Vorstoß Rauchverbot

Frau Merkel möchte gern das Rauchverbot in Deutschlands öffentlichen Gebäuden einführen.

Wie immer wird dann allerdings nicht konsequent über die Folgen nachgedacht und der ganze Vorgang zu Ende gedacht.

Sicherlich ist ein generelles Rauchverbot erstrebenswert, wenn unsere Regierung auf die Einnahmen aus der Tabaksteuer verzichten will. Ich habe auch da allerdings wenig Sorge, da die Mindereinnahmen vermutlich ohnehin durch Steuererhöhungen in anderen Bereichen mehr als ausglichen werden. Doch zurück zum Thema.

Ich stelle mir vor, wie die nikotinabhängigen Bediensteten des Öffentlichen Dienstes mit dem Rauchverbot umgehen wollen. Schließlich genießen die beschäftigten Raucher im Moment durchweg alle volle Stunde ihre gewohnheitsrechtliche Raucherpause von vorgeblich 5 Minuten. Einschließlich Hin- und Rückweg, verbunden mit dem unvermeidlichen Toilettengang und dem Schwätzchen mit den ebenfalls rauchenden Kollegen, werden daraus bekanntermaßen ja gern mal 15 bis 20 Minuten Abwesenheit vom Arbeitsplatz.

Eine Kriminalisierung von rauchenden Besuchern in öffentlichen Gebäuden ist leicht hergestellt und schnell zu einer guten Einnahmequelle gemacht. Die eigenen Kollegen wird jedoch ganz bestimmt niemand zu Körperverletzern abstempeln wollen. Schließlich gewährt man sich untereinander Schutz.

Nun könnte Frau Merkel natürlich darauf kommen, in den öffentlichen gebäuden Raucherzonen zu schaffen, damit weder die Steuereinnahmen sinken, noch das Volk sich über die Kriminalisierung der Raucher empört. Konsequenterweise sollten dann, meiner Meinung und Anregung nach, auch die Bediensteten die Zonen nutzen müssen!

Wohlgemerkt: MÜSSEN!

Ich bin dann auch für eine Kennzeichenpflicht der Bediensteten mit Namensschildchen und einer kleinen Zigarette darauf. So hätten die wartenden Kunden eine Möglichkeit, die rauchenden Mitarbeiter dahingehend aufmerksam zu machen, daß sie auf den vertraglich gesicherten Einsatz ihrer Arbeitskraft zugunsten ihrer Sucht verzichten und die Kundschaft vernachlässigen.

Ich stelle mir vor, wie sich rauchende Bedienstete und rauchende Besucher am "Niko-Point" treffen und Fälle bearbeiten. Oder wie nichtrauchende Besucher während der Wartezeit schon beschwerden über mangelenden Arbeitswillen der rauchende Bediensteten schreiben.

Allerdings werden sich dann die nichtrauchenden Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes schwer benachteiligt fühlen. Denn immerhin gibt es für sie dann, durch das Outing der Raucher, dann doch eine erhebliche Mehrarbeit durch störende Fragen von Besuchern nach dem "Wo ist denn der Herr Soundso? Raucht der schon wieder" Oder es werden Unmengen von Beschwerden über die verstöße der geltenden Arbeitszeitregelungen abgegeben, die zusätzliche Arbeit verursachen.

Insgesamt gesehen wird dann jede Behörde wieder das tun, was sie ohnehin am liebsten macht: Sich selbst verwalten und die Ratsuchenden als Störfaktor betrachten.

Sie sehen, Frau Merkel, Ihre Vorschläge bedürfen noch dringend der weiteren Betrachtung. Wenn Sie Hilfe brauchen, wenden Sie sich vertrauensvoll an mich oder meine Besucher.

Mein Stundenhonorar ist geringer als Ihres! Meine Pausen werden vertragsgemäß nicht vergütet. Und wie schaut es in den Ihnen unterstellten Behörden aus?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert