Vor einiger Zeit saß ich mit verschiedenen Blogger, Ex-Bloggern und Leser/innen zusammen. Nicht mit allen auf einmal und dennoch recht zeitnah beisammen. Natürlich redet man auch über andere Blogs, wie das so bei Internet-Süchtigen üblich ist. Und wir stellten fest, daß es so aussieht, als ob die Zahl der völlig durchgeknallten Blogger täglich größer wird.
Von Hobbypsychologen bis esoterischen Wunderhexen, über völlig unverständlichen Blubberblogs bis hin zu denen, die man am liebsten wegen akuter Gefährdung von sich und anderen in die Psychatire einweisen lassen sollte. Die Zahl der geistig Verwirrten mit Blogs scheint zu wachsen.
Dagegen sind die früher mal so entnervend empfundenen Übermütter- und Strick-Blogs inzwischen fast schon erfrischend ruhig zu lesen.
Ich muß auch sagen, daß ich eine große Anzahl von Blogs aus meiner Linkliste und aus meinen Favoriten gelöscht habe, weil ich sie ohne die Befürchtung eines ernst zu nehmenden Schadens nicht mehr lesen und auch nicht empfehlen kann. Wie kommt das?
Ist das Bloggen inzwischen zum Therapiemedium aufgestiegen, um die Psychiater zu entlasten? Oder sind die Durchgeknallten einfach noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem sie merken, daß sie Hilfe brauchen?
Mal unter uns, in aller Öffentlichkeit: Täusche ich mich in der Aussage, daß die Zahl der bloggenden Irren größer wird? Und habt Ihr auch schon Blogs nicht mehr betreten, weil Euch der oder die Inhaber/in depressiv oder agressiv macht? Ausnahmesweise sind auch anonyme Kommentare gestattet.
Heute gefallen mir die Kommentare wieder mal extrem gut.
Ein Danke an Bredenberg und Viola!
Ich bin ja dafür: Die Mischung macht’s!
….. anscheinend brauche ich auch eine neue Tastatur…. @ Viola 😉
Hallo Carsten,
danke für die aufmunternden Worte. Eine Freundin von mir liegt mir schon länger in den Ohren, dass ich mich endlich mit einem Blog selbständig machen soll.
Freud und Leid scheint beim Bloggen dicht beieinander zu liegen. Mein Frust habe ich mir vorwiegend mit verschiedenen Foren, "netten Modereatoren" und mit Vereinsmeiereien eingefangen. Und diese Abhängigkeiten nerven einfach nur noch. Ich will auch nicht ständig jemanden bitten müssen etwas für mich einzustellen. Deshalb scheint ein Blog noch die beste und einfachste Lösung zu sein. Mal sehen wann ich tatsächlich in Blogcity ankomme……
@ irgendlink: Diese Freiheit genieße ich auch, sonst gäbe es mich hier nicht und ich könnte auch nicht den Kopf schütteln. Insofern dienen auch die angesprochenen Blogs als wertvolle Bereicherung des Internets. So zweifelhaft, wie das auch sein mag.
@ bloglos: Bloggen ist nicht alles und eine Homepage macht sowohl Arbeit, als auch Freude und zieht ebenfalls u.U. die Idioten an, die alles aus Prinzip kaputtmachen müssen. Doch andererseits kann man auch an einer Homepage wachsen. Viel Glück!
@ Bredenberg: Ich genieße beides, die Gefahr (
) und die Freiheit, einfach wegzubleiben.
@ Viola.: Dem ist von meiner Seite nichts mehr hinzuzufügen. Und was die Tastatur angeht, so ist es bei mir die Leitung Richtung Internet. Beim Absenden ist noch alles richtig geschrieben und nach Veröffentlichung sind gefühlte 2 Millionen Fehler im Text. Aber ich sage ja immer: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!
Himmel….ich muss ne neue Tastatur haben, die olle hier macht ja einen Fehler nach dem Anderen, obwohl ich richtig eintippe :floet:
Also, dass mit dem Pnyhof, das geht mir tierisch auf die Nerven – unter der Prämisse, dass Pnys viel scheissen, dass deren Stall möfft, weil sie, wo sie gehen und stehen, ihre flüssigen und festen Exkremente fallen lassen – Was bitte ist an einem Ponyhof, was ich vielleicht verpase??
Das ist nicht der Traum meines Lebens, ich halte es mit "Wolke 7" oder "Goldeselmanier"…..Ponyhof ist das Letzte, was ich als schön definiere….jeder Pferdenarr verbebe mir diese Schreibweise und bestätige mir, dass Ponyhof ununterbrochene Arbeit und Geruch bedeutet, ohne zu schmälern, dass das auch geliebt werden kann.
