… die Knust-Mafia.
Wie anders ist es sonst zu erklären, dass bei dem im Bäckereifachgeschäft geschnitten ausgehändigtem Brot mindestens ein Knust fehlt?
Man sucht sich ein Brot aus, die freundliche Verkäuferin mit der lauten Stimme legt es in den Schneideautomaten und heraus kommt ein verstümmeltes Brot ohne Knust. Dabei lohnt sich der Kauf eines Brotes ausschließlich nur wegen der Knuste. Das war schon als Kind der Motor, der mich zum Bäcker getrieben hat. Und nun das!
Was machen die damit? Neue Brote basteln? Oder knustlose Brote in Amerika pimpen? Ich ahne Schlimmes, denn bestimmt stecken da schon die neuen Änderungen in EU-Gesetzen hinter. Mich würde es nicht wundern, wenn es demnächst eine „Verordnung über das Weglassen von Knusten bei verkauften Bäckereiprodukten in Brotart im Anschluß an das Schneiden in Scheiben“ (kurz: Knust-Wegfall-VO) gibt und unsere Regierung mit einer geheimen Anweisung an die Bäckerei-Verkaufsstellen schon vorgegriffen hat.
Ich denke mal, ich werde beim nächsten Brotkauf mal darauf bestehen, auch den Knust zu bekommen. Schließlich habe ich den auch bezahlt. Ich bin sehr gespannt, ob die Bäckereifachverkäuferin die Polizei ruft …
Oder die Knust-Mafia. Könnten ja auch verbrecherische Hintergründe sein. Oder solche mit Taliban, oder so.
Na, endlich mal ein korrekter Aufruf! 🙂 Ich bin dafür!
Wenn man genauer darüber nachdenkt ist das ein hochpolitisches thema und könnte eventuell zum auslöser einer großdemo, wenn nicht sogar einer revolution werden.
ich bin für die gründung einer Partei für Knustliebhaber mit dem Ziel, der freiwilligen und unaufgeworderten aushändigung der kompletten Knüstchen an die Kundschaft.
Dieser Korruption und Vetternwirtschaft im Bäckereihandwerk muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden!!!
Also– auf die Barrikaden…..
Jetzt weiß ich, wer die Schuld hat und vor Allem, welch ein Sprachgewirr in diesem Lande noch herrscht. Sind wir die eigentlichen Turmbau zu Babel-Verursacher?
@Tina
Aaah, jetzt weiß ich was gemeint ist: die Knäppchen ;-))
Danke für die Aufklärung – und ich wünsche Dir natürlich, daß deine Vereinbarung mit der Bäckerei trotzdem weiter bestehen bleibt. Ich erzähl’s jedenfalls keinem weiter, versprochen 😉
@ tina danke jetzt weiss sogar ich von was die rede ist
aber warum wird das brot in der bäckerei geschnitten???
ist bei uns nicht so und so habe ich immer das ganze brot mit gupf und kruste
@Christa
ich wusste zuerst auch nicht, was "Knust" ist, wir hier sagen "Knörzchen".
Da gibt es aber anscheinend noch mehr Begriffe, wie Wikipedia meint:
Das harte Endstück des Brotes besitzt keine einzelne Bezeichnung, die im ganzen deutschen Sprachraum verbreitet ist. Regionale Begriffe sind z. B. Knerzel, Anschnitt, Timpken, Knust, Mürgel, Keyzl oder Mürgeli, Aheuer, Ortstückel (in Böhmen) und Bödeli oder Gupf (in der Schweiz), Bugl, Scherzl, Anscherzl oder Scherzerl (in Bayern und Österreich), Riebel, Riebele, Reiftle, Reiftchen, Gigele (in Süddeutschland, besonders Baden-Württemberg), Stützle, Gnetzla, Knorzen, Knörzla, Kipf oder auch Kipfla (in Franken), Knäppchen, Knäppele, Knüppchen, Knippchen, Knurrn (Teile Ostwestfalens), Knust, Knüstchen, Krüstchen, Knießchen, Knäuschen, Knäuzchen, Knörzchen, Ranfl (Teile Rheinhessens), Ranft, Ränftl, Knäusperle oder Kanten (in Deutschland).
Mist, jetzt ist das ganze doch aufgeflogen….
Habe der kooperativen Bäckereifachvekäuferin ein kleines Trinkgeld versprochen, wenn sie beim Brotschneiden immer mal unauffällig ein KNÖRZCHEN für mich abzweigt und mir um 11.00 Uhr dann eine ganze Tüte voll mit leckerer Brotenden bereitstellt. :-))
Fällt ja eh keinem auf, dachte ich, aber sapperlott! Jetzt wird das sogar noch gebloggt! 😉
Für mich als Kind war einzig und allein die Anzahl Rosinen in einem Wochenendstuten maßgeblich dafür, ob es sich gelohnt hatte, zum Bäcker zu gehen ;-))
Heute lege ich auch mehr Wert auf die Kruste (das meinst Du doch mit »Knust« – oder?) und der Bäcker meines Vertrauens hat sie mir bisher immer vollständig ausgehändigt. Täte er es nicht, würden meine Gedanken sich wahrscheinlich in ähnliche Richtung begeben wie Deine…
Zitantengrüße von
Christa