt bei alledem, wie schon die GEMA in ihrer Stellungnahme zur KI schon richtig schreibt, auf die Schöpfungstiefe an. Schreibe ich einer KI „Erschaffe ein Lied“, hat das keine Schöpfungstiefe und ich genieße kein Recht an dem Produkt (auch wenn aktuell das Ganze mit einer kommerziellen Pro-Version der KI noch anders aussieht). Gebe ich der KI jedoch einen eigenen Text vor, weise sie mit Befehlen zu bestimmtem Verhalten an und korrigiere sogar noch die entstandenen Werke, um sie weiter zu bearbeiten, dann habe ich ein eigenes Produkt geschaffen. Und dieses hat aus meiner Sicht und Erfahrung die gleichen Rechte und Verdienste wie ein auf der Gitarre selbst gezupftes Lied, dessen Noten von Hand auf das Papier gebracht wurden.

Wenn ich als schreibender Autor für meine Texte, die ich mir alle selbst ausdenke, ein Programm wie Microsoft Word und eine Rechtschreibprüfung nutze, das Ganze dann zur pdf-Datei exportiere, auf einen Server in den USA hochlade, um daraus mittels einer weiteren Software ein gedrucktes Buch herstellen zu lassen …
… dann mache ich beinahe ebenso viele Fehler in den Augen von Martin Luther, der seine Bibelübersetzungen von Hand hat schreiben lassen. Und später ebenfalls drucken liess.

Wir werden um elektronische Musik nicht mehr herumkommen und wenn sie uns gefällt, warum auch nicht? Die „handgemachte“ Musik wird nicht sterben, darüber mache ich mir keine Sorgen. Alles wird nebeneinander existieren können und nur die Hörenden werden entscheiden, was sie hören möchten. So wie damals, als die Alten die Beatles verteufelten und die Jungen sie vergötterten. Heute sind sie Kult. Wie die DJs und DJanes der Techno-Zeiten und auch ein Ennio Morricone, der ohne jeglichen Protest elektronische Zutaten einsetzte.

Ich zitiere Cicero, der vor unserer Zeitrechnung aussprach „O tempora, o mores!“, was im Asterix frei mit „Andere Zeiten, andere Sitten!“ übersetzt wurde. Was auch falsch ist, aber im heutigen Sprachgebrauch niemand mehr weiß.

Metallica, Zoo, Küchendunst und Auto

Einige volle Tage im ungewohnten Rentnerdasein liegen hinter mir. Ich befinde mich gefühlt noch im Urlaubsmodus mit der Gewissheit einer Arbeitslosigkeit und schreibe weiter fleißig Bewerbungen. Aktuell habe ich noch keine Ergebnisse aus Vorstellungsgesprächen und keine Antworten zu den Bewerbungen. Die Informationskultur ist sozusagen nicht mehr vorhanden. Und wenn ich den Kanzler höre, der im Grunde sagt, dass wir alle faul sind, könnte ich im mal gehörig die Meinung vor die Füße kotzen.

Jedenfalls hatte die Liebste den Wunsch nach einer Dunstabzugshaube in der hiesigen Küche geäußert und wir wurden uns relativ schnell über das Modell einig, das drei Tage später geliefert wurde. Im örtlichen Handel gab es nichts, was auch nur annähernd gepasst hätte. 90 cm breit, Schräghaube, schwarz, leistungsstark und leise, so die Vorgaben. Am Ende waren 202,00 € incl. Versand und zwei Jahren Garantie statt Gewährleistung zu zahlen. Eine Tag später hatte die Liebste ihren Wandertag und ich meine Ruhe, was das Anbringen anging. Sieben Bohrlöcher und drei Stunden später hing das gute Stück an der Wand, macht einen guten Eindruck, die Küche war wieder sauber und alles Gerät wieder an Ort und Stelle verräumt. Gewöhnungsbedürftig war der Liebsten, dass Schräghauben nicht geöffnet werden, wenn es dampft, sondern unten und an den Seiten absaugen. Was vorgestern dann deutlich sichtbar wurde, als das für den heutigen Sonntag vorbereitete Gulasch gebraten wurde.

Am Freitag ging ich mit dem Schwiegersohn zu einem Tribute-Konzert für Metallica mit der Band und dem Orchester Orion von Tobias Regner, einem früheren DSDS-Teilnehmer. Der macht seit nun mehr 23 Jahren Musik von Metallica und das keineswegs schlecht, wie ich finde. Nur der Mensch an der Tontechnik hatte mal wieder ganz offensichtlich den Ton nicht an den Saal angepasst. Der Sound war völlig übersteuert, das Orchester zwischen den E-Gitarren fast nicht zuhören und der Gesang nicht zu verstehen. Das ist dann wirklich schade. Ich kenne nicht viele Songs von Metallica und so stand es am Ende der Show 19 Titel insgesamt zu vier mir bekannten. Aber Spaß hatte ich dennoch. Witzig ist für wieder wieder, dass beim Blick auf die Köpfe im Saal (ich saß auf der Empore) nur Platte und Silber zu sehen war. Die Generation Ü60 war überdeutlich in der Mehrzahl. Es wird Zeit für eine Übergabe an die jüngeren Generationen.

Am gestrigen Samstag haben wir den Tag mit den Enkelkindern im Wuppertaler Zoo verbracht. Für Leute, die den nicht kennen: Das ist der einzige Zoo Deutschlands, in dem es gefühlt nur bergauf geht. Für Schmerzpatienten wie mich gibt es genügend Bänke und ich war in verblüffend guter Form. Vermutlich dank eines experimentell von mir eingesetzten neuen Medikaments, dass mir meine Schwester empfohlen und mitgegeben hatte. Jedenfalls hielt ich gut durch, hatte eine Menge Spaß mit den Kleinen und fiel am Abend kurz nach 20 Uhr müde ins Bett.

Am Montag geht das Auto im nunmehr zarten Alter von fast 9 Jahren für einige Tage zum Aufbereiter. Ich ertrage dieses Biotop nicht mehr, das sich in allen Ecken sammelt. Auf das Ergebnis von viel Geld und drei Tagen Busfahren bin ich sehr gespannt.

Türbeleuchtung eingebaut

Was mich seit Kauf des Tiguans 2017 genervt hatte, ist nun gestern endlich zu einem guten Ende gekommen. In den Türen befanden sich nämlich nur die Reflektoren und keine Beleuchtung nach hinten und unten.

Vorn waren zwar die Leuchten in den Spiegeln aktiv, doch hinten war nichts und insbesondere das rote Signal für doofe Vorbeifahrende, dass hier eine Tür geöffnet ist, fehlte mir doch sehr.

Türbeleuchtung VW Tiguan 2

Vorn habe ich die fest an das jeweilige Türsteuergerät angeschlossenen Leuchten von k-electronic verbaut. Hinten sind es die aufladbaren Leuchten mit VW-Logo von AliExpress. Die Logos sind dem Wunsch der Enkelkinder gefolgt eingebaut, mir würde einfach nur Licht nach hinten und unten reichen.

Türbeleuchtung hinten mit VW Logo

Die Entfernung der Türverkleidungen vorn braucht etwas Gewalt und zwei Hebelwerkzeuge. Da ich hier aufgrund des Alters der Steckverbinder den einen oder anderen beim Aushebeln beschädigen musste, habe ich mir gleich Ersatz bei Amazon besorgt.