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Nun zum Kern :-))
Ich stimme zu, dass es viele suspekte Menschen gibt, die bloggen – die Anzahl der suspekten Blogleser ist natürlich eine Dunkelziffer…. 🙄
Ich bin natürlich eine "Nurleserin, Nichtbloggerin, aber auch eine Manchmalkommentierein" (und ich liebe es, so blöde Worte zu schreiben *gg*)
Es gibt Blogs, die für mein Gefühl zu viel sind, wo mir schon das Lesen die Energie raubt, weil ich denke, dieser Mensch ist "zu", (lässt nichts anderes gelten). Manche Blog`s lese ich nicht, weil sie mich, oder besser, meinen emotionalen Intellekt (gibt es sowas?) nicht ansprechen und nicht fordern, wobei ich das auch nicht ununterbrochen erwarten kann, zumal ich manchmal ziemlich albern und banal bin.
Manche Blog`s sind langweilig, ich finde keine Antenne dahin.
Manche Blog`s mag ich, weil ich den Menschen dahinter kenne und weiss, wie er agiert, während er Worte formulirt oder redet – das mag ich besonders.
Manche Blog`s lese ich wegen der sozialen….ja wie sagt man dazu, wegen der darin durch Worte vermittelten Gefühlswelt , ohne dass solch ein Blogger klagt, oder jammerich erscheint, sondern eben seinen Alltag mit Umfeld, Familie, Freude und Leid schildert, ohne anderen Schuldzuweisungen zu machen.
Ich mag auch richtig intelligent Blog`s, die mit Aphorismen, Rezensionen…Fachliches halt…..
In Klein Bloggersdorf…oder sollte man doch schon Big Blogcity sagen? – ist die Vielfalt unglaublich gross geworden, es ist eben wie im richtigen Leben, nur dass ich im richtigen Leben eben nie eine Srickerin anreden würde, um etwas zu erfahren, ich würde nie erfahren, wie durchgeknallt oder witzig, oder wie gebildet oder sanft, wie kreativ oder wie krank…etc, der Mensch ist, der da neben mir auf diesem Planeten lebt. Ich finde es unglaublich, wieviel ich erfahren kann durch das Lesen von Blog`s, wie oft ich meine Meinung sagen darf, und diese stehenbleibt, als meine Meinung, akzeptirt wird als solche – und vielleicht sogar sekundär dazu beiträgt, eine Blickrichtung zu verändern etc.
Da ich eine mündige Leserin bin, wundert es mich nicht, dass sich die Zahl der vermeintlich "anderen Blogger" mehrt, denn es gilt gleiches Recht für alle und ich finde, solange das Wort "normal" nicht klar definiert ist und es keine Richtwerte dafür gibt, hat jeder eine Daseinsberechtigung (obwohl die ja hier auch von niemandem in Frage gestellt wird, soweit ich das gelesen habe).
Ich bezeichne mich als einen sehr empathischen Menschen und ich bin voller Demut dem gegenüber, was mir die Welt der Blogger gibt, ich bin nämlich eine "Lernerin" auf Kosten der Blog`s.
Und da ich mündig bin, suche ich mir aus, was ich zum lernen brauche….ich muss nicht jeden und alles mögen – mich mag ja auch nicht jeder .
Was nicht im Umkehrschluss bedeutet, dass ich mir keine Meinun bilde über manchen "Extremblog" oder dem Menschen, der dahinter steht.
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Krass langer Kommentar, was???
Manchmal denke ich auch, ich sollte bloggen – aber ich bin so labil und instabil, wenn es darum geht diszipliniert zu bloggen…oder heisst das undiszibliniert??? :ups:
Wer schreibt, ist in ständiger Gefahr, gelesen zu werden.
Wer liest, kann einer Gefahr nach jedem gelesenen Wort aus dem Wege gehen, indem er das Lesen beendet. :floet:
Es gibt sicherlich viel Schrott im Netz und manchmal frage ich mich auch wieso, weshalb und warum da jemand sich so ausbreitet. Mein Nick ist nicht umsonst so gewählt, weil ich bisher tatsächlich bloglos bin. In der Beziehung bin ich computertechnisch eine Niete. Allerdings spiele ich mit dem Gedanken mich auf dem Gebiet Homepage einrichten mal schlau zu machen, damit ich endlich unabhängig von irgendwelchen Leuten bin, die meinen einen ständig gängeln zu müssen! Das geht mir inzw. nämlich total auf den Keks!
Mein Blog wäre eher eine reine Infoseite mein ehrenamtliches Engagement betreffend und nicht ein Spiegel meiner Seele. Jedenfalls bisher stelle ich mir das so vor.
Aber das ist doch die tolle Freiheit des Web. Jeder darf, solange er nicht gegen die Gesetze verstößt. Jeder darf schreiben, was ihn bewegt. Und jeder darf weiterklicken, was ihn nicht interessiert. Ich bin geradezu fanatisch fixiert auf die Idee, dass ein Blogeintrag seine Berechtigung hat, sobald er auch nur einen einzigen Leser hat. Mehr noch: auch ohne Leser in der Jetztzeit hat er seine Berechtigung, weil in der Zukunft irgendwann vielleicht ein Leser erst geboren wird.
Auch Larmoyanzblogs haben ihre Leser. Natürlich feiern viele sich selbst. Dennoch haben sie die gleiche Beachtung verdient – von denen, die es mögen – wie auch Techink-, Business-, Lifestyle-, Strick-, Philosophie-, Sex- und Satirebloger.
Nicht auf die hohe Schule kommt es an, sondern darauf, dass Resonanz entsteht.
Irgendwie ein Sodom-Prinzip. Nur dass es im Netz keinen Gott gibt, der die Stadt vernichten darf. Es gibt nur Viele von Vielen, die ihre Linkliste einrichten und täglich entscheiden, was sie lesen, was nicht.
@ Sabine: Interessant finde ich auch die Tatsache, daß sich nahezu alle diese Blogger hinter der Verweigerung eines Impressums verschanzen und die scheinbare Anonymität des Internets vor die strafbare Handlung stellen. Die Ausreden, nicht unter seinem Namen auch Verantwortung für das Geschriebene zu tragen, sind so vielfältig wie die Probleme.
@ piri: Das ist meiner Auffassung nach auch die richtige Mischung und Lebenseinstellung. Wobei ich Ratschläge schon differenziert betrachte. Manche beginnen mit den Worten "Du mußt …." und lösen damit eine heftige Gegenwehr bei mir aus.
Andere hingegen bieten mir ein "Schau mal dorthin …" an und ich finde dann den anderen Blickwinkel, weil man ihn mir zeigte. Gehen ist dann wiederum meine Sache allein.
ich suhle mich gerne mal in meinem Elend, aber nicht immer und ausschließlich. Ratschläge nehme ich allerdings keine an, auf die Schnauze fallen, das will ich ganz alleine ausprobieren. Mag sein, dass das dumm ist, aber so bin ich halt!
Ja, ganz genau,dass ist mir auch schon aufgefallen.
Sie wollen keine Hilfe haben, und wenn mensch doch kommentiert, dann wird ein Kommentator auf niedrigem Kommunikationsniveau nieder gemacht.
Mir ist es schon mal passiert, dass ich eine Bloggerin auf die Konsequenz (nett & freundlich) ihrer Handlung hingewiesen hab, das Ende ist ein völliger Abbruch der Kommunikation.
Sie wollen nicht in den Spiegel schauen.
Sie suhlen sich in ihrem Unglück.
Und sie denken, nur sie haben einen Vertrag mit dem Leid des Lebens.
Ich habe am eigenen Leib ziemlich derbe merken müssen, dass das Leben kein Ponyhof ist, aber ich habe mir qualifizierte Hilfe geholt und mußte umlernen.
Und vor allem :
ICH WOLLTE WAS ÄNDERN!!!
Es gibt also nicht nur Blogs wie Unfälle, sondern auch noch emotionale Effekthaschereiblogs.
Gerade in letzter Zeit hat sich meine Blogroll auch ziemlich geändert. Und das ist auch gut so.

@ SuMu: Klar, das Leben ist kein Ponyhof. Keine Frage. Ich blogge selbst auch über unschöne Dinge und was sonst noch so passiert. Mir geht es in diesem Beitrag um die Dauer-Trauernden und Dauer-Depressiven, sowie die "Ich genieße meine Verzweiflung"-Blogger.
@ menzeline: Bloggen ist nicht einfach, was die Administration angeht. Doch wenn man sich ein bißchen mit den Funktionen "Einloggen" und "Ausloggen" vertraut fühlt, ist der Rest nur noch eine Sache der Einrichtung und des respektierten "Finger weg!" eines Admins 🙂
Hallo Carsten,
eigentlich kann ich mich dazu gar nicht äußern, denn ich habe nur ganz wenige Blogseiten, auf die ich täglich schaue, das bist einmal du, dann beim Engelbert und bei Gise.
Desweiteren habe ich noch 2 weitere und ansonsten nichts.
Bisher konnte ich an diese 5 Seiten nichts aussetzen, denn hier sind keine Irren am Werk. :rofl:
Ich würde ja auch gerne bloggen, aber ich bin in diesen Sachen total eine Niete und wüsste gar nicht wie das geht. Außerdem müsste das was für ganz simple Anfänger sein. Etwas schreiben, so wie du und Fotos zeigen, mehr bräuchte es ja nicht.
So nun habe ich mal wieder meinen Senf dazu gegeben. 😆
Liebe Grüße Roswitha
mich stören depressive Blogs nicht wirklich. Wenn ich den Inhalt nicht vertrage, dann komme ich später mal wieder.
Das Leben ist eben nicht immer schön und warum sollte man nicht auch über negatives schreiben.