Ich habe heute ein wirklich gutes Angebot bekommen, das allerdings bedeuten würde, vollkommen selbständig zu sein. Es würde auch bedeuten, alle meine bisherigen Pläne über den Haufen zu werfen. Jedenfalls im Detail.
Das Risiko ergibt sich anhand der Zahlungen, die ich im Laufe der nächsten Woche ausgehandelt haben werde. Für mich stellen sich dabei mehrere Fragen.
– Was passiert hier zuhause, wenn ich wieder in Vollzeit arbeite und zwischendurch nicht zuhause nach dem Rechten sehe?
– Was ist mir lieber? Der Spatz auf dem Dach oder die Taube auf dem Dach oder doch lieber die „Sicherheit“ von ergänzendem HarztIV beim Spatz oder ohne alles?
– Schaffe ich diese Aufgabe, die wirklich mächtig veranwortungsvoll ist und viel stetige Leistung erfordert?
– Kann ich es riskieren, in guten Monaten viel und in schlechten Monaten wenig zu verdienen?
Ich glaube, das sind Fragen eines Selbständigen, die jeder Selbständige kennt. Mir geht es darum, daß ich gern pünktlich mit 65 (besser noch früher) aufhören würde, arbeiten zu MÜSSEN. Da meine Rente in den vergangenen Jahren aufgrund der fehlenden Sozialversicherungspflicht um rund 500 € monatlich geschrumpft ist, habe ich nach derzeitigem Stand zu wenig zu erwarten, um auch nur überleben zu können. Also braucht es dringend in den nächsten 10 Jahren viel Rentenfutter. Bekomme ich die nächsten 10 Jahren ergänzendes Arbeitslosengeld 2, dann bekomme ich vermutlich keine Rente mehr, denn ich habe bislang für jedes Jahr Leistungsbezug 100 € Anspruch verloren. Dagegen gilt es etwas zu tun und sei es nur, jeden Monat 100 € beiseite zu legen. Ist auch nicht die Welt, könnte aber aus mancher Not heraus helfen (15 x 12 x 100 = 18.000). Mehr wäre besser.
Dann ist natürlich die Frage, ob es eine Alternative gibt? Na klar, auch wenn sie momentan tatsächlich nicht da ist. Jede sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ist immer eine Alternative zur Selbständigkeit. Das steht außer Frage. Und ich würde auch weiterhin jede passende Stelle annehmen und die Selbständigkeit zurückfahren.
Ich denke also nach.