Wo ist er hin …

… der „Leib und Seele-Blogger“, der ich mal war?

Früher fotografierte ich, um es im Blog zu zeigen. Oder ich bloggte alles, was ich sah und erlebte. Heute stelle ich nach dem Essen fest, dass ich ja das Essen hätte bloggen können oder sollen. Und denke mir „Ach ja, früher wäre mir das nicht passiert“.

Der Blog wird ohnehin voll und es ist mehr Gelassenheit, die ich heute an den Tag lege, wenn ich entscheide, was blogbar oder bloggenswert ist. Das Meiste, was in meinem Leben geschieht, wird hier ohnehin nicht präsentiert, weil es zu banal, schon vergessen oder nicht mehr aktuell ist. Oder weil es niemanden etwas angeht.

Was ich heute schreibe, schreibe ich, weil ich Spaß daran habe oder es loswerden möchte. Das heutige Essen war traumhaft, der Besuch lustig und wir alle haben nicht fotografiert. Völlig bloggerfremd? Eigentlich nicht, aber heute war es eben privat. Nicht in einem mit Passwort geschützten Beitrag geschrieben, sondern gar nicht. Kann passieren, ist nicht wichtig. Meine kleine Online-Zeitung wird auch so gefüllt mit Beiträgen, die gelesen werden. Im Moment von 5.425 Besuchern täglich.

Letzten Monat waren es 6.948 täglich. Inzwischen lese ich meine Statistik nicht mehr täglich und ich führe sie auch nicht mehr in Excel weiter, seitdem ich sie irgendwann in diesem Jahr durch Zufall gelöscht hatte. Im Jahresdurchschnitt lesen hier täglich 7.155 Besucher und das zeigt mir, dass mein Zeugs, was ich hier präsentiere, klammheimlich doch zu dem gehört, was gern gelesen wird. Würden nur 1 Prozent der Jahresbesucher meine Bücher gekauft haben, stünde ich auf ewig in den Bestsellerlisten.

Doch was könnte ich lange darüber resümieren, was alles hätte anders laufen sollen oder können. Es ist gut, wie es ist und es freut mich so, wie es ist. Das macht es leicht, auch mal nachdenkliche, lustige oder gemeine Beiträge zu verfassen, ohne lange darüber nachdenken zu müssen, ob es ins Konzept passt. Oder einem Verlagsmenschen, oder, oder, oder.

Dieser Blog hat sich inhaltlich verändert. Auch die Sprache ist teilweise eine andere geworden. Wie auch ich mich weiter entwickele, so verändert sich auch die Bloggerei. Manchmal fehlt dann eben ein Bild vom Essen. Das macht aber nichts mehr.

3 Gedanken zu „Wo ist er hin …“

  1. Danke.

    Wackelpudding bei IKEA kenne ich nicht, aber ansonsten kenn ich den und habe ihn als Kind sehr gerne gegessen, besonders den grünen Waldmeister.

    Und ihr hattet also den in grün und in rot geschichtet mit Vanillesoße. Auch nicht schlecht und sieht in Trinkgläsern sicherlich sehr schön aus.

    Liebe Grüße menzel

  2. Stell Dir einfach Wackelpudding in grün und rot in Trinkgläsern von IKEA vor, geschmückt mit Vanillesoße.

    Ich esse Wackelpudding zwar lieber mit Schlagsahne, aber die Vanillesoße kam auch nett an.

  3. Oh das ist schade, dass ich den Nachtisch nicht mal sehen kannst, der dir so gut geschmeckt hat.

    Natürlich steht es dir frei, nur das zu zeigen und zu sagen, was du willst.

    Aber einige Leserinnen – so wie ich – sind halt neugierig. *grins*

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