Da zähle ich seit Tagen meine paar Kröten zusammen. Ich komme mit dem Geld aus, keine Frage. Da erreichen mich noch ein paar Rechnungen und ich rechne erneut. Und ich stelle erneut fest, daß ich zwar die Möbelfahrerei verschieben muß, aber mit den verbleibenden 90 Euronen noch gut die letzten 14 Tage dieses Monats klar komme. Schließlich sind dann alle Rechnungen bezahlt und das Kind kann auf eine bezahlte Konfirmandenfreizeit usw. usw.
Schließlich hat die JobAgentur auch ihre Nachzahlung getätigt und alles ist im grünen Bereich. Eng, aber grün.
Das Rechnen gehört zu den normalen Tätigkeiten und da ich ungern Bankeinzüge platzen lasse, bleibt immer genug für die fälligen Einzüge auf dem Konto liegen. Nur überwache ich dann gern, was dann wann abgebucht wird. So habe ich dann also gestern das letzte verfügbare Bargeld für den Rest des Monat abgeholt und rund 40 Euro auf dem Konto gelassen, damit noch zwei Abbuchungen ausgeführt werden können.
Heute schaue ich auf mein Konto und finde dort rund 190 Euro Guthaben vor. Was mich zunächst völlig erschreckt und dann verblüfft hat. Denn die Nachzahlung der JobAgentur war ja schon drauf und wer bitte schön sollte mir denn noch am 15. eines Monats Geld schicken?
Des Rätsels Lösung war dann ein Blick auf den Umsatz und ein zweiter auf meinen Rechenzettel. Dort hatte ich nämlich bewußt die fällige Kindergeldzahlung ausgeklammert, um sie für das Monatsende für den Umzug der Küche zu verwenden. Der Verdrängungseffekt dieses Geldes muß so nachhaltig gewesen sein, daß ich völlig blöde auf meinen online-Kontoauszug geschaut haben muß.
Es ändert nun zwar nichts an der Summe für den restlichen Monat, doch immerhin weiß ich nun, daß ich mich sogar selbst beschummeln kann. :))
Für den Küchentransport habe ich jetzt jedoch noch ein wesentliches besseres Gefühl als noch gestern. Da hatte ich dann nämlich gedacht, ich hätte garkeine Reserven. Obwohl die ja eigentlich auf dem Zettel standen. Habe ich eigentlich einen Kopfklatschsmiley?