Die Einbauzeit vorn pro Tür ist für Ungeübte eine Stunde. Einbauzeit hinten für die aufladbaren Beleuchtungen 5 Minuten.
Benötigtes Werkzeug für vorn:
– Hebelwerkzeug
– 10er Schraubenschlüssel
– ggf. Ersatz-Verbinder
– Werkzeug zum Abisolieren
– Lötkolben oder Stromdiebe
– Isolierband
Man beginnt den Ausbau der Türverkleidung am besten mit Aushebeln der Türgriffverkleidung von unten nach oben. Darunter befindet sich eine Schraube, die rausgedreht und gut beiseite gelegt werden sollte. Die zweite Schraube findet man etwa in der Mitte oberhalb der Ablageschale. Dann muss von der Unterseite der Türverkleidung eine Kunststoffschraube mit einem 10er Schraubenschlüssel eine viertel bis halbe Umdrehung gedreht werden. Danach beginnt der fiese Gewaltakt, indem man die Verkleidung einfach mit Kraft Stück für Stück von unten nach oben herausreißt. Dabei können die Verbinder zerstört werden. Allerdings sind die ziemlich billig nachzukaufen und der Ersatz lohnt sich wirklich. Der Teil oben rechts (an beiden vorderen Türen ist es rechts) wird nur nach oben herausgehoben.

Die gängigen Youtube-Videos zeigen die Entfernung der Stecker aus der Tür, das Abkoppeln der Türgriffe usw. Das habe ich mir erspart, da ich nur den oberen Stecker des Steuergeräts herankommen musste. Der lange Stecker mit den zwei dicken und den vielen dünnen Kabeln in der Mitte wird gelöst (erst die magentafarbene Sperre rausziehen und dann den Stecker selbst. Danach werden die beiden zu belegenden Kabel irgendwo abisoliert und mit denen der Türbeleuchtung verbunden. Der Einbau der Verkleidung erfolgt umgekehrt. Manchmal braucht es etwas Druck beim Einklipsen der Verbinder. Eine detaillierte Anleitung ist von k-electronic mitgeliefert.

Für hinten brauchte ich nur das Hebelwerkzeug. Reflektor aushebeln und neue Leuchte einklipsen. Fertig.

Es gibt bei AliExpress auch Leuchten mit Batteriekasten, die ich im Test verbaut habe. Diese passen nur vorn, da nur hier Platz für den Batteriekasten ist. Wenn ich den dauerhaft verbauen wollen würde, käme für mich das Bohren eines kleinen Lochs in die Ablageschale infrage, damit der Batteriekasten besser zugänglich ist. Ansonsten müsste man für jeden Batteriewechsel die Leuchte wieder aushebeln. Für die Akkuleuchten hänge ich einfach eine Powerbank an, da sie nach gut einer Stunde von leer nach voll aufgeladen sind. Die Akkuleuchten sind jetzt seit drei Wochen verbaut, ohne dass sie aufgeladen werden mussten.

Wenn es mich nervt, baue ich hinten später doch noch die festen Leuchten ein.

Ich finde, das Auto hat einen befriedigenden Mehrwert an Nutzen erhalten.

Türbeleuchtung VW Tiguan 2 nachgerüstet.

Wenigstens ein netter Spamer

In der Spamkommentar-Liste dieses Blogs fand ich heute den Eintrag einer mir völlig unbekannten „Person“ mit Angabe der Url zu einer Pornoseite und dem Kommentar mit der Frage, wie es mir geht.

Immerhin nett und relativ unauffällig. Gegenüber dem sonstigen Spam auffallend minimalistisch und höflich.

Hat aber nicht geholfen.

Überfall

Dieser Blog wurde gestern und heute wieder einmal von Spam-Kommentatoren überfallen. Insgesamt hat das Anti-Spam-Plugin weit mehr als 6.000 Spam-Kommentare abgefangen.

Ich habe schon per Anpassung der htaccess-Datei einige Länder ausgesperrt, was eine Zeitlang gut gewirkt hat, aber natürlich keine Garantie bietet. Auch die Filter durch Reizworte aktualisiere ich regelmäßig, sodass solche Kommentare sofort abgewiesen werden und gar nicht erst möglich sind.

Allerdings hilft das alles nichts gegen die Bot-Überfälle, wie den aktuellen. Ich warte noch immer auf das Plugin, dass Spam an die Absender zurücksendet und eine Überhitzung und Explosion der aussendenden Geräte bewirkt. Da würde ich mich über jeden Knall in Rechenzentren rund um die Welt freuen.

Bis dahin freue ich mich nur daran, dass ich den Spam-Ordner regelmäßig betrachte und diesen Dreck nicht unter den Beiträgen finde.

Mehr Licht am Heck

Nachdem sich die Liebste im letzten Winter mehrfach beklagte, dass die Kofferraumbeleuchtung so dunkel und unpraktisch wäre, habe ich meine momentane Auszeit dazu genutzt, diesen Mangel zu beheben.

Heckklappe geöffnet und schon mit der neuen LED-Kofferraumleuchte.

Das neue Licht am Heck.

Verbaut habe ich eine für den Tiguan 2017 passende Zusatzbeleuchtung anstelle der beiden leeren Verkleidungen in der Heckklappe, eingekauft über AliExpress. Im Lieferumfang enthalten sind die beiden Verkleidungen mit LED-Beleuchtung, die entsprechenden Kabel zum steckerfertigen Anschluss an die vorhandene Kofferraumleuchte, ein Einziehdraht und ein Hebelwerkzeug. Die Kosten lagen zunächst bei rund 36 €.

Die Kabelführung habe ich mittels meines gern genutzten Meters 3×1,5 mm Aufputzkabels durchgeführt, weil der Einziehdraht einfach nicht gerade zu bekommen war. Das Kabel wird durch die beiden Löcher nach Aushebeln der leeren Verkleidungsteile von links nach rechts, dann nach Entfernen der rechten und oberen Verkleidung der Heckklappe zum Kabelschlauch, dann ein Stück unter dem Himmel, rechts hinter der Gummidichtung nach unten und dann nach Entfernung der Verkleidung nahe des Rücklichts hinter der seitlichen Verkleidung dorthin geführt.

Der Stecker von der ursprünglichen Kofferraumleuchte wird abgezogen, mit dem Y-Stecker und dem durchgeführten Kabel verbunden und das war es auch schon. So dachte ich, als alles funktionierte.

Bei der ersten Probefahrt meldete der Tiguan zwar keine offene Heckklappe, aber ein nicht verriegeltes Schloss der Klappe. Die sich ständig wiederholende Warnung war nicht auszuhalten.

Da ich zwar Elektrik kann, mich jedoch elektronisch zu meinem Bedauern nie ausgebildet habe, vermutete ich zunächst ein Problem im Widerstand der eingebauten (vorher noch mit normaler Glühbirne versehenen) Kofferraumleuchte. Ich entfernte den Widerstand, was eine um ca. 10 Minuten verzögerte Fehlermeldung erzeugte. Also tauschte ich die bisherige analoge Kofferraumleuchte gegen eine LED-Leuchte mit Verhinderung der Fehlermeldung (herstellerseitig versprochen) aus. Allein war es auch so, mit der Zusatzbeleuchtung erschien wieder die Fehlermeldung. Die Warnungen auskodieren wollte ich nicht, da sie ja einen sicherheitsrelevanten Sinn machen, wenn die Heckklappe einmal wirklich nicht geschlossen ist.

Das Ende der Geschichte war die Beschaffung eines Schalters und das manuelle Schalten der Zusatzbeleuchtung bei Bedarf. Durch die Trennung vom Strom während der Fahrt gibt es keine Fehlermeldung mehr und die Zusatzbeleuchtung ist der Hammer, sobald sie aktiviert ist.

Sicher gibt es elegantere Lösungen mit Einlöten von passenden Widerständen, doch wie gesagt, ich kann Elektrik mit Kabeln, habe aber von solchen Dingen keine Ahnung und lasse daher die Finger davon.

Getestet habe ich die Beleuchtung schon beim Beladen des Wagens in einer stockdunklen Kleingartenkolonie. Sie diente locker auch als Wegbeleuchtung.

