Die Sache mit dem Auftrag und der Suche

Der Auftrag im Nebenjob lautete:

Wir möchten eine Mitgliederumfrage mit festgelegten Fragen und vorgegebenen Anwortmöglichkeiten durchführen (multiple Choice). Das Ganze soll in einem durch ein Passwort abgesicherten Teil unserer Website stattfinden und jedes Mitglied soll ein eigenes Passwort erhalten. Mehrfache Abstimmung soll vermieden werden. Die Mitglieder werden über die Bitte zur Teilnahme an der Umfrage durch einen Newsletter informiert. Die Umfrage soll anonym stattfinden, also ohne Speicherung von Namen und Mailadressen. Hacker sollen soweit möglich keine Zugriffsmöglichkeit bekommen. Die Umfrage soll nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stehen. Eine Auswertung des Umfrageergebnisses soll stattfinden.

Ich recherchiere, erweitere die Funktionen der betroffenen Website, teste an einer eigenen Übungswebsite, prüfe, verwerfe und kodiere um, bis es passt. Die Herausforderung war, den Suchmaschinen die richtigen Worte und Fragen zu fressen zu geben, damit die Vorschläge auch zumindest ansehenswert werden. Dabei war z.B. die Google-KI nicht unbedingt hilfreich. Hier gab es nämlich zu einem sehr großen Teil das Problem, dass die KI nur kostenpflichtige Angebote als Ergebnis ausgeworfen hat. Selbst die Angabe „kostenfrei“ oder „free“ brachte keine Änderung. Natürlich habe ich den Suchmaschinen auch auf die heute übliche Art der Fragestellung in vollständigen Sätzen den Suchauftrag erteilt. Dadurch wurden Ergebnisse noch verwirrender und zu einem großen Teil völlig unbrauchbar und neben der Fragestellung. Die Recherche musste ich in Abschnitte zerlegen und diese nach und nach selbst zusammenfügen.

Ich muss dazu sagen, dass ich im Umgang mit Suchmaschinen und deren KI recht sicher bin und eine hohe Trefferquote vorweisen kann. Wo andere gescheitert sind, finde ich sehr schnell Ergebnisse. Dennoch meine ich momentan einen Rückschritt wahrzunehmen, seitdem mehr Wert auf die prominente Auskunft der KI in den Suchmaschinen gelegt wird. Zudem habe ich bewusst auf z.B. ChatGPT verzichtet, da auch hier die Ergebnisse in Sachen Problemlösung beim Umgang mit einem solchen Auftrag weit davon entfernt sind, passend zu sein. Und wir dürfen nicht vergessen, dass auch die Anfragen an KI und die gelieferten Details wie Url, Bilder, persönliche Angaben und mehr eine KI mit Lerninhalten füttern. Das heißt, dass die Chance oder das Risiko besteht, dass meine gelieferten Frageinhalte irgendwann als Antwort oder Lösung ausgegeben werden. Das sollte man insbesondere bei Bildern und Screenshots beachten.

Heute ist der Auftrag erledigt, die Umfrage kann wie gewünscht starten. Und weil ich weiß, dass ein funktionierendes System weitere Begehrlichkeiten weckt, kann nun jederzeit wieder eine solche Umfrage stattfinden. Oder etwas mit ähnlicher Funktion.

Das ist meine persönliche Form von Denksportaufgaben, ohne gleich ein Nerd zu sein. Ich bezeichne mich nach wie vor nicht als Fachmensch in Sachen IT, sondern vielmehr als „kundig“. Auch wenn das zumindest meine Auftraggebenden etwas anders sehen. 🙂

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