Wenn mir das früher …

… einer erzählt hätte, dass ich an einem Sonntag um 06.00 Uhr aufstehe, damit ich pünktlich um 08.00 Uhr wegfahren kann, um am Arbeitsort noch vor dem Mittagessen etwas zu erreichen …

… den hätte ich für komplett bescheuert erklärt.

Da war ich allerdings noch unter 30 Jahren alt. Heute, mit gut gefüllten 51 Jahren hinter mir, stehe ich früher auf, damit mein Tag in Ruhe beginnen kann. Mir ist es am Morgen wichtig, in aller Gemütlichkeit meine beiden Becher Kaffee vor dem Rechner zu trinken, in Ruhe das Bad zu nutzen und vielleicht sogar fünf Minuten vor der Zeit fertig zu sein. Dafür stehe ich gern mal zwei Stunden vor der Abreise auf.

Das Auto ist schon gepackt, lediglich mein Werkzeug liegt noch hier oben und muss nachher mit runter. Aber auch das habe ich alles schon gestern bereit gestellt, damit ich nichts vergesse. Und wozu das alles?

Ich habe gelernt, diese allgemeine Hektik zu verachten, die bei vielen Leuten in den letzten Minuten eintritt. Das machte mich irre und brachte mir Schweißausbrüche, wenn erst unmittelbar vor der Abfahrt alles zusammengekramt werden musste oder der normale Ablauf nicht möglich war. Kein Kaffee, kein Klo, schnelle Katzenwäsche und die Hälfte vergessen, bei unpünktlicher Ankunft. Das alles brauche ich nicht, macht es mir doch schlechte Laune und dumme Gefühle.

Deswegen bin ich inzwischen gelassener, bleibe im üblichen Rhythmus und mache es auch so innerhalb der Woche, wenn ich arbeiten muss. Und früher aufzustehen bedeutet meist auch, gegen 21.20 Uhr oder 22.00 Uhr schlafen zu gehen. Denn mal ehrlich gefragt, was sollte mich noch reizen, länger wach zu bleiben? Das Fernsehprogramm? Das Internet?

Die entspannte Ruhe am Morgen ist mir inzwischen wichtiger. Die habe ich nämlich ganz allein für mich. Die Anderen schlafen alle noch. Bis auf die Rentner im Haus gegenüber 😉 .

3 Kommentare zu „Wenn mir das früher …“

  1. also ich steh auch lieber früher auf als am Morgen Hektik zu haben. Und, ja, ich packe auch rechtzeitig zusammen. Hektik am Morgen versaut den ganzen Tag

  2. Ja, da beginnt der Tag mit Ruhe und Gelassenheit und einfach ohne Hektik.

    Wenn ich nach Hause fahre in den Osten Österreichs stehe ich auch um 5 Uhr auf und fahre um 6 Uhr weg, Auto schon am Abend vorher gepackt, Kaffee in der Thermoskanne und belegte Brote und ab gehts.

    Grüßle Rita

  3. Guten Morgen!
    Ich mache es genauso. Hab ich allerdings auch schon mit 25 Jahren gemacht, wenn ich pünktlich um 6:00 Uhr Dienstbeginn hab.
    Ich liebe es auch, meine allererste Tasse Kaffee ganz in Ruhe vor dem Rechner zu schlürfen.
    Normalerweise verlasse ich um 9:00 Uhr das Haus stehe aber um 6:45 Uhr auf.
    Diese Morgenruhe einfach wunderbar.

    Das sind so kleine Glücks-oder Zufriedenheitsinsweln im Alltag.

    Dir / bzw. Euch eine gute Fahrt, gutes Gelingen und lb. Grüße an deine Schwester!

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