Suchworte bei AliExpress sind „Kofferraumleuchte Tiguan 2017“.

Geöffnete Heckklappe mit Zusatzleuchten.

Eingebauter Schalter für die Zusatzbeleuchtung.

Nur gelb blinken können die Scheinwerfer nicht. Schade eigentlich.

Betrüger ohne Ende

Gerade eben wieder getestet und zum wiederholten Mal Betrug aufgedeckt.
Meine daraus schon lange resultierenden Facebook Marketplace-Regeln aus Erfahrung:
1. Ist der Preis sehr günstig, sei wachsam!
2. Nutze die Google Bildersuche und prüfe, ob dieses Bild auch woanders auftaucht.
3. Kaufe NIEMALS per Vorkasse oder paypal friends. Spende das Geld lieber gleich an Leute, die es gebrauchen können. Oder verbrenne es, was der Vorkasse oder paypal friends gleichkommt.
4. Bestehe auf persönlicher Übergabe gegen Barzahlung. Findet der Verkäufer Ausreden, ist es Betrug.
5. Auch wenn es schwerfällt, frage niemals nach Versand bei weit entfernt angebotenen Artikeln. Wenn du nicht hinfahren kannst, vergiss es!
6. Auch Käuferschutz lässt sich inzwischen anscheinend übergehen. Vergiss den Versand! Auch wenn ich mich wiederhole.
7. Melde alle betrügerischen Artikel und die Betrüger als Betrug. Facebook wird sie nicht löschen oder manchmal sehr verspätet. Ist doof, aber mehr kannst du nicht machen.

Der große Umbau im Auto – Teil 3

Ich berichte über die Umrüstung vom Discover Media auf ein Dynavin D9 im VW Tiguan 2, Baujahr 2017. Teil 1 und Teil 2 sind HIER und HIER zu finden.

Die DAB+-Antenne zu montieren brauchte auch einige zusammengesuchte Anleitungen aus dem Internet, um zum Ziel zu kommen. Die Antenne hat das eigentliche Antennenkabel und ein dünnes, rotes Kabel das entgegen der Erwartungen nicht an ein Dauer-Plus angeschlossen wird, sondern mit dem Amp-Kabel am Kabelbaum, der zur Steuereinheit des Radios führt. Die beiden offenen Kabelende mag man so verbinden, wie man es für gut und isoliert genug hält. Für Kabeldiebe ist das Kabel zu dünn.

Die Antenne hat ein sehr filigranes Kupferblättchen und die dünne auf eine Folie geklebte Außenantenne. Es empfiehlt sich, vor der Montage die überaus ungeliebte Reinigung der Windschutzscheibe von innen durchzuführen. Danach entfernt man mit dem Hebelwerkzeug auf der Beifahrerseite die Seitenverkleidung mit dem Schloss für die Abschaltung des Beifahrerairbags und die dann freiwerdende Blende daneben in Richtung Tür. Der Stecker am Schalter für den Beifahrer-Airbag kann ausgeklipst und abgezogen werden. Das schwierigste Stück Arbeit ist dann die Entfernung der Verkleidung der A-Säule. Da braucht es kräftiges und beherztes Ziehen, um die drei Befestigungsnasen aus den Löchern im Metall zu ziehen.
Wenn soweit alles ausgebaut ist, müssen jetzt die Scheibe und das Metall der A-Säule gut gereinigt werden. Vorsicht an der A-Säule, denn da liegt gefaltet der Seitenairbag drin.
Die DAB+-Antenne nun vorsichtig durch das rechte Loch im Schacht der ehemaligen Main-Unit nach rechts fädeln und dann nach oben bis knapp unter den Sonnenschutzstreifen der Windschutzscheibe ziehen. ebenso vorsichtig die Folie vom Kupferstreifen abziehen und fest an das Metall der A-Säule kleben. Mit einem trockenen Tuch nachdrücken ist eine gute Idee. Nun auch die Antennenfolie mit dem dünnen Kupferstreifen an die Windschutzscheibe kleben und mit dem trockenen Tuch nachreiben.

DAB+-Antenne des Dynavin D9

Die beiden Kabel werden dann mit dem Isolierband an die A-Säule geklebt. Dabei darauf achten, dass die Löcher für die Haltenasen der Verkleidung frei bleiben. Die Kabel gut bis zur Seitenverkleidung mit dem Schalter verlegen und mit Isolierband befestigen.

Die Verkleidung der A-Säule lässt sich am besten wieder anbringen, indem von innen gedrückt und dabei von außen darauf geachtet wird, dass die Metallklipse in die Löcher passen. Danach die beiden seitlichen Verkleidungen wieder anbringen und nicht vergessen, den Stecker vom Airbag-Schalter einzustecken.

Ein erneuter Probelauf sollte nun auch das DAB+zeigen.

DAB+ mit Dynavin D9

Nun gilt es noch, das Mikrofon und das Head-Up-Display anzubringen. Das externe Mikrofon wird einfach auf der Verkleidung der Lenksäule angeklebt. Das Head-Up-Display ist, wenn es nicht nötig ist, durchaus verzichtbar. Es kann nicht mehr, als die Multifunktionsanzeige. Und wenn die nach wie vor funktioniert, braucht es das externe Display nicht. Ansonsten gilt die Kabelverlegung wie rechts für die DAB+-Antenne.

Jetzt gilt es nur noch, das Geraffel im Handschuhfach verschwinden zu lassen.

Handschuhfach nach dem Einbau Dynavin D9

Für die beiden hier herausgeführten USB-Anschlüsse kaufte ich eine passende Konsole für ein anderes VW-Modell ein. Dazu eine Radioblende nach DIN, in die ich vorsichtig ein passendes Loch schneiden musste. Mir fehlte da ein passendes Werkzeug, also musste das völlig überdimensionierte Makita Multitool herhalten. Entsprechend schief ist es leider geworden, verschwindet aber im Handschuhfach.

USB-Konsole im Handschuhfach.

Damit ist das Projekt erst einmal abgeschlossen. Das große Ziel war, dass ein problem- und spurenloser Rückbau jederzeit möglich ist. Denn wenn das Auto mal verkauft werden sollte, wäre es für einen Händler uninteressant, ein Android-Radio vorzufinden. Da ist man doch eher traditionell eingestellt und würde das fehlende Discover Media als erhebliche Mangel ansehen. Immerhin kostet so ein VW-System weit mehr als 1.500 €, wenn ich das richtig recherchieren konnte.

Und wer bis hierher mitgelesen hat, darf gern in den Kommentaren Fragen stellen.

Der große Umbau im Auto – Teil 2

Ich berichte über den Austausch eines Discover Media im VW Tiguan AD1, Baujahr 2017. Teil 1 mit dem „warum“ und dem Ausbau ist HIER zu finden.

Das Dynavin gibt es in mehreren Varianten. Ich hatte mich für die Premium-Version mit passender Blende für den Tiguan entschlossen und so wurde es dann das D9-82. Den ebenfalls gleich mit gekauften Adapter wegen der Verkehrszeichenerkennung habe ich aufgrund der nervenaufreibenden Sache mit der nicht funktionierenden Rückfahrkameras später einfach nicht verbaut. Dazu später mehr.

Es galt nun zunächst, den Kabelbaum mit dem Quadlock-Stecker und die USB-Kabel, die beiden Kabel mit der DAB+-Antenne und die Kabel für die GPS-Antenne, den pinken Stecker (wofür auch immer der ist) und die FM-Antenne vom Radioschacht zum frischen Loch im Handschuhfach zu ziehen. Gleich vorweg, das mitgelieferte Durchziehkabel ist für die Mülltonne, weil es einfach zu gebogen ist und sich nicht passend zurechtbiegen lässt, um die „Kurve“ um die Träger zwischen Radioschacht und Handschuhfach zu umgehen. Ich habe mir dann einfach einen Meter Aufputz-Stromkabel 3×1,5 mm aus dem Keller geholt und eine Rolle Isolierband für die temporäre Befestigung der Kabellage zum Durchführen. Selbst mit meinen vergleichsweise dicken Händen war ich erfolgreich. Es empfiehlt sich, die Kabel vom Handschuhfach aus durchzuführen. Der Quadlock-Stecker passt ohnehin nicht durch das kleine Loch an der linken Seite des Fachs der Main-Unit.

Das Mikrofon und das mitgelieferte Kabel für das Head-Up-Display müssen dann vom Radioschacht nach links zur Lenksäule bzw. weiter zum Sicherungskasten und dann nach oben geführt werden. Auch das half das 3×1,5 richtig gut.

Alle Kabelenden werden an die Haupteinheit angeschlossen und wer jetzt schlauerweise beide USB-Anschlüsse behalten will, sollte sich einen Splitter beschaffen. (Ich bekomme übrigens nichts für den Link auf solche Artikel oder die hier aufgeführten und verlinkten Gerätschaften.)
Ich habe zunächst den „Fehler“ gemacht und den zusätzlichen Kabelbaum mit dem Can-Bus-Adapter eingebaut und bin an der nicht funktionierenden Rückfahrkamera verzweifelt. Ich habe alle Einstelloptionen durchgespielt und mir sogar aus purer Not heraus die Dynavin-Rückfahrkamera gekauft. doch auch die zeigte nach dem Herstellen einer provisorischen Verbindung nur ein schwarzes Display beim Einlegen des Rückwärtsgangs. Das Ganze habe ich über Tage hinweg immer wieder in anderen Kombinationen getestet und das Radio bestimmt zehnmal ein- und wieder ausgebaut.
Letztendlich fiel mir in einer unruhigen Nacht der Gedanke ein, einfach mal den Adapter-Kabelbaum wegzulassen und dafür den serienmäßig mitgelieferten Kabelbaum zu nutzen. Gesagt, getan, Radio wieder raus, Adapter-Kabelbaum rausgezogen, den anderen durchgezogen, angeschlossen und *zack* war die Rückfahrkamera da. Unglaublich, entgegen der Betriebsanleitung und entgegen aller Internet-Fundstücke des Herstellers.

Bild der Rückfahrkamera im Dynavin D9

Auch alle anderen Fahrzeugeinstellungen waren wie von Zauberhand auf einmal zu sehen und zu bedienen.

Fahrzeugeinstellungen im Dynavin D9

Die Navigationspfeile im Display tauchten auf und auch die Verkehrszeichen wurden sichtbar. Das Ganze ohne diesen 59 € teuren Adapter.

MFA mit Navigationspfeilen und Dynavin D9

Google Maps war nach Verbindung des Telefons mit dem Dynavin und Einrichtung der Software Z-Link und der WLan-Verbindung überhaupt kein Problem mehr. Es funktioniert übrigens, entgegen der Aussage des Supports, auch die Sprachsteuerung über das Mikrofon des Dynavin.

Google Maps über Z-Link im Dynavin D9

Apps lassen sich nach Einrichtung des Play Store-Kontos herunterladen und installieren. Das Dynavin benimmt sich wie ein Tablet und wird auch in den Geräteinformationen so bezeichnet. Die Apps lassen sich auch über Android Auto kabellos (!) mit meinem Samsung M34 anzeigen und nutzen. Zu beachten ist, dass das Radio einen 5 Ghz-Hotspot braucht. Der wird bei noch älteren Geräten nicht möglich sein. Die können nur 2,4 Ghz.
Durch die Einrichtung eines Modus im Samsung werden der Hotspot und das WLan automatisch aufgebaut, sobald sich das Auto mit dem Handy per Bluetooth verbunden hat.

Apps über Android Auto im Dynavin D9

Zur Installation der DAB+-Antenne und zum Ende des Chaos im Handschuhfach komme ich im nächsten Teil.